Die Transfergerüchte beim 1. FC Köln

Vincent Koziello kommt aus Nizza zum FC

Köln. Auch wenn bei den Geißböcken jüngst ein Aufwärtstrend zu verzeichnen war, sind die FC-Verantwortlichen auf dem Transfermarkt aktiv geworden. Und ein Abwehrspieler steht kurz vor dem Abgang.

17 Spieltage hat es gedauert, bis der 1. FC Köln den ersten Sieg der laufenden Bundesliga-Saison eingefahren hat. Gegen Wolfsburg reichte es zu einem verdienten 1:0-Erfolg. Doch die drei Punkte und auch der erste Sieg zum Jahresbeginn täuschen nicht über die desaströse Hinrunde hinweg. Kein Wunder also, dass der FC noch einmal auf dem Transfermarkt tätig werden will.

Abgänge:

Rausch steht vor Wechsel nach Moskau

Am Wochenende sorgte er noch für die Vorlage zum Last-Minute-Treffer beim 2:1-Derbysieg gegen Gladbach, nun steht Linksverteidiger Konstantin Rausch Berichten zufolge vor einem Wechsel zu Dynamo Moskau. Wie der Kicker berichtet, sollen sich beide Klubs bereits auf eine Ablösesumme zwischen einer und zwei Millionen Euro geeinigt haben. Eine offizielle Bestätigung steht noch aus.

Der Wechsel hänge dem Bericht zufolge auch mit der Personalie Jonas Hector zusammen. Wurde der Nationalspieler in der vergangenen Saison vorwiegend im defensiven Mittelfeld eingesetzt, plant Trainer Stefan Ruthenbeck nun wieder auf der linken Abwehrseite mit ihm. Rausch dürfte daher häufig nur die Rolle als Ersatzspieler bleiben. Da er allerdings als russischer Nationalspieler an der kommenden WM an seinem Heimatland teilnehmen möchte, erhoffe er sich durch einen Wechsel mehr Spielpraxis.

Konstantin Rausch absolvierte bislang 40 Ligaspiele für den FC.

Konstantin Rausch absolvierte bislang 40 Ligaspiele für den FC.

 

Zugänge:

Vincent Koziello wechselt nach Köln

Der 1. FC Köln hat einen weiteren Offensivspieler verpflichtet. Nachdem Vincent Koziello am Montag den Medizincheck am Geißbockheim absolviert hat, gab der FC am Dienstag den Wechsel offiziel bekannt.

Koziello steigt am Mittwoch ins Training mit der Mannschaft ein. Er wird beim 1. FC Köln mit der Rückennummer 41 auflaufen.

FC-Geschäftsführer: „Vincent war von Anfang an mein Wunschspieler und deshalb war klar: Wenn wir noch jemanden verpflichten, dann ihn. Er ist im Mittelfeld vielseitig einsetzbar und erweitert unsere Möglichkeiten. Es freut mich sehr, dass der Wechsel geklappt hat.“

„Der FC hat sich sehr um mich bemüht. Wir haben gute Gespräche geführt, ich habe mich sofort sehr wohl gefühlt. Ich komme zu einem großen Club in einer sehr starken Liga, habe aber natürlich den Anspruch, möglichst bald zu spielen und dazu beizutragen, dass wir unsere Ziele mit dem FC erreichen“, erklärte Koziello.

Der 22-Jährige kommt vom OSC Nizza und gilt als großes Mittelfeldtalent. Der knapp 1,70 Meter kleine Spieler kann sowohl offensiv als auch defensiv in der zentralen Position spielen. Bei OSC-Trainer Lucien Favre war Vincent Koziello zuletzt nicht mehr zum Zuge gekommen. Am Sonntag hatte der Trainer noch angedeutet, der Spieler könne Nizza verlassen, wenn die Rahmenbedingungen stimmen würden. Dem Vernehmen nach soll der auch von anderen Clubs umworbene Mittelfeldspieler rund 3,5 Millionen Euro kosten.

Vincent Koziello (links) steht vor einem Wechsel zum 1. FC Köln.

Vincent Koziello (links) steht vor einem Wechsel zum 1. FC Köln.

 

Kommt Serdar Tasci?

Bei der Suche nach Verstärkungen will der 1. FC Köln nicht in Aktionismus verfallen. Das unterstrich FC-Finanzchef Alexander Wehrle längst. "Das Wintergeschäft ist schwierig. Da sollte man sehr vorsichtig sein und genau schauen, ob es Sinn macht und passt", meinte auch Armin Veh. Ein alter Bekannter für den Sportchef könnte dennoch einem Bericht des Kölner Stadtanzeigers die Defensive der Geißböcke verstärken. Serdar Tasci sei demnach ein Kandidat beim FC. Der heute 30-Jährige wurde 2007 unter Armin Veh in die Profimannschaft des VfB Stuttgart berufen und in der selben Saison Meister mit dem Club. Seit 2013 spielt der Innenverteidiger, mit Ausnahme einer halbjährigen Leihe 2016 zum FC Bayern München, bei Spartak Moskau. Sein dortiger Vertrag läuft im Sommer aus.

Abgang

Serdar Tasci wurde 2007 mit dem VfB Stuttgart Deutscher Meister.

 

Terodde wechselt nach Köln

Er hat bereits in Köln gespielt, zuletzt für den VfB Stuttgart - nun ist die Rückkehr von Simon Terodde nach Köln perfekt. Die Verantwortlichen des 1. FC Köln mit der Verpflichtung des Stürmers auf die anhaltenden Verletzungsprobleme, aber auch auf die fehlende Torgefahr des etatmäßigen Topstürmers John Cordoba. Terodde sitzt beim VfB immer wieder nur auf der Bank und hat sich daher nach einem neuen Club umgesehen. Beim FC ist der 1,92 Meter große Angreifer kein Unbekannter: Terodde stürmte bereits von 2009 bis 2011 für die Kölner.

Wechselt Simon Terodde im Winter nach Köln?

Wechselt Simon Terodde im Winter nach Köln?

Bernd Storck - mehr als ein Gerücht?

Ein aussichtsreicher Kandidat für die geplante Ablösung von FC-Übergangscoach Stefan Ruthenbeck in der Winterpause ist möglicherweise Bernd Storck. Laut dem Kölner Stadt-Anzeiger soll der ehemalige Bundesligaprofi von Borussia Dortmund in den Überlegungen der Kölner eine Rolle spielen. Storck hatte zuletzt in der Neuen Ruhr Zeitung (NRZ) geäußert, dass es sein großer Traum ist, einmal einen Verein in der Bundesliga zu übernehmen.

Der ehemalige Profi war bereits als Co-Trainer bei mehreren Bundesligisten engagiert und hatte zuletzt die Nationalmannschaft Ungarns trainiert und mit dem Team überraschend bei der EM 2016 das Achtelfinale erreicht. Nach der gescheiterten Qualifikation zur Weltmeisterschaft im nächsten Jahr war er jedoch am 17. Oktober vorzeitig entlassen worden.

Bernd Storck sucht nach einer neuen Aufgabe.

Bernd Storck sucht nach einer neuen Aufgabe.

 

Lustenberger ein Thema

Der Schweizer Nationalspieler Fabian Lustenberger will noch auf den WM-Zug nach Russland aufspringen. Dafür fehlt ihm aktuell allerdings bei Hertha BSC Berlin Einsatzzeit. In Berlin stand er bislang gut 300 Minuten auf dem Feld. Wie verschiedene Medien berichten ist Lustenberger daher ein heißer Kandidat auf der Wunschliste der Kölner. Allerdings hat der Mittelfeldspieler einen Vertrag bis 2019.

Fabian Lustenberger spielt aktuell bei Hertha BSC Berlin keine Rolle.

Fabian Lustenberger spielt aktuell bei Hertha BSC Berlin keine Rolle.

 

Wird Jens Keller neuer Trainer?

Nach der Entlassung von Peter Stöger hat Stefan Ruthenbeck bis zur Winterpause das Ruder bei den Geißböcken übernommen. Doch wer kommt danach? Einer der Kandidaten könnte Jens Keller sein, der am Montag bei Union Berlin entlassen wurde. "Ich könnte mir schon vorstellen, dass darüber gesprochen wird, denn so viele geeignete Trainer sind nicht auf dem Markt", sagte der ehemalige Bremer Manager Thomas Eichin bei Sky90. Der ehemalige Bundesliga-Profi ist seit August Geschäftsführer der Beraterfirma SAM Sports, die Keller vertritt.

Keller bestritt als Aktiver zwischen 2000 und 2002 55 Bundesligaspiele für die Kölner. Als Ex-Coach von Schalke 04 bringt er auch Erstliga-Erfahrung mit. Eichin: "Er ist ein gefragter Trainer. Schon vor der Entlassung haben sich einige Bundesligisten nach ihm erkundigt. Schaun wir mal, was passiert." Nach SID-Informationen soll es bereits vor einiger Zeit Kontakt zwischen Köln und Keller gegeben haben.

Union Berlin stellte Trainer Jens Keller frei.

Union Berlin stellte Trainer Jens Keller frei.

 

Kommt Pohjanpalo aus Leverkusen?

Joel Pohjanpalo schießt alle 33 Minuten ein Tor, doch spielen tut der finnische Angreifer im Dienste von Bayer Leverkusen nur selten. In den vergangenen fünf Bundesligaspielen saß er jeweils über die komplette Spielzeit auf der Ersatzbank. Der Mittelstürmer möchte den Club daher im Winter verlassen, seinen Wunsch hat er nach kicker-Angaben bereits den Verantwortlichen mitgeteilt. "Meine Situation ist nicht ideal, ich habe nicht so viel Spielzeit. Ich möchte mehr spielen und habe dem Klub gesagt, das passt nicht, und dass wir im Winter sehen müssen, was wir machen", wird Pohjanpalo zitiert.

Der 23-Jährige könnte Berichten zufolge im Rheinland bleiben. Auf der Suche nach Verstärkungen in der Offensive soll dem Stadtanzeiger zufolge der 1. FC Köln sein Interesse an dem Spieler bekundet haben.

Wird Bayer Leverkusen einige Wochen fehlen: Joel Pohjanpalo.

Wird Bayer Leverkusen einige Wochen fehlen: Joel Pohjanpalo.

 

Wird Marco Rose neuer FC-Trainer?

Was passiert mit Trainer Peter Stöger? Eine klare Entscheidung, wie es mit dem Trainer der Geißböcke weitergeht, ist noch nicht gefallen. Von einer Gnadenfrist bis nach dem nächsten Spiel ist die Rede. Nun bringt die Zeitung "Reviersport" einen Nachfolger ins Spiel: Marco Rose soll demnach Favorit auf die Nachfolge von Stöger sein. Rose ist aktuell bei Red Bull Salzburg tätig und steht mit seinem Team auf Platz eins der österreichischen Liga. Marco Rose spielte zwischen 2002 und 2019 bei Mainz 05 und war unter Anderem als Co-Trainer der 05er neben Jürgen Klopp tätig.

Von Salzburg nach Köln? Marco Rose könnte einem Bericht zufolge neuer FC-Trainer werden.

Von Salzburg nach Köln? Marco Rose könnte einem Bericht zufolge neuer FC-Trainer werden.

 

Horst Heldt doch noch ein Thema?

Die Trennung von Jörg Schmadtke kam überraschend, das Interesse an Horst Heldt als Nachfolger nicht wirklich. Der 47-Jährige steht offenbar trotz Absage von 96-Chef Martin Kind noch immer ganz oben auf dem Wunschzettel der Geißböcke. Und auch Heldt ist nach wie vor an einem Wechsel interessiert. Der aus Königswinter stammende Manager hat sich am Morgen mit Kind getroffen und nach übereinstimmenden Medien-Angaben Forderungen gestellt. So wünschte sich Heldt offenbar mehr Kompetenzen bei der Kaderzusammenstellung. "Das Ergebnis ist nach wie vor offen", sagte Heldt zur "Neuen Presse". Sollten die Niedersachsen nicht auf den Manager zugehen, könnte Heldt auf einen Wechsel drängen.

Sieht dem Pokalwochenende mit gemischten Gefühlen entgegen: 96-Manager Horst Heldt.

Der mögliche neue Sportdirektor des FC: Horst Heldt.

 

FC an Bandé interessiert?

Nach Medienberichten ist der 1. FC Köln an einer Verpflichtung von Hassane Bandé interessiert. Der Linksaußen ist in dieser Saison nach Belgien zum KV Mechelen gewechselt und dort sehr erfolgreich. Bandé würde den FC rund fünf Millionen Euro kosten.

Dominic Maroh:

Dominic Maroh spielt bereits beim 1. FC Köln, doch nun gibt es neue Gerüchte um den Abwehrspieler. Der Vertrag des 30-Jährigen läuft im Sommer 2018 aus und soll verlängern werden. Wie der kicker berichtet, sind in nächster Zeit erste Gespräche über eine weitere Zusammenarbeit geplant.  Im Falle eines Abstiegs könnte Maroh demnach die Rolle einnehmen, für die er 2012 an den Rhein geholt wurde: als erfahrener Spieler, mit dem der Wiederaufstieg gelingen soll.

FC-Abwehrspieler Dominic Maroh steht die Enttäuschung nach der erneuten Niederlage ins Gesicht geschrieben.

FC-Abwehrspieler Dominic Maroh steht die Enttäuschung nach der erneuten Niederlage ins Gesicht geschrieben.

 

Anthony Modeste:

Das Thema Anthony Modeste wird in Köln offenbar zum Dauerbrenner. Der Stürmer hält sich zurzeit in Köln bei der Familie auf, da in China pausiert wird. Grund genug, die Gerüchteküche ans Kochen zu bringen. "Jetzt, wo ich in der chinesischen Saisonpause zwei Monate in Köln bin, würde ich natürlich am liebsten zum Geißbockheim fahren und mit den Jungs arbeiten und Fußball spielen", sagte der Franzose in einem Interview. Ein netter Wunsch, mehr wohl nicht. Zwar ist eine kurzfristige Leihe durchaus möglich, aber bei dem aktuellen Gehalt des Franzosen mehr als utopisch. Immerhin gab Modeste auch den Bayern einen Korb.

Zum FC-Trainingsauftakt am Montag wird Anthony Modeste erscheinen.

Zum FC-Trainingsauftakt am Montag wird Anthony Modeste erscheinen.

 

Anthony Ujah

Der hat selber eine Saison zum Vergessen hinter sich. Mit dem FC Liaoning, dem Partnerclub des FC in China, ist er in der Vorwoche aus der ersten Liga abgestiegen. Daraufhin wurde sein noch eineinhalb Jahre laufender Vertrag aufgelöst. „Ich mache jetzt Urlaub und suche dann etwas Neues“, berichtete Anthony Ujah im Gespräch mit dieser Zeitung.

Wäre eine Rückkehr zum 
FC denn vorstellbar? „Schauen wir mal“, meinte er lachend. Zunächst wohne er tatsächlich in Köln, werde schauen, was es für Angebote gibt. Im Sommer wollte ihn Hannover 96 verpflichten. Wie es der Zufall wollte, saß Hannovers Sportdirektor Horst Heldt in Köln zwei Plätze neben dem Stürmer. Doch der FC Liaoning ließ ihn damals nicht ziehen.

Anthony Ujah

Anthony Ujah ist bei den Kölner Fans nicht beliebt. Foto: Rolf Vennenbernd

 

Claudio Pizzaro

Kurz vor seinem 39. Geburtstag hat Fußballprofi Claudio Pizarro beim Bundesliga-Schlusslicht 1. FC Köln einen Einjahresvertrag unterschrieben. Mehr als die Rolle des Jokers scheint aber für den 39-Jährigen nicht drin.  In der Europa League darf der Peruaner aufgrund seiner späten Verpflichtung gar nicht ran.

Claudio Pizarro würde gerne bei der WM für Peru spielen.

Claudio Pizarro soll mit seiner Erfahrung helfen.

 

Trotzdem kann die Verpflichtung dem Verein und der Mannschaft helfen. Das findet sogar Matthias Sammer: „Das war eine gute Verpflichtung. Da bringst du einen, der weiß, wie es geht. Er wird positiven Einfluss auf die Gruppe nehmen. Was Claudio im Strafraum kann, da werden die Jungs beim 1. FC Köln noch mit den Ohren schlackern. Das ist so etwas von außergewöhnlich. Er ist ein echter Torjäger, ein fantastischer Fußballer, ein wunderbarer Mensch und ein kleines Schlitzohr im positiven Sinne.“