1. FC Köln

Jörg Schmadtke als "Manager der Saison" ausgezeichnet

„Typ und Manager der Saison“: Ewald Lienen und Jörg Schmadtke zwischen Wolfgang Niedecken (l.) und Andreas Rettig (r.). (Foto: Bucco)

„Typ und Manager der Saison“: Ewald Lienen und Jörg Schmadtke zwischen Wolfgang Niedecken (l.) und Andreas Rettig (r.). (Foto: Bucco)

KÖLN. Das „11Freunde“-Magazin ehrt Jörg Schmadtke vom 1. FC Köln als „Manager des Jahres“. Dank ihm hat sich der 1.FC Köln erstmals seit 25 Jahren wieder für den Europapokal qualifiziert.

Jörg Schmadtke kennt sich mit schwierigen Fällen aus. Alemannia Aachen führte der 53-Jährige als Manager-Novize von der Fast-Insolvenz in die Bundesliga und ins internationale Geschäft. In Hannover bewahrte der ehemalige Torwart zwischen den Stühlen von Präsident Martin Kind und Trainer Mirko Slomka die Ruhe und bescherte den 96ern zweimal die Europa League. Als wären diese beiden schwer therapierbaren Traditionsclubs nicht schon genug, versuchte sich Schmadtke schließlich an der verrücktesten Nummer. Als Geschäftsführer Sport und mit einer Zwangsjacke bewaffnet befriedete der gebürtige Düsseldorfer auch noch den 1. FC Köln. Die Geißböcke haben sich erstmals nach 25 Jahren wieder für den Europapokal qualifiziert –- auch dank „Dr. Schmadtke“.

Die Redaktion des Fußball-Magazins „11Freunde“ nahm Schmadtkes therapeutischen Hattrick zum Anlass, ihn am Freitag in der Kölner Flora als Manager der Saison 2016/17 auszuzeichnen. Als die Wahl auf Kölns Geschäftsführer fiel, war übrigens noch nicht klar, dass es Schmadtke im Verbund mit FC-Finanzchef Alexander Wehrle gelingen würde, als einziger Bundesligist den Transfer eines Spielers nach China über die Bühne zu bringen. Allen Schwierigkeiten zum Trotz wickelte das FC-Führungsduo vergangenen Mittwoch den Wechsel von Anthony Modeste nach Tianjin ab und durfte sich über eine Ablöse von mehr als 30 Millionen Euro freuen.

Genug Geld für den Transfermarkt bleibt

Ein Transfer, an dem auch die TSG 1899 Hoffenheim als Ex-Verein von Modeste mit wohl zehn Prozent der Ablöse partizipiert. „Da hat der Kollege Schmadtke hervorragend verhandelt“, bedankte sich TSG-Manager Alexander Rosen via Deutscher Presse Agentur. „Für uns bedeutet das einen Reinerlös von mehreren Millionen.“ Dem FC und Schmadtke bleibt dennoch genug Geld, um auf dem Transfermarkt zuzuschlagen. Eine Verpflichtung des Hoffenheimers Mark Uth hat sich aber zerschlagen. „Uth wird bleiben“, erklärte Rosen.

Was aus dem Transfer von Jorge Meré von Sporting Gijón nach Köln wird, entscheidet sich möglicherweise am Montag. Der 20-jährige Innenverteidiger verabschiedete sich am Sonntag vom spanischen Erstliga-Absteiger und erklärte, dass er ausgeliehen werde – entweder zum FC Malaga oder zu einem ausländischen Club. Spanische Medien berichteten, dass Meré am Montag zum Medizincheck in Malaga erwartet werde. Schmadtke wollte auf Anfrage dieser Zeitung weder die Personalie Uth noch die Meldungen über Meré kommentieren: „Wenn die Medien meinen, sie müssen das schreiben, sollen sie es tun“, brummte der FC-Manager.

Mit einem klaren „Nein“ beantwortete er die Frage, ob es Angebote für Spieler aus dem aktuellen FC-Kader gibt. Medienberichten zufolge soll Eintracht Frankfurt seine Fühler nach Konstantin Rausch ausgestreckt haben.