1. FC Köln gegen Paderborn

Vieles spricht für ein neues Tor-Spektakel beim FC

Kölns Torgarant: Simon Terodde traf bislang 23 Mal.

Kölns Torgarant: Simon Terodde traf bislang 23 Mal.

Köln. Mit dem 1. FC Köln und dem SC Paderborn treffen am Freitag die offensivstärksten Teams der 2. Fußball-Bundesliga aufeinander. Kölns Gegner verteilt die Treffer auf mehr Spieler.

39 Torschüsse und acht Treffer: Diese beiden Werte sind ein Beleg dafür, dass sich am 16. September 2018 vor 50.000 Zuschauern im Rheinenergiestadion ein Offensivspektakel abgespielt hat. Ein Tag, an dem der hoch favorisierte Bundesliga-Absteiger 1. FC Köln seine erste Saisonniederlage als Fußball-Zweitligist hinnehmen musste, und der freche Neuling SC Paderborn beim 5:3-Sieg sich und anderen bewiesen hat, was mit Mut alles möglich werden kann.

Nun steht am Freitag (18.30 Uhr/Sky) in der ebenfalls ausverkauften Benteler-Arena von Paderborn das Rückspiel an. Und eines darf vorher festgehalten werden: Dieses 3:5 am fünften Spieltag war kein Zufall, sondern Resultat der offensiven Fußball-Philosophie, die sowohl die Kölner als auch die Ostwestfalen vertreten. Eine Neuauflage dieses wilden Hinspiel-Spektakels ist sehr wahrscheinlich.

Der FC (51 Tore) und die Paderborner (50) stellen vor dem 22. Spieltag die mit Abstand stärksten Offensivreihen der 2. Liga. Zum Vergleich: Tabellenführer Hamburger SV hat es in 21 Spielen gerade mal auf 28 Treffer gebracht. Die Geißböcke, die pro Spiel 15 Mal auf das gegnerische Tor schießen und dabei im Schnitt 2,43 Mal treffen, verwerten 36,2 Prozent ihrer Torchancen (insgesamt 141). Die Paderborner, die sogar 17,3 Mal pro Partie schießen (2,38 Treffer), stehen dem Team von Trainer Markus Anfang in punkto Effizienz kaum in etwas nach und setzen 35,7 Prozent ihrer Möglichkeiten (140) erfolgreich um.

"Wir müssen wach sein"

In einer Sache unterscheiden sich die beiden Kontrahenten dann aber doch. Die Kölner verteilen ihre Torausbeute mit Simon Terodde (23) und Jhon Cordoba (10) im Wesentlichen auf zwei Spieler. Dominick Drexler (4) folgt mit einigem Abstand. Der Zweitliga-Neuling, der aus seinen jüngsten sechs Punktspielen fünf Siege eingefahren und zudem durch ein 3:1 beim MSV Duisburg erneut das DFB-Pokal-Viertelfinale erreicht hat, ist da breiter aufgestellt. Philipp Klement (11), Sven Michel (9), Bernard Tekpetey (8), Ben Zollinski und Babacar Gueye (beide 5) sind jederzeit in der Lage zu treffen. Auch Winterzugang Kai Pröger hat in drei Meisterschaftsspielen schon drei Tore erzielt.

Übrigens: Den von Ex-Stürmer Steffen Baumgart trainierten Paderbornern gelang beim 2:1 am vergangenen Samstag in Bochum bereits zum zweiten Mal in dieser Saison ein Treffer in der ersten Minute. Da sollte es bei den Kölnern klingeln, denn sie bilden mit ihren beiden Gegentoren in den ersten 60 Sekunden gegen Bochum (2:3) und Union Berlin (0:2) den passenden Gegenpart. „Wir müssen wach sein“, warnte deshalb FC-Abwehrchef Jorgé Meré mit Blick auf das Topspiel am Freitag. Als passendes Rezept verwies der 21-jährige Spanier auf das gute Pressing des FC beim 4:1-Heimsieg gegen St. Pauli: „Da hat es gut funktioniert.“