Fußballregionalliga

So bereitet sich der Bonner SC auf Rödinghausen vor

Hart kritisiert: David Bors blieb vom verbalen Rundumschlag von BSC-Cheftrainer Daniel Zillken nicht verschont – im Gegenteil.

Hart kritisiert: David Bors blieb vom verbalen Rundumschlag von BSC-Cheftrainer Daniel Zillken nicht verschont – im Gegenteil.

BONN. Top-Teams liegen dem Bonner SC offensichtlich besser. Insofern erfreulich: Am Samstag (14 Uhr) kommt Rödinghausen in den Sportpark Nord nach Bonn.

Neun Punkte waren drin. Einen mageren Zähler hat der Fußballregionalligist Bonner SC am Ende eingefahren. Die Elf von Trainer Daniel Zillken plagt offensichtlich eine Allergie gegen Aufsteiger. 3:3 hieß es am Ende gegen den TV Herkenrath – nach einer 3:1-Führung wohlgemerkt. Die Partie gegen den SV Lippstadt 08 und jüngst gegen den SV Straelen gingen mit 0:3 und 0:2 komplett in die Binsen.

Schon in der abgelaufenen Zittersaison verlor der BSC zweimal gegen den Auf- und späteren Absteiger Westfalia Rhynern, was den Abstiegskampf unnötig befeuerte. Gut, dass am Samstag (14 Uhr, Sportpark Nord) mit dem SV Rödinghausen wieder Besuch aus der Spitzengruppe der Liga kommt. Denn diese Vereine scheinen dem BSC weitaus besser zu liegen.

Vor allem das 0:2 vom vergangenen Samstag in Straelen lag Zillken noch längere Zeit schwer im Magen. „Da haben wir eine Riesenchance verspielt, der Abstiegszone zunächst einmal auf sieben Zählern davonzuziehen“, sagt der 51-Jährige. Die Art und Weise, wie seine Mannschaft die drei Punkte liegen ließ, brachte den BSC-Coach auf die Palme.

Selbst in der laut Zillken „unterirdisch schlechten“ zweiten Spielhälfte, die man in der Regionalliga so nicht abliefern dürfe, ergaben sich für die Gäste genügend Gelegenheiten, als Sieger vom Platz zu gehen. Aber selbst klarste Chancen ließen David Bors, dessen Leistung Zillken übrigens als Totalausfall titulierte, und die anderen Männer in den blauen Trikots liegen. „Und wenn du vorne nicht triffst, musst du diese Partie wenigstens mit einem 0:0 beenden“, ereifert sich Zillken. Da auch dies nicht gelang, mussten sich die Akteure in den Tagen danach einiges anhören.

Mannschaft scharf kritisieren

„Nach solch einem Spiel habe ich mein gutes Recht, die Mannschaft auch einmal scharf zu kritisieren.“ Laut BSC-Trainer gaben sich die so Gescholtenen selbstkritisch und gelobten Besserung. Einen personellen Kahlschlag schloss Zillken für die Partie gegen den SV Rödinghausen, der gestern Abend im Westfalenpokal gegen den Drittligisten Preußen Münster mit 2:1 gewann, aus. „Eine schlechte Partie muss ich meinen Spielern zugestehen können“, sagt Zillken, der in erster Linie die Spielleistung als Leistungskriterium heranzieht. Danach zählt das Training.

Allerdings müssten die Spieler, die in der Regel auf der Bank Platz nehmen, sich im Training deutlich von den Stammkräften abheben. Die aber stehen laut Zillken unter besonderer Beobachtung. So darf selbst Bors trotz schwacher Leistung gegen Straelen am Samstag mit einem Startelfeinsatz rechnen.

Garantiert fehlen wird Nils Rütten. Der Neuzugang aus Mönchengladbach musste schon am Samstag passen. Jetzt stellte sich heraus, dass die muskulären Probleme von einem ausgewachsenen Muskelfaserriss herrühren, den sich der 23-Jährige beim 3:0-Sieg gegen die U 23 von Fortuna Düsseldorf zugezogen hatte. Am Samstag gegen Rödinghausen, das mit Ex-BSC-Stürmer Kelvin Lunga anreist, ist laut Zillken wieder eine absolute Topleistung vonnöten, um nicht erneut als Verlierer vom Platz zu gehen. „Einen Spieler wie Linus Meyer, der aus Norderstedt kam und auch uns angeboten wurde, hätten wir gerne gehabt. Aber da spielte das Budget nicht mit. Rödinghausen ist ein Profiteam, das unter Bedingungen arbeitet, die bei uns derzeit nicht möglich sind.“