1. FC Köln im DFB-Pokal

FC gewinnt gegen Wiesbaden nach Elfmeterschießen

Die Kölner Kingsley Schindler (l) und Torschütze Florian Kainz jubeln nach dem Tor zum 2:0.

Die Kölner Kingsley Schindler (l) und Torschütze Florian Kainz jubeln nach dem Tor zum 2:0.

Wiesbaden. Der 1. FC Köln hat sich im DFB-Pokal eine Runde weitergezittert. Gegen den SV Wehen Wiesbaden setzte sich die Mannschaft von Trainer Achim Beierlorzer erst im Elfmeterschießen durch.

Mit einem verwandelten Elfmeter im Elfmeterschießen hat Neuzugang Birger Verstraete den 1. FC Köln in die zweite Runde des DFB-Pokals geschossen. Nach 120 Minuten hatte es 3:3 gestanden. Das Elfmeterschießen gewannen die Kölner mit 3:2, wobei Timo Horn drei Schüsse abwehrte.

Bei der Startelf überraschte Achim Beierlorzer damit, Dominick Drexler ins zentrale Mittelfeld neben Birger Verstraete zu stellen. In Testspielen hatte er damit bereits experimentiert. Dadurch konnte Florian Kainz über links kommen. Rechts erhielt Kingsley Schindler den Vorzug vor Louis Schaub.

Mit den beiden letztgenannten Spielern lag der Trainer hinsichtlich der 2:0-Halbzeitführung vollkommen richtig. Zunächst flankte Florian Kainz (39.) exakt von links in Richtung zweitem Pfosten, wo sich Jhon Cordoba wuchtig durchsetzte und einköpfte. Drei Minuten später gab Kingsley Schindler den Ball von rechts herein, und Kainz donnerte ihn volley per Seitfallzieher in die Maschen.

Diese Führung war Ausdruck einer deutlichen Steigerung des Bundesligisten. Der hatte fahrig und unkonzentriert begonnen. Nur dem aufmerksamen Einsatz von Kingsley Ehizibue war es zu verdanken, dass der Favorit nicht in Rückstand geraten war.

Nach 124 Sekunden rettete der Rechtsverteidiger kurz vor der Linie bei einem Schuss von Nicklas Shipnoski über den herausstürmenden Timo Horn hinweg. In der 21. Minute ein ähnliches Bild: Diesmal schlug der Niederländer den Ball aus der Gefahrenzone, nachdem Maximilian Dittgen ihn über den FC-Torwart gelupft hatte.

Diese 2:0-Führung beruhigte das Spiel der Gäste zu Beginn des zweiten Durchgangs aber nicht. So kamen die Hausherren in der 53. Minute zum Anschlusstreffer. Zunächst hatte Timo Horn bei einem verdeckten Flachschuss noch per Faustabwehr pariert. Doch der Ball landete genau vor den Füßen von Jeremias Lorch, der abzog und traf.

Drei Minuten später nahm sich der Torschütze etwa 30 Meter vor dem FC-Tor ein Herz. Weil er nicht attackiert wurde, zog er ab, und der Ball schlug neben dem sich machtlos streckenden Timo Horn am linken Innenpfosten ein.

In diesen Szenen zeigte sich erneut, dass es dem FC weiterhin an der Balance zwischen Offensive und Defensive mangelt.

In der Nachspielzeit der regulären Spielzeit behinderten sich dann Simon Terodde und Anthony Modeste bei einem Kopfball. Der hätte die Entscheidung bringen können.

Für die neuerliche Führung sorgte dann in der 107. Minute der eingewechselte Louis Schaub. Nach einem Kainz-Eckball hämmerte der Österreicher den Ball volley ins Tor. Die Entscheidung aber sollte es nicht sein. Denn in der 118. Minute glich Daniel Kyereh per Heber über den unentschlossenen Timo Horn hinweg aus.

Wehen: Watkowiak; Kuhn, Mockenhaupt, Röcker, Franke (120. Gül); Chato (90. Ajani), Mrowca, Lorch, Dittgen (96. Niemeyer); Shipnoski (102. Guthörl), Kyereh. – Köln: Horn; Ehizibue (111. Bader), Meré, Czichos, Hector; Schindler (101. Schaub), Drexler (64. Höger), Verstraete, Kainz; Cordoba (60. Terodde), Modeste. – SR: Schröder (Hannover). – Tore: 0:1 Cordoba (39.), 0:2 Kainz (42.), 1:2 Lorch (53.), 2:2 Lorch (56.), 2:3 Schaub (107.), 3:3 Kyereh (118.). – Elfmeterschießen: 1:0 Kuhn, 1:1 Terodde, Horn hält gegen Gül, 1:2 Kainz, Horn wehrt gegen Guthörl ab, Modeste an den Pfosten, Horn hält gegen Kyereh, Hector scheitert an Watkowiak, 2:2 Ajani, 2:3 Verstraete. – Zuschauer: 8000 (ausverk.). – Gelbe Karten: Mockenhaupt, Franke – Verstraete, Cordoba, Hector.