Wechsel zum 1. FC Köln?

Lukas Podolski will noch einmal im FC-Trikot spielen

Mit Weltpokalen kennt sich Lukas Podolski als Fußball-Weltmeister aus.

Mit Weltpokalen kennt sich Lukas Podolski als Fußball-Weltmeister aus.

Köln. Ex-Nationalspieler Lukas Podolski bekräftigt Hoffnung auf eine Rückkehr zum 1. FC Köln. Ein vorzeitiger Wechsel von seinem japanischen Club Vissel Kobe zum FC wäre im Sommer möglich.

Obwohl erst tags zuvor aus Japan nach Köln zurückgekehrt, betätigte sich Lukas Podolski am Montag bereits wieder in seiner Heimatstadt als Botschafter für die Handball-WM. Dabei sprach er auch über seine Zukunft und den Wunsch, zum 1. FC Köln zurückzukehren.

Herr Podolski, kehrt der FC im Sommer in die Bundesliga zurück?

Lukas Podolski: Alles andere wäre eine Enttäuschung. Es sieht momentan so aus, dass man sich etwas absetzt. Der Weg führt nur über Hamburg und Köln. Am Ende setzt sich die Qualität durch.

Wo liegt die Stärke des Teams?

Podolski: Sie besitzt enorme Qualität. Kurzfristig geht es da um den Aufstieg. Alles andere müssen die Verantwortlichen planen und entscheiden. Ich bin da jetzt noch nicht so weit im Verein, dass ich eine Meinung habe oder sage, was im Fall des Aufstiegs geändert werden sollte.

War die Modeste-Verpflichtung nur gut für die Außendarstellung, oder ist sie auch eine sportliche Verstärkung?

Podolski: Da habe ich keine Meinung zu. Das müssen die Verantwortlichen selber wissen.

Die Offensive ist auch ohne ihn derzeit sehr stark.

Podolski: Ja, es läuft, die Stürmer treffen. Es ist nicht so eine Position, bei der Not am Mann wäre. Aber er wollte zurück, der Verein wollte ihn, man hat sich geeinigt, darum ist er da. Ob er der Mannschaft jetzt noch helfen kann oder ob er die Spielberechtigung erst im neuen Jahr bekommt, muss man sehen.

Aktuell wäre seine Verpflichtung also nicht erforderlich gewesen?

Podolski: Das sagte ich ja schon. Ich bin ja auch schon ins Gespräch gebracht worden, ohne dass es von mir kam. Die Presse bohrte und fragte: Was ist mit Poldi? Da wurde von den FC-Verantwortlichen gesagt: Einerseits hat er noch einen Vertrag in Japan, andererseits haben wir auf der Position ein Übergewicht und suchen nichts. Jetzt hatte man schon vier Stürmer und holte noch einen fünften. Da sieht man, in welche Richtung es geht.

Toni Schumacher und Alexander Wehrle waren im vergangenen April bei Ihnen in Kobe. Es ging um Sponsorensuche.

Podolski: Ja, aber es ging auch um sportliche Dinge. Jeder kennt meinen Standpunkt zum FC und zur Stadt Köln. Der ändert sich auch nicht.

Sie haben noch ein Jahr Vertrag. Wann käme ein Wechsel in Frage?

Podolski: Normalerweise im Januar 2020. Aber es werden schon im nächsten Sommer Gespräche stattfinden. Da sieht man, was für Angebote vorliegen, da will man wissen, welche Perspektiven sich einem bieten und da fragt man sich, was man selber will. Dann trifft man eine Entscheidung. Ob es noch einmal Japan ist oder ein anderes Land, weiß ich nicht. Ich will nicht lügen und sagen, nur die Bundesliga soll es sein, und dann gehe ich doch in ein anderes Land.

Wäre ein Wechsel schon im Sommer denkbar?

Podolski: Alles kann passieren. Wenn ein Verein kommt und sagt: Wir wollen den Podolski haben, wie ist der Stand? Und wenn ich sage: Ja, gerne, und Kobe stimmt dem zu, dann passiert so etwas. Das ist aber nicht mein Plan. Ich bin absolut zufrieden in Japan.

Besitzt der 1. FC Köln Priorität bei einem Wechsel?

Podolski: Es gibt noch keinen Kontakt zum FC wegen eines Wechsels oder etwas anderem. Es soll auch nicht der Eindruck entstehen, dass ich mich da anbieten muss. Ich bin topfit, ich kenne meine Stärken. Jeder kennt den Typ und den Fußballer Lukas Podolski. Natürlich muss man auch so ehrlich sein und sagen, mit jedem Jahr, das man älter wird, wird es schwieriger. Man bringt nicht mehr das, was vor zehn Jahren möglich war. Aber nochmals: So lange der Kopf und die Beine mitmachen, das Training und die Spiele Spaß machen – und das macht es, vor allem jetzt in Japan – so lange werde ich Fußball spielen. Und ob es dann noch mal im FC-Trikot sein wird, was mein Wunsch ist, wird man sehen. Die FC-Verantwortlichen kennen meinen Standpunkt. Sie waren bei mir in Japan, und wir haben nicht nur über Kobe, sondern auch über das gesprochen, was ich mir vorstelle. Aber zunächst soll der FC erst mal wieder in die Bundesliga aufsteigen, und ich spiele noch in Japan. Alles andere werden wir dann sehen.