Köln unterliegt im Montagsspiel

Keine Punkte für den FC in Bremen

Claudio Pizarro fasst sich an den Kopf.

Claudio Pizarro fasst sich an den Kopf.

Bremen . Der 1.FC Köln wollte den Hamburger SV als Schlusslicht ablösen. Doch dazu reicht es nicht. Mit 1:3 (0:1) verlor man bei offensivstarken Bremern und verspielte einen weiteren Funken Hoffnung auf den Klassenerhalt.

Der FC begann mit genau der gleichen Aufstellung wie im Spiel zuvor gegen Stuttgart. Damit war auch Claudio Pizarro vom Anpfiff an auf dem Platz. Als Stadionsprecher Arnd Zeigler die Kölner Startelf verlas, gab es großen Applaus von den heimischen Fans für den früheren Werderaner. Der hatte 206 Bundesligaspiele für die Bremer absolviert und hält mit 104 Treffern den Vereinsrekord.  

Gegen seine ehemaligen Kollegen, mit denen er bis zum letzten Sommer noch zusammen spielte, war er mehr mit Zweikämpfen im Mittelfeld beschäftigt als mit Torraumszenen. Denn meist sahen sich die Kölner den mehr oder weniger heftigen Attacken der Bremer ausgesetzt.

Dennoch hatte Timo Horn im FC-Tor, der vor dem Spiel aufmunternde Sprechchöre der FC-Fans nach seinen Patzern gegen Stuttgart zu hören bekam, kaum etwas zu tun. Erst in der 29. Minute wurde er zu einer ersten Glanztat herausgefordert. Max Kruse zog von der Strafraumgrenze ab, doch der Torwart war in der Ecke und faustete die rutschige Kunststoffkugel weg.

Kurz vor dem Spielbeginn hatte es wie aus Kübeln zu regnen begonnen, was das Spiel für alle Beteiligten nicht gerade erleichterte. Auf der rutschigen Unterlage war es für Schiedsrichter Benjamin Brand nicht immer einfach zwischen Fouls und Ausrutschern zu unterscheiden.

Völlig richtig lag er in der 25. Minute, als die Bremer einen Strafstoß forderten. Doch Marco Höger spielte im eigenen Strafraum den Ball, während Milot Rashica zu Boden ging.

Als in der 33. Minute der Kölner gefoult im Anstoßkreis lag, gab es auch keinen Pfiff, was Folgen haben sollte. Die Kölner waren ungeordnet und ließen einen Eckball zu. Den zirkelte Zlatko Junuzovic in den Strafraum. Jonas Hector sprang unter dem Ball durch, Vincent Koziello ging nicht mit dem aufgerückten Milos Veljkovic mit, der freistehend aus zehn Metern zum 1:0 traf.

Von den Kölnern kam im ersten Durchgang überhaupt nichts auf das Werder-Tor. Die Offensive fand nicht statt. Egal ob Konter oder kombiniertes Spiel, der Ball wurde meist in Strafraumhöhe an die Hausherren verloren.

Mit der zweiten Halbzeit kamen Leonardo Bittencourt für den enttäuschenden Simon Terodde und Salih Özcan für den angeschlagenen Marco Höger. Mit ihnen kamen die Gäste stärker auf, und nach 53 Minuten stand es 1:1. Einen der Angriffe schloss Yuya Osako mit einem feinen Torschuss ab, nachdem ihn Publikumsliebling Claudio Pizarro bedient hatte.

Lange wehrte die Freude aber nicht. Nur fünf Minuten später wurden die angreifenden Kölner ausgekontert. Diesmal machte es Milot Rashica besser, als er den Ball alleine vor Timo Horn an ihm vorbei einschob.

Dieser schnelle neuerliche Rückschlag setzte den Kölnern sichtlich zu. Ob es daran lag oder am fehlenden Glück. Jedenfalls vergab ausgerechnet Claudio Pizarro in der 76. Minute eine Großchance, als er eine Risse-Flanke am leeren rechten Eck haarscharf vorbei köpfte.

Besser machten es die Gastgeber in der 90. Minute, als Maximilian Eggestein einen Konter zum 3:1 abschloss. Es war die Folge des Alles-oder-nichts-Spiels, das der FC angesichts des zuvor knappen Rückstands eingehen musste.

Bremen: Pavlenka; Gebre Selassie, Velkovic, Moisander, Augustinsson; Eggestein, Delaney; Rashica (66. Belfodil),  Junuzovic, Kainz (83. Langkamp); Kruse (90.+1 Bauer).

Köln: T.Horn; Sörensen (46. Özcan), Meré, Heintz; Risse, Hector; Höger (82. Cordoba), Koziello; Osako, Pizarro; Terodde (46. Bittencourt).

SR: Brand (Unterspiesheim).
Tore: 1:0 Veljkovic (33.), 1:1 Osako (53.), 2:1 Rashica (58.), 3:1 Eggestein (89.).
Zuschauer: 41.100.
Gelbe Karten: Sörensen, Heintz, Özcan.