1. FC Köln

Ein neuer Partner für Terodde

In der Bundesliga hat er für den FC noch gar nicht getroffen. In Frankfurt will Jhon Cordoba, der hier sein Tor in der Europa League beim FC Arsenal bejubelt, das nachholen.

In der Bundesliga hat er für den FC noch gar nicht getroffen. In Frankfurt will Jhon Cordoba, der hier sein Tor in der Europa League beim FC Arsenal bejubelt, das nachholen.

KÖLN. Der Kölner Angreifer Jhon Cordoba steht im Gastspiel bei Eintracht Frankfurt wohl in der FC-Startelf. Marcel Risse kehrt zurück in den Kader.

Als Stefan Ruthenbeck am Freitagnachmittag seine 18 Spieler für die Bundesliga-Partie am Samstag (15.30 Uhr/Sky) bei Eintracht Frankfurt zur Abfahrt in den Mannschaftsbus schickte, war ein Rätsel des Aufstellungspuzzles gelöst. Sollte der Coach des 1. FC Köln wie bislang immer im neuen Jahr zwei Stürmer aufbieten, dann bekommt Simon Terrode in der Commerzbank-Arena einen neuen Partner zur Seite. Alles spricht für Rekordtransfer Jhon Cordoba, der somit seine Startelf-Premiere unter Ruthenbeck feiern würde.

Es war zu befürchten, dass Sehrou Guirassy es nicht rechtzeitig schafft. Der Franzose, beim 2:3 gegen Dortmund noch neben Terodde, plagt sich seit Mittwoch mit einer Sprunggelenksblockade herum. „Wir schauen von Tag zu Tag“ hatte Ruthenbeck erklärt. Am Freitag war nun der Tag, an dem klar war, dass Guirassy nicht zum Kader gehört. Das Gleiche gilt neben Pawel Olkowski und Lukas Klünter für Yuya Osako. Der Japaner, erst kürzlich von einer Lungenentzündung genesen, musste gegen den BVB aufgrund einer Erkältung passen. Wahrscheinlich ist der Stürmer noch zu geschwächt, um das schwere Spiel in Frankfurt hundertprozentig fit angehen zu können.

Bleibt neben Routinier Claudio Pizarro also nur noch Jhon Cordoba als Kandidat für die zweite Planstelle im Angriff des Tabellenletzten. Als der Kolumbianer im Sommer 2017 von Mainz nach Köln gewechselt war, musste er immer wieder die Fragen nach Anthony Modeste beantworten. Zunächst, wie er die Konkurrenzsituation einschätze, dann, ob er sich zutraut, in die Fußstapfen des nach China gewechselten Torjägers treten können.

Es fiel Cordoba deutlich leichter auf die erste Frage zu antworten: „Ich kann mir gut vorstellen, mit ihm zusammen zu spielen“, glaubte er an eine Symbiose zwischen ihm und Modeste. Es kam anders, denn der 25-Tore-Mann ging noch vor dem ersten Spieltag, und Cordoba trug die Last, ihn zu ersetzen, auf seinen Schultern. Ein Rucksack, der dem 24-Jährigen schnell zu schwer wurde. Bei seinen erst neun Bundesligaeinsätzen kommt der wuchtige Stürmer erst auf einen Assist. Von einem 17-Millionen-Euro-Transfer darf man sich mehr erwarten. Nach einer schweren Muskelverletzung gab Cordoba erst gegen den BVB sein Comeback. Ein überzeugendes, denn mit ihm legte der FC an offensiver Gefahr zu.

Für einen Einsatz des Kolumbianers sprechen zudem seine Kraft und seine Schnelligkeit. Er wäre neben Terodde der zweite unbequeme Anläufer in der ersten Verteidigungslinie der Geißböcke. Nicht die schlechteste Wahl gegen eine Mannschaft, die in der Fairplay-Tabelle der Bundesliga auf Platz 18 rangiert und für ihre harte Gangart bekannt ist. Zumal Ruthenbeck ein Augenmerk auf die Kompaktheit seines Teams haben muss: „Wir müssen besser verteidigen als gegen Dortmund. Wenn wir gut verteidigen, werden wir im Laufe des Spiels unsere Chancen bekommen“, erklärte der Trainer die Marschroute.

Dabei helfen könnte Marcel Risse. Der 28-Jährige steht erstmals seit der 0:1-Niederlage im Hinspiel am 19. September 2017 wieder im 18er-Kader. Ebenfalls zurück im Aufgebot ist Jannes Horn. Der Linksverteidiger, der im Januar mit einem Wechsel zu RB Leipzig liebäugelte, stand in den ersten vier Bundesligaspielen dieses Jahr noch nicht einmal im Kader.