Europa League: Wiedersehen mit Klose, Russland-Reise

Nyon.  Weite Reisen, namhafte Gegner und ein Wiedersehen mit Miroslav Klose bescherte die Europa-League-Auslosung in Nyon den vier deutschen Vertretern.
Die Ergebnisse der Auslosung der Europa League. Foto: Laurent Gilliron Foto: DPA

Während Bayer Leverkusen mit Benfica Lissabon und Borussia Mönchengladbach mit Lazio Rom renommierte Gegner zugelost bekamen, muss Hannover 96 gegen den russischen Club Anschi Machatschkala antreten. Allerdings trägt der Tabellenzweite der russischen Liga seine internationalen Heimspiele in Moskau aus. Der VfB Stuttgart erhielt mit dem belgischen Vertreter KRC Genk eine durchaus lösbare Aufgabe. Im ebenfalls bereits ausgelosten Achtelfinale könnte es dann zu einem deutschen Duell zwischen Stuttgart und Mönchengladbach kommen.

Mit dem portugiesischen Rekordmeister Benfica Lissabon hat es Leverkusen zum zweiten Mal in seiner Europapokal-Geschichte zu tun. Im Pokalsieger-Wettbewerb scheiterte das Team 1994 (1:1, 4:4). Diesmal hält Sportdirektor Rudi Völler die Portugiesen für schlagbar. "Es ist ein ganz schwerer Brocken. Aber da sind wir sicher nicht chancenlos", meinte Völler. Ebenso wie Stuttgart und Mönchengladbach hat Bayer im Hinspiel am 14. Februar Heimrecht. Die Rückspiele werden eine Woche später (21. Februar) ausgetragen. Im Achtelfinale würde Leverkusen auf den Sieger aus Dynamo Kiew/Girondins Bordeaux treffen.

Einen attraktiven Gegner hat auch Borussia Mönchengladbach bei seinem Comeback auf internationaler Ebene erhalten. "Das ist ein super attraktives Los für uns, aber auch ein schweres", befand Sportdirektor Max Eberl. Der zweimalige italienische Meister Lazio Rom kommt mit Nationalstürmer Miroslav Klose in den Borussia-Park. "Lazio ist eine Hausnummer. Aber wenn wir die Kompaktheit der vergangenen Wochen zeigen, dann haben wir eine Chance", meinte Vizepräsident Rainer Bonhof. Im Fall des Weiterkommens droht den Gladbachern in der nächsten Runde ein deutsches Duell mit dem VfB Stuttgart, wenn sich die Schwaben gegen KRC Genk durchsetzen.

Als Tabellenerster der Gruppenphase bestreitet Hannover 96 seine Partie gegen Anschi Machatschkala zunächst in Moskau - allerdings auf Kunstrasen. Beim Tabellenzweiten der russischen Liga, der von Guus Hiddink trainiert wird, steht unter anderem der Star-Stürmer Samuel Eto'o im Kader. "Dieses Los ist extrem anspruchsvoll", befand Martin Kind. Der Clubchef hofft auch auf ein finanzielles Zubrot. "Wenn wir uns im Hinspiel gut darstellen, dann wird das Rückspiel auch ausverkauft sein", sagte Kind. Auch in der nächsten Runde droht den Niedersachsen eine weite Reise: Im Achtelfinale wartet der Sieger aus der Partie Newcastle United/Metalist Charkow.

Bereits zum fünften Mal trifft der VfB Stuttgart in einem internationalen Wettbewerb auf eine belgische Mannschaft. Erstmals müssen die Schwaben dabei gegen Genk antreten. "Wir sind nicht unglücklich, auch weil dieses Los machbar ist. Aber das wird nicht einfach", sagte Sportdirektor Fredi Bobic. In der vergangenen Saison trafen die Belgier in der Champions-League-Gruppenphase auf Bayer Leverkusen und konnten beim 0:2 und 1:1 beide Spiele nicht gewinnen.

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