Transfergerüchte beim 1. FC Köln

Modeste, Modeste, immer wieder Modeste!

Köln. Beim 1. FC Köln will die Verletztenmisere nicht abreißen, der aktuelle Tabellenstand gibt wenig Grund zur Hoffnung. Über Veränderungen wird dementsprechend viel diskutiert. Fast schon obligatorisch auch über Modeste!

Ob der Abgang von Anthony Modeste der einzige Grund für die sportliche Talfahrt in Köln ist, bleibt fraglich. Feststeht: Für den Top-Stürmer der vergangenen Saison hat der FC keinen adäquaten Ersatz gefunden. Nach der anhaltenden Verletztenmisere nicht die einzige Baustelle im aktuellen Kader. Jörg Schmadtke wird bei der Planung nicht mehr helfen. Der in den vergangenen Jahren gefeierte Manager zog aus der miserablen sportlichen Situation die Konsequenz und räumte seinen Stuhl. Nun soll es auch Trainer Peter Stöger richten. Und das Thema Modeste kocht plötzlich wieder hoch.

Zugänge:

Anthony Modeste:

Das Thema Anthony Modeste wird in Köln offenbar zum Dauerbrenner. Der Stürmer hält sich zurzeit in Köln bei der Familie auf, da in China pausiert wird. Grund genug, die Gerüchteküche ans Kochen zu bringen. "Jetzt, wo ich in der chinesischen Saisonpause zwei Monate in Köln bin, würde ich natürlich am liebsten zum Geißbockheim fahren und mit den Jungs arbeiten und Fußball spielen", sagte der Franzose in einem Interview. Ein netter Wunsch, mehr wohl nicht. Zwar ist eine kurzfristige Leihe durchaus möglich, aber bei dem aktuellen Gehalt des Franzosen mehr als utopisch. Immerhin gab Modeste auch den Bayern einen Korb.

Zum FC-Trainingsauftakt am Montag wird Anthony Modeste erscheinen.

Zum FC-Trainingsauftakt am Montag wird Anthony Modeste erscheinen.

 

Anthony Ujah

Der hat selber eine Saison zum Vergessen hinter sich. Mit dem FC Liaoning, dem Partnerclub des FC in China, ist er in der Vorwoche aus der ersten Liga abgestiegen. Daraufhin wurde sein noch eineinhalb Jahre laufender Vertrag aufgelöst. „Ich mache jetzt Urlaub und suche dann etwas Neues“, berichtete Anthony Ujah im Gespräch mit dieser Zeitung.

Wäre eine Rückkehr zum 
FC denn vorstellbar? „Schauen wir mal“, meinte er lachend. Zunächst wohne er tatsächlich in Köln, werde schauen, was es für Angebote gibt. Im Sommer wollte ihn Hannover 96 verpflichten. Wie es der Zufall wollte, saß Hannovers Sportdirektor Horst Heldt in Köln zwei Plätze neben dem Stürmer. Doch der FC Liaoning ließ ihn damals nicht ziehen.

Anthony Ujah

Anthony Ujah ist bei den Kölner Fans nicht beliebt. Foto: Rolf Vennenbernd

Claudio Pizzaro

Kurz vor seinem 39. Geburtstag hat Fußballprofi Claudio Pizarro beim Bundesliga-Schlusslicht 1. FC Köln einen Einjahresvertrag unterschrieben. Mehr als die Rolle des Jokers scheint aber für den 39-Jährigen nicht drin.  In der Europa League darf der Peruaner aufgrund seiner späten Verpflichtung gar nicht ran.

Claudio Pizarro würde gerne bei der WM für Peru spielen.

Claudio Pizarro soll mit seiner Erfahrung helfen.

Trotzdem kann die Verpflichtung dem Verein und der Mannschaft helfen. Das findet sogar Matthias Sammer: „Das war eine gute Verpflichtung. Da bringst du einen, der weiß, wie es geht. Er wird positiven Einfluss auf die Gruppe nehmen. Was Claudio im Strafraum kann, da werden die Jungs beim 1. FC Köln noch mit den Ohren schlackern. Das ist so etwas von außergewöhnlich. Er ist ein echter Torjäger, ein fantastischer Fußballer, ein wunderbarer Mensch und ein kleines Schlitzohr im positiven Sinne.“

 

Abgänge:

Jorge Meré

Wie die Marca berichtet, ist der spanische Erstligist SD Eibar an den Diensten des Innenverteidigers interessiert. Die Verletzung von Dominique Heintz macht einen Abgang allerdings deutlich unrealistischer. So erhält der U21-Nationalspieler sicherlich die Chance auf mehr Einsätze.

Jörg Schmadtke

Die Trennung von Jörg Schmadtke kam für viele überraschend. Schließlich galt der ehemalige Sportdirektor als einer der Erfolgsgaranten der vergangenen Jahre. Aufstieg, Europapokal und Anthony Modeste. Schmadtke stellte häufig die Weichen.

Für die kommende Woche war eine Gesprächsrunde anberaumt, in der Jörg Schmadtke mit dem Trainer-Team sowie der Scouting-Abteilung mögliche Wintertransfer besprechen wollte. „Das wird nun ohne Jörg stattfinden“, erklärte Peter Stöger.

Jörg Schmadtke widerspricht Medienberichten, er habe Trainer Peter Stöger entlassen wollen.

Jörg Schmadtke widerspricht Medienberichten, er habe Trainer Peter Stöger entlassen wollen.

Statt des ehemaligen Sportchefs wird Jörg Jakobs der Gruppe nun angehören und sie leiten. Der Sportdirektor, der für die Nachwuchsabteilung verantwortlich ist, wird sich bis auf weiteres auch um die personellen Belange des Profis-Teams kümmern. Das verkündete FC-Präsident Werner Spinner.