Vorerst kein Einsatz für 1. FC Köln

Anthony Modeste muss weiter auf Comeback warten

Muss weiter zuschauen: FC-Rückkehrer Anthony Modeste.

Muss weiter zuschauen: FC-Rückkehrer Anthony Modeste.

Köln. Da die Spielberechtigung für Anthony Modeste noch nicht vorliegt, wird der Franzose auch im Spiel gegen Fürth am Samstag nicht auflaufen. FC-Trainer Markus Anfang warnt vor dem kommenden Gegner.

Die Frage musste kommen und Trainer Markus Anfang beantwortete sie lächelnd: „Unsere Geschäftsführung mit Armin Veh und Alexander Wehrle kümmert sich darum. Im Moment liegt aber noch keine Spielberechtigung vor.“ Die Fans des 1. FC Köln müssen sich also noch ein Weilchen gedulden, bis sie Heimkehrer Anthony Modeste wieder im Geißbock-Leibchen durchs Rheinenergiestadion stürmen sehen können. Die eigentlich mal für das Heimspiel am Samstag gegen Greuther Fürth (13 Uhr/Sky) anvisierte Premiere des Franzosen als Zweitliga-Profi findet bei der aktuellen, juristischen Lage nicht statt.

Modeste ist in diesen Tagen am Geißbockheim trotzdem allgegenwärtig. Der 30-Jährige ist eben ein Star und unumstrittener Fanliebling. Der Stürmer hat seine ersten zwei Wochen Mannschaftstraining absolviert und sich am vergangenen Wochenende einigen Leistungstests unterzogen. „Tony ist körperlich in einem ordentlichen, aber noch nicht perfekten Zustand“, berichtete Anfang etwas zögerlich, um anschließend genauer zu erklären: „Jede Trainingseinheit tut ihm gut. Sein letztes Spiel war im August. Es ist klar, dass da noch etwas fehlt. Da müssen wir geduldig sein.“

Auf die Frage, ob Modeste schon ein Kandidat für den Spieltagskader sei, wenn die Fifa doch noch bis Samstag eine vorläufige Spielberechtigung erteilt, antwortete der FC-Coach naturgemäß ausweichend: „Die Fakten können wir nicht wegreden. Ob Tony im Kader stehen würde oder nicht, ist eine hypothetische Frage, denn er ist nicht spielberechtigt. Also muss ich mir darüber im Moment auch keine Gedanken machen. Ich kümmere mich um die Spieler, die einsatzfähig und spielberechtigt sind.“ Während Christian Clemens, Lasse Sobiech und Nationalspieler Jonas Hector aufgrund ihrer Verletzungen nicht zu diesen Spielern zählen, kann Markus Anfang gegen die Fürther wohl doch auf Dominick Drexler zurückgreifen. Der Vorlagen-König der Kölner hatte am Mittwoch aufgrund von Adduktorenproblemen mit dem Mannschaftstraining aussetzen müssen und konnte nur individuell arbeiten. „Er hat heute wieder mittrainiert und keine Rückmeldung gegeben, dass er noch Probleme hat. Stand jetzt, steht seinem Einsatz nichts im Weg“, sagte der FC-Coach am Donnerstag.

FC vor kniffliger Aufgabe

Anfang und seine Mannschaft tun gut daran, sich wie beim jüngsten 3:0 in Darmstadt nicht von all den Modeste-Geschichten ablenken zu lassen. Immerhin steht den Kölnern gegen den Tabellensechsten eine knifflige Aufgabe bevor. Vor allem die unbeugsame Moral in den Reihen der Spielvereinigung hat es Markus Anfang angetan: „Das ist eine Mannschaft, die sich nie geschlagen gibt. Magdeburg war kein Einzelfall. Sie haben auch gegen Bielefeld, Dresden und Bochum in den letzten Minuten zugeschlagen und die Spiele gedreht.“ Beim 3:2-Heimsieg gegen Aufsteiger Magdeburg trafen die Franken am vergangenen Wochenende in der 88. und 93. Minute zum Sieg. Überhaupt haben sich die Fürther in dieser Saison erst dreimal besiegen lassen – genau wie der FC übrigens.

Bei nur noch vier anstehenden Spielen bis zur Winterpause gibt der erste von drei Heimauftritten in dieser Phase die Richtung für den Tabellenzweiten vor. „Wir haben zuletzt zwei ordentliche Leistungen gezeigt und wollen daran anknüpfen“, forderte Anfang. Was Heimspiele betrifft, haben die Kölner die Messlatte für die Wiederholung einer guten Leistung allerdings sehr hoch gelegt. Am Tag vor dem Elften im Elften gab es schließlich den berauschenden 8:1-Erfolg gegen Dynamo Dresden im Rheinenergiestadion. Die Fans im ausverkauften Heimbereich dürfte es freuen, wenn es wieder so kommt. Da würde es dann sicher erst einmal kaum weiter stören, dass Anthony Modeste noch nicht spielberechtigt ist.