1. FC Köln

Milos Jojic wechselt in die Türkei

Nicht mehr für den FC wird künftig Milos Jojic jubeln. Der Serbe geht nach Istanbul zu Basaksehir FK.

Nicht mehr für den FC wird künftig Milos Jojic jubeln. Der Serbe geht nach Istanbul zu Basaksehir FK.

KÖLN. Nach drei Jahren beim 1. FC Köln schließt sich der serbische Mittelfeldspieler Istanbul Basaksehir FK an. Die Ablösesumme soll rund zwei Millionen Euro betragen.

Acht Tage dauerte es, dann war am frühen Dienstagabend alles klar: Sowohl der 1. FC Köln als auch Basaksehir FK meldeten den Wechsel von Milos Jojic als perfekt. Der Offensivspieler, der vor drei Jahren von Borussia Dortmund zum FC gekommen war, schließt sich nun dem Istanbuler Erstligisten an.

„Milos wollte sich gerne verändern. Mit dem Wechsel zu Basaksehir hat er sehr gute Bedingungen für einen Neuanfang. Wir danken ihm für seinen Einsatz für den FC und wünschen ihm alles Gute und viel Erfolg“, gab der Kölner Sportchef Armin Veh dem 26-Jährigen mit auf den Weg.

Über die Ablösesumme für den Mittelfeldspieler, der noch bis Juni 2019 beim FC unter Vertrag stand, wurde das obligatorische Stillschweigen vereinbart. Dem Vernehmen nach soll sie sich aber in einer Höhe von rund zwei Millionen Euro bewegt haben. Vor drei Jahren hatten die Kölner etwa drei Millionen Euro für ihn bezahlt.

Bereits am Dienstagmittag hatte FC-Trainer Markus Anfang erstmals bestätigt, dass Jojic in Verhandlungen mit einem Verein stand. Er sei dabei „umzuplanen, was seine Situation betrifft“. Das hatte Jojic bereits im Dezember getan, doch keine Freigabe vom FC erhalten. Damals war der belgische Erstligist KAA Gent an ihm interessiert gewesen.

Anfang zeigte nun keine Verwendung mehr für den Mittelfeldspieler, der das Tempo im Spiel nach vorne eher verschleppte, als es zu forcieren.

Während Jojic seinen Transfer zu Ende brachte, ging es für seine Kollegen in den Einheiten am Dienstag kräftig zur Sache. Nach den zumeist schwachen Vorstellungen bei den Testspielen in Bonn (0:1) und Wuppertal (2:2) zogen Markus Anfang und sein Trainerteam die Zügel an.

Armin Veh als stiller Beobachter

Von ihrer Seite ging es bei den Spielformen lautstark zu, während die Spieler in den Zweikämpfen intensiv hinlangten. Als das Aufbauspiel zu Beginn wieder einmal nicht funktionierte, brüllte Co-Trainer Tom Cichon: „Das ist nicht das, was wir spielen wollen.“ Ein anderes Mal unterbrach Anfang und wies darauf hin, dass man nicht mit zu Boden auf den Ball gerichtetem Blick erkennen könne, wo vorn ein Kollege anspielbar sei.

Zu den stillen Beobachtern eines Teils der Vormittagseinheit gehörte auch Veh. Der hatte am Sonntag gefordert, dass die Spieler langsam das Verständnis für das neue Spielsystem verinnerlichen müssten. Andererseits stellte der Sportchef auch fest, dass im Training hart gearbeitet werde, der Umgang dort nicht zu lasch sei. Daran habe es nicht gelegen, dass noch nicht alles umgesetzt werde.

Anfang korrigiertlautstark im Training

Nach den jüngsten Testspielen hatten sich Veh und Anfang wieder einmal zusammengesetzt, um das Dargebotene zu analysieren. Bewusst habe man bislang allen Spielern gleich lange Einsatzzeiten gegeben, um ihnen Chancengleichheit zu ermöglichen. Dann habe man beraten, wer wie gespielt und die neue, auf einem 4-1-4-1-System beruhende Spielidee am besten umgesetzt habe.

„So sind wir im ständigen Austausch und sehen, auf wen wir mehr bauen können“, sagte Anfang und ließ damit durchblicken, dass schon deutliche Unterschiede in der Anwendung der Taktik zu sehen seien.