Rechenspiele

Der 1. FC Köln macht es wieder spannend

Kölns Simon Zoller (l) freut sich mit Marcel Risse (r) und Leonardo Bittencourt über sein Tor zum 2:0.

Kölns Simon Zoller (l) freut sich mit Marcel Risse (r) und Leonardo Bittencourt über sein Tor zum 2:0.

Köln. Nach den enttäuschenden Ergebnissen gegen Stuttgart und Bremen punktet der FC ausgerechnet im Derby gegen Leverkusen und ganz Köln glaubt wieder an das Wunder. Doch wie sieht das Restprogramm aus? Auf wen trifft die Konkurrenz? Wir rechnen den Saisonverlauf mal (spekulativ) durch.

Nein, so spielt tatsächlich kein Absteiger. Der 1. FC Köln hat gegen Bayer Leverkusen eine starke Leistung abgerufen - wenn auch begünstigt durch den frühen Platzverweis von Lucas Alario. Zum Lohn gab es einen 2:0-Erfolg, drei wichtige Punkte, den 17. Tabellenplatz, aber allen voran wieder aufkeimende Hoffnung im Kampf um den Klassenerhalt. Bei fünf Punkten Rückstand zum rettenden Ufer wird am Rhein wieder von einem Wunder gesprochen. Doch zu euphorisch sollten die FC-Fans nicht werden und sich die mahnenden Worte ihres Ex-Managers Jörg Schmadtke zu Herzen nehmen: "Ruhig, liebe Fans. Ganz ruhig." Zwar sind in den verbleibenden sieben Saisonspielen noch 21 Punkte zu vergeben, doch der FC hat auch noch einige schwere Aufgaben zu bewältigen. So spielen die Geißböcke noch gegen Bayern München und den FC Schalke 04.

Wollen die Geißböcke tatsächlich ein Endspiel um den Relegationsplatz am letzten Spieltag gegen den direkten Konkurrenten aus Wolfsburg erreichen, müssen Dreier gegen Mainz und Freiburg her. Vermutlich wird es aber selbst dann nur reichen, wenn noch weitere Überraschungen in den Auswärtsspielen gegen Berlin oder Hoffenheim gelingen. Köln kommt nach unserer Rechnung noch maximal auf zehn Zähler.

 

Mainz in der Relegation?

Unterm Strich wird der FC somit auf die Schützenhilfe der anderen Vereine angewiesen sein. Denn auch die direkte Konkurrenz hat noch lösbare Aufgaben vor der Brust. So trifft der FSV Mainz am letzten Spieltag auf Werder Bremen und hat es noch mit Freiburg und Augsburg zu tun. Allerdings treffen die Mainzer auch noch auf RB Leipzig und Borussia Dortmund. Der VFL Wolfsburg spielt noch in Freiburg, zu Hause gegen Augsburg und Hamburg. Der VfL hat sicherlich die besten Chancen, sich frühzeitig zu retten. Allerdings spielen die Wölfe auch noch gegen Borussia Mönchengladbach und RB Leipzig.

Unsere vorsichtige Prognose: Es wird ein enges Rennen um den Relegationsplatz geben, die Entscheidung vermutlich erst am 34. Spieltag fallen. Reichen wird es für den FC wahrscheinlich trotz aller Euphorie nicht. Düster sieht es auch weiterhin für den Hamburger SV aus. Für den Dino gehen in dieser Saison wohl die Erstliga-Lichter aus.

Natürlich ist diese Rechnung rein spekulativ, die Wahrheit liegt bekanntlich auf dem Platz.