Regionalliga West

Trainer Daniel Zillken mit Auftritt des Bonner SC zufrieden

Bonn. Obwohl der Bonner SC das Auswärtsspiel beim KFC Uerdingen mit 1:2 verloren hat, ist bei den Rheinlöwen von Niedergeschlagenheit nichts zu spüren. Auch, weil die direkte Konkurrenz patzte.

Am Tag nach dem 1:2 gegen den KFC Uerdingen machte keiner, weder das Betreuerteam und noch die Spieler des Fußball-Regionalligisten Bonner SC, einen niedergeschlagenen Eindruck – obwohl es genug Gründe gab, miesepetrig den Anweisungen von BSC-Trainer Daniel Zillken zu folgen. Schließlich hatte ausgerechnet der ehemalige Bonner Angreifer Lucas Musculus mit seinem Treffer zum 2:1 vier Minuten vor dem Abpfiff dem aufopferungsvollen Kampf der Gäste ein jähes Ende bereitet.

„Das war ein ganz hartes Stück Arbeit“, gestand KFC-Manager Nikolas Weinhart nach dem siebten Heimsieg des Aufstiegsfavoriten. Auf dem „Acker“ der Uerdinger Grotenburg – „im Sportpark Nord hätte die Stadt Bonn den Platz garantiert gesperrt“, sagte Zillken – waren nicht flüssige Kombinationen, sondern Kampf und viel Laufarbeit angesagt.

„Beides hat meine Mannschaft in jeder Sekunde der Partie gezeigt“, meinte Zillken, der trotz der neunten Niederlage im 18. Saisonspiel mit dem Auftritt seiner Kicker zufrieden war. „Das war ein geiles Spiel. Diese Niederlage haben die Jungs schnell weggesteckt. Das war im Training deutlich zu spüren. Jetzt gilt es, im FVM-Pokal weiterzukommen und sich dann aufs Heimspiel am nächsten Sonntag gegen den 1.FC Köln zu konzentrieren“, sagte der 50-Jährige.

Auch das frühe Gegentor durch den ersten Kopfballtreffer in dieser Saison von Ex-Profi Christopher Schorch nach einer Ecke in der sechsten Minute beschädigte die Psyche der Gästespieler nur wenige Minuten. „In dieser Szene standen wir zu weit weg. Aber dann haben die Jungs eine richtig gute Mentalität gezeigt und die Ärmel hochgekrempelt“, lobte Zillken. Die Gäste hielten nach dem Rückstand dagegen und waren zwischen der 20. und 45. Minute durchaus gleichwertig. Lars Lokotsch und Vojno Jesic hatten bereits in der ersten Hälfte Chancen, die Uerdinger Führung auszugleichen. Da die Gastgeber ihrerseits gute Gelegenheiten zu einer höheren Führung ausließen, durfte der BSC auch nach dem Wechsel auf ein besseres Ergebnis hoffen.

„Nach dem 1:0 müssen wir nachlegen. Das war unser Manko. Aber das ist auch nichts Neues. Wenn man sich unser Torverhältnis anschaut, weiß man, wo unsere Probleme liegen“, erklärte KFC-Trainer Michael Wiesinger.

Schumachers Ausgleich reicht nicht zum Remis

„Ich habe den Spielern in der Kabine gesagt, dass sie, wenn sie so weitermachen, ihre Chance bekommen werden“, berichtete BSC-Trainer Zillken. Der 50-Jährige sollte recht behalten. Das 1:1 besorgte Dario Schumacher, der mit einem Distanzschuss aus rund 20 Metern ins lange Eck des Uerdinger Gehäuses den BSC zurück ins Spiel brachte. „Danach war sogar die Führung für uns drin“, meinte Zillken. Vor Augen hatte der BSC-Trainer vor allem die Chance von Jesic, der frei vor Uerdingens Schlussmann René Vollath nur den Pfosten traf. So gehörte die Schlussphase dem in den Spielen zuvor von Wiesinger verschmähten Lucas Musculus. Nach einem Einwurf und der Hereingabe von Oguzhan Kefkir spitzelte der Ex-Bonner den Ball mit der Hacke über die Torlinie.

„Gegen Uerdingen waren es Kleinigkeiten, die das Spiel entschieden haben“, meinte Zillken. „Aufgrund der höheren Spielanteile der Uerdinger war die Niederlage kein Drama. Ich habe den Jungs gesagt, dass wir mit dieser Leistung in der Lage sind, in jedem Spiel zu punkten“, sagte der BSC-Coach.

Dafür, dass trotz des 1:2 die Stimmung der BSC-Akteure nicht in den Keller glitt, sorgte auch die Konkurrenz. Da die U23 des 1. FC Köln (1:2 in Wiedenbrück) und Aufsteiger FC Wegberg-Beeck (0:2 bei Borussia Dortmund U23) ebenfalls verloren, bleibt der BSC weiterhin auf Tabellenplatz 14.