Fußball-Regionalliga

Markus Zschiesche wird Trainer des Bonner SC

Bonn. Der Fußballregionalligist Bonner SC ist bei der Suche nach einem neuen Cheftrainer fündig geworden. Der Berliner Markus Zschiesche wird am Montagmittag offiziell in einem Pressegespräch vorgestellt.

Der 36-jährige Markus Zschiesche absolviert seit Juni 2018 den 65. DFB-Lehrgang zum Fußballlehrer in Hennef und führte zuvor in der Saison 2017/2018 in der Regionalliga Nordost den Berliner AK auf den dritten Tabellenplatz. „Nach einem Telefonat mit BSC-Sportdirektor Thomas Schmitz habe ich mich entschlossen, gemeinsam mit meinem Assistenten Ronny Ermel vor einer Woche nach Bonn zu kommen, weil ich mir aus der Ferne noch kein richtiges Bild machen konnte“, erklärte Zschiesche am Sonntag. „Alles in allem hat der BSC, seine Verantwortlichen und die vermittelte Perspektive einen sehr bodenständigen Eindruck gemacht.“

Zschiesches Vertrag läuft zunächst bis zum Saisonende. Gelingt der Klassenerhalt, strebt BSC-Sportdirektor Thomas Schmitz „eine längere Zusammenarbeit an“. Als Profi spielte der neue BSC-Trainer in der 3. Liga für Union Berlin, den SC Paderborn und den VfR Neumünster. Nach der Freude darüber, dass der hochtalentierte Suheyel Najar nicht mehr für den TV Herkenrath, sondern künftig für den BSC Fußball spielen wird, musste der neue BSC-Trainer zur Kenntnis nehmen, dass Nils Rütten ab sofort dem Kader des Drittligaschlusslichts Eintracht Braunschweig angehört.

Ablösesumme lindert Verlust von Nils Rütten

Rütten, der vor dieser Spielzeit erfolgreich für die U 23 von Borussia Mönchengladbach unterwegs war, hatte sich auch wegen seines Jurastudiums in Bonn trotz zahlreicher Angebote für den BSC entschieden. Der damals hoch erfreute Thomas Schmitz stattete den 23-Jährigen auch gleich mit einem Zweijahresvertrag aus. Jetzt musste der BSC-Sportdirektor allerdings die Segel streichen und den Kontrakt auflösen. „Nils Rütten hat die Chance unter seinem einstigen Entdecker André Schubert noch einmal den Sprung in den Profifußball zu wagen, sodass wir schweren Herzens diesem Wunsch zugestimmt haben“, meinte Schmitz mit sichtlichem Bedauern.

Gegen das Werben von Schubert und dem frisch in den Eintracht-Aufsichtsrat gewählten, ehemaligen Nationalspieler Tobias Rau hatte Schmitz am Ende keine Argumente mehr. Unter dem jetzigen Eintracht-Coach Schubert gehörte Rütten, der in dieser Saison 15 Spiele für den BSC absolvierte und dabei das wichtige 2:1-Siegtor im Hinspiel gegen die U 23 des 1. FC Köln erzielte, einige Male sowohl dem Bundesliga- als auch dem Champions League-Kader der Borussia an, ohne allerdings zum Einsatz gekommen zu sein.

Da Rütten noch über einen Vertrag bis zum Ende der Saison 2019/2020 verfügt, lindert zumindest eine Ablösesumme ein wenig den Trennungsschmerz beim Regionalligisten. Über die Höhe der Summe vereinbarten beide Vereine Stillschweigen. „Natürlich müssen wir möglichst rasch auf den Rütten-Abgang reagieren“, meinte der BSC-Sportdirektor. Gesucht wird ab sofort ein defensiver Mittelfeldspieler.