Vorbereitung in Kitzbühel

Der 1. FC Köln sucht nach der Stammformation

Wiedersehen in Köln: Jonas Hector (r.) begrüßt Frederik Sörensen. Gerade weilt der deutsche Nationalspieler im Urlaub.

Wiedersehen in Köln: Jonas Hector (r.) begrüßt Frederik Sörensen. Gerade weilt der deutsche Nationalspieler im Urlaub.

KÖLN. Der 1. FC Köln bricht mit 23 Feldspielern ins zehntägige Trainingslager in Kitzbühel auf. FC-Nationalspieler Jonas Hector reist verspätet direkt aus dem Urlaub an.

Eine Trainingseinheit am Vormittag, gemeinsames Mittagessen, dann die Fahrt zum Kölner Flughafen. Dort benutzt der FC-Tross für den Linienflug nach München zur schnelleren Abfertigung den Privat- und Geschäftsfliegerbereich. So beginnt an diesem Donnerstag die Reise ins zehntägige Trainingslager in Kitzbühel.

Keine bevorzugte Behandlung wird dem Zweitligisten allerdings bei der Einreise nach Österreich zuteil. Denn sollte der zum Münchner Flughafen vorausgefahrene Mannschaftsbus den Grenzübergang auf der Inntalautobahn bei Kufstein benutzen, droht auf der viel befahrenen Strecke eine Wartezeit. Wegen des aktuell tagenden EU-Sicherheitsgipfels in Innsbruck finden verstärkte Fahrzeugkontrollen statt.

So wird die Mannschaft erst am Abend im Mannschaftshotel in Jochberg südlich von Kitzbühel erwartet. Bereits zum fünften Mal bereitet sich der 1. FC Köln auf den beiden Rasenplätzen des Drittligisten FC Kitzbühel auf die Saison vor.

Auch dabei steht einmal mehr das neue Spielsystem im Zentrum der Übungseinheiten. Warum vom ersten Trainingstag vor zweieinhalb Wochen an die Spielform zum täglichen Arbeitsalltag der Spieler gehört, erklärte Trainer Markus Anfang: „Es war zunächst wichtig, dass jeder Spieler wusste, was wir spielen lassen wollen. Dann sollte sich zeigen, wer es wie umsetzt.“ Deshalb habe man auch in den ersten drei Testspielen alle Feldspieler zu gleichen Teilen eingesetzt. So habe das Trainerteam einen Eindruck davon bekommen, wer sich wie unter Wettkampfbedingungen verhalte.

Zum Teil ernüchternd

Das war zum Teil ernüchternd. Vor allem im Spielaufbau aus der Defensive heraus zeigten die FC-Profis Defizite in der Handlungsschnelligkeit, dem sauberen Annehmen des Balles und genauer Weiterleitung. Auch daran soll nun gearbeitet werden. „Wir wollen nun verstärkt ins Detail gehen, was vor allem in Achtergruppen geschieht“, erklärte Anfang.

Im aktuellen FC-Kader befinden sich nach dem Abgang von Milos Jojic und dem Ausfall von Marco Höger (Eckgelenksprengung) noch 23 Feldspieler. Von denen wird Jonas Hector – so ist die Planung – im Verlauf des bis zum Samstag der kommenden Woche dauernden Trainingslagers direkt aus seinem Urlaub anreisen. Dagegen wird Jhon Cordoba nach seinem fiebrigen Infekt von Beginn an dabei sein.

Neben den Übungseinheiten stehen in Tirol gleich drei Testspiele an. Am Samstag geht es zum Zweitligisten WSG Wattens bei Innsbruck, am Dienstag kommt der englische Erstligist Watford FC nach Kitzbühel und am Freitag kommender Woche tritt der FC in Zell am Ziller gegen Werder Bremen an.

In diesen Begegnungen soll sich eine Formation herausbilden, auf die Markus Anfang zum Saisonstart am 4. August in Bochum bauen kann.