Nach Rücktritt von Daniel Zillken

Mager ist beim Bonner SC Cheftrainer für ein Spiel

Am Samstag nach dem Spiel in Dortmund ist schon wieder Schluss für Florian Mager: Er konzentriert sich auf sein Studium in Köln.

Am Samstag nach dem Spiel in Dortmund ist schon wieder Schluss für Florian Mager: Er konzentriert sich auf sein Studium in Köln.

BONN. Der frühere Assistent des zurückgetretenen Trainers Daniel Zillken, Florian Mager, bereitet den Bonner SC auf das Duell in Dortmund vor. Sportdirektor Thomas Schmitz hat bislang Gespräche mit zwei Trainern geführt.

Beim Fußball-Regionalligisten Bonner SC scheint in diesen Tagen alles seinen gewohnten Gang zu gehen. Eigentlich verwunderlich. Schließlich hatte Daniel Zillken, mit viereinhalb Jahren auf dem Buckel Rekordtrainer des BSC, für alle überraschend am Samstag nach der 2:3-Niederlage beim Aufsteiger 1. FC Kaan-Marienborn seinen Rücktritt erklärt. Am Montag verabschiedete sich der 51-Jährige von der Mannschaft. „Mit einer sehr emotionalen Ansprache, die jedem nahe gegangen ist“, meinte Gordon Addai, bis zum vergangenen Wochenende noch Spieler des BSC. Seit diesem Montag sitzt der 36-Jährige in der Trainerkabine und bereitet die Mannschaft gemeinsam mit dem ehemaligen Zillken-Assistenten Florian Mager auf das Auswärtsspiel am Samstag bei der U23 von Borussia Dortmund vor.

Die schockte jüngst Rot-Weiss Essen mit einer geballten Ladung an Profis aus dem Kader von Trainer Lucien Favre. Shinji Kagawa, Sebastian Rode und Alexander Isak, der dreimal beim 5:0-Erfolg traf, waren zu viel des Guten für RWE. Alemannia Aachen blieb dagegen beim 0:0 am letzten Samstag von BVB-Profis verschont. „Ob mit oder ohne Profis ist der BVB eine sehr spielstarke Mannschaft. Sie steht nicht umsonst auf Tabellenplatz zwei“, sagt Interimstrainer Mager. Bei einer Niederlage in Dortmund droht das Abrutschen auf einen direkten Abstiegsplatz. Nämlich dann, wenn Kaan-Marienborn im Kellerduell gegen die U23 des 1. FC Köln punkten sollte.

Für Mager bleibt es bei einem Spiel

Zweieinhalb Jahre gehört Mager mittlerweile zum BSC-Trainerstab. Nach der Partie am Samstag ist auch für den 27-Jährigen Schluss. „Dann werde ich mich voll und ganz auf mein Masterstudium in Köln konzentrieren“, sagt Mager. Bis dahin will sich der neben Torwarttrainer Waldemar Polec und Betreuer Guido Holt einzig Verbliebene aus dem BSC-Trainerstab mächtig ins Zeug legen für die Partie im Stadion Rote Erde in Dortmund.

Mager hofft auf eine Jetzt-erst-Recht-Stimmung. Die Spieler hätten sich in diesen Tagen sehr selbstkritisch mit den Spielen in Herkenrath und Siegen auseinandergesetzt, berichtet Bonns Interimscoach. „Da gibt es nichts schönzureden“, sagt der frisch gebackene Co-Trainer Gordon Addai, der noch nicht weiß, ob er nach der Partie in Dortmund wieder in die Spielerkabine wechseln wird. „Jetzt kann sich niemand mehr hinter dem Trainer verstecken“, meint der 36-Jährige.

Neuer Trainer soll schnell gefunden werden

Hinsichtlich der Startelf für Dortmund will Mager nicht allzu viel ändern. Möglicherweise feiert Nils Rütten nach überstandenem Muskelfaserriss sein Comeback von Beginn an. Auch eine Rückkehr des am vergangenen Samstag gelb-gesperrten Bernard Mwarome steht auf Magers Zettel. Allerdings konnte der 21-Jährige aufgrund muskulärer Probleme zuletzt nicht trainieren. Auch Mittelstürmer David Bors verpasste die Einheiten am Montag und Dienstag. „Bei beiden müssen wir bis Samstag warten, ob sie einsatzbereit sind“, sagt Mager.

BSC-Sportdirektor Thomas Schmitz hat währenddessen bereits zwei persönliche „Sondierungsgespräche“ mit potenziellen Kandidaten für die Zillken-Nachfolge geführt. Über den Ausgang wollte der BSC-Sportdirektor allerdings nichts verraten. Klar scheint, dass möglichst schnell eine Lösung gefunden werden soll. „Der neue Trainer sollte so viel Zeit wie möglich bekommen, um die Mannschaft auf das wichtige Spiel am 1. Dezember gegen den 1. FC Köln vorbereiten zu können“, meint Schmitz.