1. FC Köln

Online-Petition für Dominic Maroh vom 1. FC Köln

Mit einer starken Leistung gegen Leverkusen hat Dominic Maroh wieder auf sich aufmerksam gemacht. Sein Vertrag in Köln läuft aus.

Mit einer starken Leistung gegen Leverkusen hat Dominic Maroh wieder auf sich aufmerksam gemacht. Sein Vertrag in Köln läuft aus.

KÖLN. Ein Siegburger startete den Aufruf: 7400 FC-Fans haben sich schon für einen Verbleib des Innenverteidigers beim 1. FC Köln ausgesprochen. Dessen Vertrag läuft am Ende der Saison aus.

Dominic Maroh schweigt. In den Tagen nach seinem emotionalen und tränenreichen Auftritt beim 2:0-Derbysieg gegen Bayer 04 Leverkusen möchte der Innenverteidiger des 1. FC Köln offensichtlich lieber nicht über seine Zukunft sprechen und lehnte alle Interviewanfragen ab. Sein Vertrag bei den Geißböcken läuft im Sommer aus, die Vertragsverhandlungen verliefen bislang ergebnislos und liegen aktuell auf Eis. „Ich habe ihn das ersten Mal auf dem Platz gesehen. Er hat seine Sache sehr gut gemacht. Aber ich werde mich zu keinem Spieler öffentlich äußern, solange nicht klar ist, in welcher Liga wir nächste Saison spielen“, erklärte FC-Sportchef Armin Veh.

Eine Aussage, mit der sich Lars Piller nicht zufrieden gibt. Der FC-Fan aus Siegburg startete nach dem Derbysieg eine Online-Petition, damit Marohs Vertrag beim 1. FC Köln verlängert wird. Bis Mittwoch 18 Uhr fand der 39-Jährige schon 7400 Unterstützer. „Ich möchte Dominik Maroh auch im nächsten Jahr im Trikot des 1. FC Köln sehen. Egal in welcher Liga gehört er zu den Identifikationsfiguren des Vereins. Er steht für Konstanz und ehrliche Arbeit“, lautet Pillers Aufruf im Internet.

Hoher Stellenwert

Die Zahl der Unterstützer zeigt, welchen Stellenwert Maroh bei den FC-Fans besitzt. Seit 2012 trägt der Deutsch-Slowene das Trikot mit dem Geißblock-Emblem und war sowohl in den Zweitliga-Jahren als auch nach dem Wiederaufstieg eine verlässliche Größe in der FC-Defensive. Nachdem er sich bereits in der vergangenen Saison nach zwei schweren Verletzungen (Rippenbruch und Schlüsselbeinbruch) zurückgekämpft hatte, musste er auch in dieser Saison einen gesundheitlichen Rückschlag verkraften.

Beim Europa-League-Heimspiel gegen Arsenal London (1:0) zog sich der 31-Jährige am 23. November 2017 eine Muskelverletzung zu, die ihn bis zur Winterpause außer Gefecht setzte. Unter dem neuen Trainer Stefan Ruthenbeck kam er dann in der Rückrunde nicht zum Einsatz, obwohl die Kölner Defensive mit Frederik Sörensen, Jorge Meré und Dominique Heintz nicht immer zu überzeugen wusste. Erst als sich Sörensen beim 1:3 in Bremen die Nase brach, durfte Maroh nach 116 Tagen Zwangspause gegen Leverkusen wieder ran – und überzeugte als Abwehrchef sofort voll. Nicht zuletzt wegen ihm gab es das dritte „zu Null“ im 13. Bundesligaspiel unter Stefan Ruthenbeck.

„Ich bin einfach froh, dass ich gesund bin und nach so langer Zeit wieder Fußball spielen darf. Ich kann die letzten Monate nicht ganz vergessen, in denen ich lange gewartet und mich in den Dienst der Mannschaft gestellt habe, wirklich ruhig war und versucht habe, von außen zu helfen“, erklärte Maroh auf einer Facebook-Seite.

Unaufgeregt und sachlich

Sein aktueller Trainer äußerte sich unaufgeregt und sachlich zur Online-Petition und Vertragssituation des Defensivspielers. „Das sind doch tolle Gesten der Fans, dass sie sich mit ihm identifizieren. Dominic ist lange im Verein und spiegelt genau das wider, was die Fans sehen wollen: Leidenschaft, Zweikampfqualität und gute Grätschen.“ Qualitäten, die laut Ruthenbeck letztlich auch zu einer Vertragsverlängerung führen können: „Die Entscheidung trifft der Verein. Die Erfahrung bei solchen Fällen zeigt aber, dass sich diese Entscheidungen meist von alleine finden und sich an den gezeigten Leistungen orientieren. Schauen wir mal, was die Zukunft bringt.“

Wenn Ruthenbeck Maroh also auch bei einer Rückkehr von Sörensen aufstellt und der gebürtige Nürtinger weiter solche starken Leistungen wie gegen Leverkusen zeigt, sollte einer Vertragsverlängerung nichts im Wege stehen. Zumal sie im Fall von Dominic Maroh sowohl im Falle eines Abstiegs als auch beim Klassenerhalt Sinn machen würde – die Frage nach der Ligazugehörigkeit sich also nicht wirklich stellt.