Ehemaliger DFB-Teamchef

Wolfsburg 2003: Völlers Weizenbier-Breitseite gegen Basler

2003 hatte der damalige DFB-Teamchef Rudi Völler eine verbale Auseinandersetzung mit Ex-Nationalspieler Mario Basler. Foto (Archiv): Stefan Hesse

2003 hatte der damalige DFB-Teamchef Rudi Völler eine verbale Auseinandersetzung mit Ex-Nationalspieler Mario Basler. Foto (Archiv): Stefan Hesse

19.03.2019 Wolfsburg. Wolfsburg hat noch keine große Tradition als Länderspielort. Das 4:1 beim bislang einzigen Spiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft Ende Mai 2003 gegen Kanada ist nur wenigen in Erinnerung.

Für mehr Aufsehen sorgte damals ohnehin ein Verbalduell zwischen Teamchef Rudi Völler und Ex-Nationalspieler Mario Basler. Heftig zog Völler bei einer Pressekonferenz über Basler her, der zuvor die damals aktuelle Spielergeneration und vor allem Carsten Ramelow und Bernd Schneider kritisiert hatte.

"Ich hätte mir gewünscht, dass Mario zum Ende seiner Karriere eingestanden hätte, dass es besser gewesen wäre, statt in zehn Minuten fünf Weizenbiere ex zu trinken oder eine Schachtel Marlboro zu rauchen ab und zu einmal auf den Trainer zu hören", wetterte Völler. Basler habe - im Gegensatz zu Ramelow und Schneider - sein Talent verschwendet.

Baslers Antwort ließ am selben Tag nicht lange auf sich warten. "Ich habe mit meinen Aussagen wohl den Nagel auf den Kopf getroffen. Einige können die Wahrheit halt nicht vertragen. Das war beim DFB schon immer so", sagte er. Im Übrigen könne Völler in punkto Weißbier gar nicht mitreden: "Er weiß gar nicht, wie gut Weizenbier schmeckt."

Das sah Völler offenbar anders. Zu Nationalspieler Tobias Rau, der in der Volkswagenarena neben ihm saß und ob des Wutausbruchs große Ohren machte, sagte er: "Hör' mal weg, Tobias." Um dann aus dem Nähkästchen zu plaudern: "Lothar Matthäus, Andreas Brehme und ich haben auch mal eine Kiste Bier ausgetrunken, aber zum richtigen Zeitpunkt." (dpa)