1. FC Köln

FC kommt in Magdeburg nicht über 1:1 hinaus

Simon Terodde brachte die Kölner in Führung.

MAGDEBURG. Der 1. FC Köln verabschiedet sich mit einem 1:1-Unentschieden aus der 2. Bundesliga. Überschattet wurde die Partie in Magdeburg von Ausschreitungen. Das Spiel musste unterbrochen werden.

Mit einer spielerisch eher dürftigen Vorstellung hat sich der 1. FC Köln aus der 2. Bundesliga verabschiedet. Das 1:1 beim Absteiger 1. FC Magdeburg war allerdings auch kein Gradmesser mehr für den Tabellenführer. Denn dessen Startelf wies sieben Änderungen gegenüber der vorherigen Partie auf.

„Wir wollten uns mit einer ordentlichen Leistung verabschieden und etwas mitnehmen. Nach dem Aufstieg vor zwei Wochen war ein gewisser Spannungsabfall festzustellen, aber wir haben es geschafft, nochmals einen weiteren Punkt zwischen uns und unsere Verfolger zu bringen“, meinte FC-Interimstrainer André Pawlak.

Dabei hatte die Begegnung so verheißungsvoll für die Kölner begonnen. Bereits in der dritten Minute gingen sie in Führung. Nach einer feinen Flanke von Florian Kainz stand Simon Terodde wieder einmal goldrichtig und nickte zur frühen Führung ein.

Simon Terodde hatte zweiten Treffer auf dem Fuß

Es war sein 29. Saisontreffer, dem allerdings kein weiterer folgen sollte. Damit fehlten ihm am Ende drei Tore, um den Zweitligarekord von Sven Demandt von 121 Treffern im Fußball-Unterhaus einzustellen.

„Man darf nicht immer das Negative sehen, dass ich den Rekord nicht geknackt habe. 29 Tore habe ich mir vor der Saison nicht vorstellen können. Im ersten Saisonspiel habe ich ja auch noch auf der Bank gesessen und gar nicht gespielt. Deshalb sind 29 toll. Da muss ich mich einmal kneifen. Das steht für immer“, meinte der 30-Jährige.

Allerdings hat er den Rekord noch nicht so ganz aus den Augen verloren, wie sein Zusatz erkennen ließ. „Bevor ich meine Fußballschuhe an den Nagel hänge, würde ich mir den Rekord gerne noch holen“, spielte Terodde verschmitzt auf eine Zweitligasaison zum Karriereende in der Zukunft an, um dann hinzuzufügen: „Aber jetzt kommt erst einmal die Erste Liga.“

Um dort bestehen zu können, darf sich der 1. FC Köln natürlich nicht so eine wilde Spielerei leisten wie beim Zweitliga-Absteiger. Dabei stand die Abwehr bis auf wenige Szenen noch relativ gut. In der ersten Halbzeit musste Thomas Kessler, der zum Saisonabschluss als Dankeschön den Vorzug vor Timo Horn erhielt, zwei Mal rettend eingreifen.

In der 18. Minute lenkte er einen Distanzschuss von Marcel Costly an die Unterkannte der Latte, in der 34. Minute einen Schuss des Magdeburgers um den Pfosten.

Innenverteidiger Cizchos: "Das war unnötig"

Im zweiten Spielabschnitt war der gebürtige Kölner auch gut auf dem Posten, musste sich allerdings in der 53. Minute geschlagen geben. Als sich Felix Lohkempfer nach einem Konter durchspielte und freie Bahn hatte, gelang dem Mittelfeldspieler der Ausgleich.

„Das war unnötig. Da hätten wir besser aufpassen müssen. So haben wir zwei Punkte verschenkt. So ein Spiel muss man auch einmal zu null nach Hause bringen“, meinte Innenverteidiger Rafael Cizchos. Allerdings sah auch er das Problem mehr in der Offensive. „Wir hätten den Sack vorher zumachen können. Die Chancen waren da. Aber entweder haben wir sie nicht genutzt, oder wir haben es nicht konsequent zu Ende gespielt.“

Nun sei jeder in der Mannschaft froh, dass die Saison zu Ende sei. Da stimmte ihm Simon Terodde zu, der meinte: „Es war eine Saison mit Höhen und Tiefen und einem guten Abschluss mit dem Aufstieg. Es war vor allem mental nicht einfach für uns Spieler. Und dem Hamburger SV als Mitabsteiger im Vorjahr ist das nicht gelungen, was wir mit dem direkten Wiederaufstieg geschafft haben.“

Magdeburg: Loria (86. Brunst); Müller, Erdmann, Perthel; Chahed, Hammann, Rother (75. Weil), Preißinger; Costly, Lohkemper; Beck. – Köln: Kessler; Bader, Sobiech, Czichos (86. Sörensen), Hector; Geis; Hauptmann (60. Koziello), Schaub, Özcan, Kainz (78. Höger); Terodde. – SR: Waschitzki (Essen). – Tore: 0:1 Terodde (3.), 1:1 Lohkemper (53.). – Zuschauer: 18.902. – Gelbe Karte: Müller, Rother – Sobiech, Schaub.