Fifa entscheidet über Modestes Spielberechtigung

In den Kölner Jubel um die Verpflichtung von Anthony Modeste platzte noch in der Nacht zu Sonntag eine verärgerte Reaktion von Tianjin Quanjian. „Wir werden alles tun, um unsere Interessen zu verteidigen. Wir haben uns vorbereitet, um eine Klage gegen den 1. FC Köln und Anthony Modeste vor dem Sportgerichtshof Cas zu initiieren.“ Eine Reaktion, die nichts anderes bedeuten kann, als dass es von Seiten des chinesischen Erstligisten keinen rückwirkenden Auflösungsvertrag für den 30-Jährigen gibt.

Modeste hatte seinen bis 2020 laufenden Vertrag bei Tianjin aufgrund ausbleibender Gehaltszahlungen einseitig und fristlos gekündigt und war zu seiner Familie nach Köln zurückgekehrt. Der Vorgang liegt derzeit beim Weltfußballverband Fifa. Eine Entscheidung kann sich allerdings bis 2019 oder sogar 2020 hinziehen. So lange dürfte Modeste dann nicht seinem Beruf nachgehen.

Der 1. FC Köln ist aber davon überzeugt, einen Weg gefunden zu haben, bereits vorher eine Spielberechtigung für den Torjäger zu erwirken. „Nach den Bewertungen unserer Anwälte und dem Anwalt von Anthony Modeste hat er wirksam gekündigt. Entsprechend werden wir das vorgeschriebene Verfahren bei der Fifa einleiten und gehen davon aus, dass Tony zeitnah eine Spielgenehmigung erhält“, erklärte FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle. Der Zweitligist hat demnach seinen Transfervertrag mit dem Franzosen zur Fifa geschickt und muss nun auf eine Entscheidung warten. Das Verfahren zwischen Modeste und Tianjin Quanjian läuft unabhängig davon. Modeste wird am Dienstag erstmals mit der Mannschaft trainieren. (sna)