Regionalliga West

Kaderplanung beim Bonner SC – Aleksandar Pranjes kommt

Bonn. Die Verantwortlichen des Bonner SC basteln bereits fleißig am Kader für die kommende Saison. Hier eine Übersicht der bisherigen Transfers und Vertragsverhandlungen.

Während die Spieler des Bonner SC die Vorbereitung auf die neue Saison begonnen haben, arbeiten die Verantwortlichen der Rheinlöwen weiter fleißig am Kader für die kommende Spielzeit. Neben der Liga steht natürlich auch die erste Runde des DFB-Pokal im Fokus der Verantwortlichen.

Der momentane Kader des Bonner SC für die Spielzeit 2017/18 steht. Noch ausstehende Neuverpflichtungen und Veränderungen werden bei Bedarf ergänzt.

 

Hier eine Übersicht:

Zugänge

Aleksandar Pranjes wird kommende Saison im Trikot der Rheinlöwen auflaufen. Der 26-Jährige unterschreibt für ein Jahr. BSC-Cheftrainer Daniel Zillken kennt Aleks Pranjes noch aus der gemeinsamen Zeit beim FC Junkersdorf. In der abgelaufenen Saison stand der Rechtsaußen noch in Lohn und Brot beim Aufsteiger KFC Uerdingen, absolvierte 22 Spiele und erzielte dabei fünf Treffer. Pranjes wird das Trikot mit der Nummer 13 tragen.

Der 26-Jährige hatte sich mit einem Tor und einer Vorlage bereits als Gastspieler im Test gegen die Stuttgarter Kickers bei Cheftrainer Daniel Zillken empfehlen können.

Der 26-Jährige hatte sich mit einem Tor und einer Vorlage bereits als Gastspieler im Test gegen die Stuttgarter Kickers bei Cheftrainer Daniel Zillken empfehlen können.

Der Bonner SC hat einen Stürmer verpflichtet. David Bors kommt zurück zu den Rheinlöwen, wie der BSC auf Facebook verkündete. Der 22-Jährige trug bereits in der vergangen Saison das Trikot der Rheinlöwen. "Wir haben Anfang der Woche erfahren, dass David seinen Vertrag in Erndtebrück aufgelöst hat. Danach ging alles sehr schnell“, so Sportdirektor Thomas Schmitz. "Wir kennen seine Qualitäten, zudem kennt er ein Großteil der Mannschaft. Wir sind davon überzeugt, dass David uns direkt weiterhelfen wird“, so Cheftrainer Daniel Zillken.

Alexander Monath verstärkt die Rheinlöwen. Monrath ist ein alter Bekannter bei den Bonnern. Der 23-jährige Torwart hütete bereits in der Zeit von 2007 bis 2012 das BSC-Tor. Der Keeper war zwischenzeitlich bei Fortuna Köln, ehe er dann zu Viktoria Köln wechselte.

 

Andy Hubert hütet weiter das Tor des Bonner SC. Der Verein hat am Montagabend bekanntgegeben, dass der Torwart dem BSC eine weitere Saison erhalten bleibt. Hubter trug bereits von 2003 bis 2007 in der Jugend das BSC-Trikot. Nach Stationen in Leverkusen und Saarbrücken kehrte er 2012 in die Bundesstadt zurück. Nach Angaben des Vereins wird sich der Torhüter auch in Zukunft um den Torhüternachwuchs der Junglöwen kümmern.

Ruhepol im BSC-Gehäuse: Torhüter Andy Hubert.

Ruhepol im BSC-Gehäuse: Torhüter Andy Hubert.

 

Am Montagabend verkündete BSC-Sportdirektor Thomas Schmitz die Verpflichtung von Nico Perrey. Der 23-Jährige kommt von der U 23 des 1. FC Köln und war Junioren-Nationalspieler. Der 1,87 Meter große Innenverteidiger studiert ab Oktober an der Deutschen Sporthochschule in Köln. "Mit seinen gerade erst 23 Jahren kann Nico schon über 105 Regionalliga-Einsätze verbuchen. Für diverse deutsche U-Nationalmannschaften bestritt er 35 Länderspiele und in den vergangenen Jahren spielte und trainierte Nico unter Vollprofi-Bedingungen. Nico passt voll in unser Anforderungsprofil: top ausgebildet, professionell, hungrig und sehr kurze Wege nach Bonn. Mit ihm versprechen wir uns noch mehr Stabilität im Abwehrbereich. Denn eins hat uns die abgelaufene Saison gelehrt - 61 Gegentore sind viel zu viel", so Cheftrainer Daniel Zillken.

Lars Lokotsch, den BSC-Coach Daniel Zillken bereits während eines zweiwöchigen Probetrainings unter die Lupe genommen hat, wechselt vom Landesligisten TuS Oberpleis zum Viertligisten. Lokotsch, Jahrgang 1997, erzielte in der abgelaufenen Saison für Oberpleis 25 Tore. „Er hat uns im Training überzeugt und wird mit seiner unbekümmerten Art unser Angriffsspiel beleben“, sagt Zillken.

„Trotz seiner Größe von 1,90 Meter bringt er ein gutes Tempo mit, was für unser Umschaltspiel von großer Bedeutung ist.“ Lokotsch, der unter anderem beim FC Hennef 05 ausgebildet wurde, hat sich für die kommende Saison einiges vorgenommen. „Ich habe mich riesig über die Zusage des Trainerteams gefreut. Ich werde alles dafür geben, dass der BSC auch in der neuen Saison erfolgreichen Fußball zeigt.“

Sebastian Hirsch kommt vom Regionalligaaufsteiger KFC Uerdingen. Hirsch, der in Leverkusen wohnt und arbeitet, steht schon länger auf der Wunschliste von BSC-Sportdirektor Thomas Schmitz.

Der 27-Jährige ist auf der rechten Verteidigerposition zu Hause, verfügt ebenfalls über ein gutes Tempo. „Sebastian arbeitet neben seiner Karriere als Fußballer, wollte und konnte deshalb die Schritt Richtung Profifußball in Uerdingen nicht mitgehen. Wir sind sehr froh, dass er sich für uns entschieden hat“, sagt Schmitz.

Vojno Jesic wechselt vom Südwest-Regionalligisten TSV Steinbach. Jesic, der aus der Jugend des 1. FC Köln stammt, spielte in der Hinrunde der abgelaufenen Regionalligasaison noch für Rot-Weiss Essen, wechselte dann in der Winterpause nach Steinbach.

„Damals wollten wir ihn schon holen“, verriet Schmitz. Der 23-Jährige in Krefeld geborene Jesic spielt bevorzugt auf der linken Außenbahn, fühlt sich laut Schmitz aber auch hinter den Spitzen wohl. Jesic spielte viermal für die U 17-Nationalmannschaft Serbiens und erzielte dabei zwei Tore. "

In der kommenden Woche erwarte ich zwei weitere Unterschriften neuer Spieler", meinte der BSC-Sportdirektor.

Jannik Stoffels weschselt zum BSC. "Jannik ist ein junger hungriger Spieler, der bereits Drittliga-Luft schnuppern durfte. Er möchte sich in der kommenden Spielzeit in der Regionalliga etablieren", so BSC-Coach Daniel Zillken.

Jannik Stoffels mit BSC-Sportdirektor Thomas Schmitz.

Jannik Stoffels mit BSC-Sportdirektor Thomas Schmitz.

 

Stoffels wechselt von Fortuna Köln zu den Rheinlöwen. Der defensive Mittelfeldspieler, der auch auf der linken Abwehrseite eingesetzt werden kann ist im GA-Verbreitungsgebiet kein Unbekannter. Neben Stationen beim 1. FC Köln und dem FC Schalke spielte der Linksfuß in der Jugend ebenfalls für den FC Hennef 05. Der gebürtige Linzer wechselte im Sommer 2016 zu Fortuna Köln und gab im April sein Debüt in der 3. Liga. "Mit Jannik Stoffels verfolgen wir unseren Weg, unseren Kader punktuell und gezielt zu verstärken, um auch im nächsten Jahr konkurrenzfähig zu sein", so Thorsten Nolting, Vorstandsmitglied des BSC.

Sebastian Spinrath wurde bereits im April für die kommenden Spielzeit verpflichtet. Der Innenverteidiger spielt aktuell für Bonns Ligakonkurrenten Wiedenbrück.

Sebastian Spinrath im Duell mit seinem künftigen Mannschaftskollegen Lukas Musculus.

 

"Basti Spinrath ist ein starker, sehr erfahrener Innenverteidiger mit hoher Führungsqualität", so BSC-Sportdirektor Thomas Schmitz. Beim SC gehört der 24-Jährige  zu den absoluten Leistungsträgern, kam in allen 28 Ligaspielen, erzielte zwei Treffer und kassierte als Abwehrspieler nur eine Gelbe Karte. In der Jugend spielte Spinrath für den 1. FC Köln und anschließend für Viktoria Köln. Der Verteidiger hat einen Vertrag bis 2018 unterschrieben.

Abgänge

Lucas Musculus verlässt den Bonner SC und wechselt mit sofortiger Wirkung zum KFC Uerdingen. In der abgelaufenen Saison war Musculus Top-Torjäger bei den Bonnern. ""Lucas Musculus hatte sich im hohen Maße mit dem Bonner SC identifiziert und sich zu einem Gesicht des Bonner SC nach Innen und Außen entwickelt. Deshalb wiegt sein Weggang nach den Abgängen von Kelvin Lunga und Conner Krempicki für mich besonders schwer", sagte BSC-Vorstand Thorsten Nolting.

Auch die Offensivabteilung des BSC um Lucas Musculus hat schon effektivere Zeiten in dieser Saison gehabt als zuletzt.

Lucas Musculus verlässt den Bonner SC.

 

Connor Krempicki war heiß umworben. Schon während der Saison wurden Talentsichter beispielweise von Roda Kerkrade aus der niederländischen Eredivisie im Sportpark Nord gesichtet. Der 1. FC Kaiserslautern und Erzgebirge Aue zeigten auch Interesse. Am Ende fiel die Wahl auf den Ligakonkurrenten und Regionalligaaufstieger KFC Uerdingen.

Auch Andreas Dick verlässt den BSC. "Den auslaufenden Vertrag werden wir nicht verlängern. Es war eine harte Entscheidung, aber wir haben uns im Zuge der strategischen Weiterentwicklung der Mannschaft zu diesem Schritt entschlossen", so der sportliche Leiter Thomas Schmitz auf der Bonner Facebook-Seite. Andreas Dick kam 2012 vom 1. FC Köln und absolvierte 131 Meisterschaftsspiele für die Rheinlöwen.

 

Jederzeit Herr der Lage: Der BSC mit Andreas Dick, der hier Hennefs Rachid Bouallal überspringt. FOTO: HENRY

Jederzeit Herr der Lage: Der BSC mit Andreas Dick, der hier Hennefs Rachid Bouallal überspringt.

Dominik Schröer hatte in der Vergangenheit mit einigen Verletzungen zu kämpfen. Daher kam er in der abgelaufenen Saison lediglich auf zwei Einsätze. 2012 von den SF Troisdorf gekommen, will sich Schröer nun vorerst seinem Studium widmen und eine Pause einlegen.

Markus Wipperfürth verlässt den Bonner SC. Das hat der Club am Samstag mitgeteilt. Der 21-Jährige, der seit der C-Jugend ununterbrochen das BSC-Trikot trug, wechselt zum Mittelrheinligisten Siegburger SV 04. "Ich bin nach meinem gesundheitlich schweren Jahr froh, nach den durchweg positiven Gesprächen mit dem sportlichen Leiter der Siegburger nun einen Neu-Anfang zu starten. Des Weiteren freue ich mich auf die neue Aufgabe und möchte in der kommenden Saison wieder zu meiner alten Stärke finden. Ich bedanke mich bei Daniel Zillken und Thomas Schmitz für die offenen Gespräche, um die bestmögliche Lösung für mich zu finden."

Außerdem verlassen laut BSC-Angaben Anil Capkin, Luca Sasso-Sant, Yusuke Harada, Benjamin Nuhi, Gjorgji Antoski und auch Tim Lünenbach den Verein.

Kelvin Lunga, der wegen einer im letzten Saisonspiel gegen Viktoria Köln erlittenen Gehirnerschütterung das Pokalfinale verpasst hatte, wechselt zum BSC-Ligakonkurrenten SV Rödinghausen.

„Lungas Management hat uns signalisiert, dass es für seine sportliche Entwicklung förderlich sei, den nächsten Schritt in Richtung des professionalisierten Fußballs zu machen“, sagte Schmitz. „Allerdings kann man kaum professioneller trainieren, als das unser Betreuerteam unter der Leitung von Daniel Zillken tut“, meinte der BSC-Sportdirektor vielsagend. „Auch deshalb ist Lungas Entscheidung für Daniel Zillken nur schwer zu verdauen“, fügte Schmitz hinzu.

Der BSC-Coach musste den Sohn von BSC-Legende Max Lunga bereits vor der Saison 2015/2016 zur U 23 des 1. FC Köln ziehen lassen, hatte diesen Wechsel aber damals im Hinblick auf die weitere Entwicklung des Stürmertalents voll und ganz akzeptiert. Nachdem Lunga sich in Köln einen Kreuzbandriss zugezogen hatte, war es auch Zillken, der den heute 23-Jährigen zum BSC zurückgelotst hatte. „Natürlich finde ich es schade, dass er geht. Aber wenn es seine Entscheidung ist, kann ich daran nichts ändern“, meinte der Coach.

Vertragsverlängerungen

BSC-Urgestein und Publikumsliebling Gordon Addai bleibt dem BSC eine weitere Saison erhalten. Addai hat bisher 189 Meisterschaftsspiele für den Bonner SC absolviert. Dabei erzielte er 22 Tore. In der kommenden Spielzeit möchte er dann so schnell wie möglich die 200er-Marke knacken.

Marcel Kaiser bleibt ein Rheinlöwe. Wie die BSC bekannt gab, hat der Rechtsaußen seinen Vertrag um ein Jahr verlängert. "Marcel hat zum Ende der Saison einen großen Sprung gemacht und sich fußballerisch nochmals sehr gut weiterentwickelt", erklärte der sportliche Leiter Thomas Schmitz. Kaiser kam in der abgelaufenen Spielzeit auf 31 Pflichtspieleinsätze und erzielte dabei zwei Tore.

Auch Günter Mabanza bleibt bis 2018 beim Bonner SC. Der 21-Jährige war im Winter von den Sportfreunden Siegen nach Bonn gekommen. "Wir sind mit seiner Entwicklung sehr zufrieden, besonders schätzen wir seine Flexibilität. Er kann die ganze linke Außenbahn abdecken", so BSC-Sportdirektor Thomas Schmitz. Mabanaz hatte in der Rückrunde elf Pflichtspiele für die Rheinlöwen absolviert.

Günter Mabanza in Aktion.

Günter Mabanza in Aktion.

 

Martin Michel wird auch in der kommenden Spielzeit das Tor der Rheinlöwen hüten. „Martin hat sich in der abgelaufenen Spielzeit stetig gesteigert und war ein großer Rückhalt und somit maßgeblich am frühzeitigen Klassenerhalt sowie Pokalsieg beteiligt“, so Cheftrainer Daniel Zillken.

Zur Zeit die Nummer eins im BSC-Tor: Martin Michel.

Zur Zeit die Nummer eins im BSC-Tor: Martin Michel.

 

Michel spielt seit seiner Jugend beim Bonner SC. In der abgelaufenen Saison absolvierte er 23 Spiele und avancierte zum absoluten Rückhalt der Mannschaft. Mit beeindruckenden Paraden wurde Michel zum Pokalheld nach dem 1:0-Erfolg über Fortuna Köln im Finale des Mittelrheinpokals.

Daniel Somuah, gebürtiger Beueler, verlängerte seinen Vertrag bis 2018. „Ich möchte auch in der kommenden Saison mit dem BSC beweisen, dass wir eine Bereicherung für die Liga sind“, sagte Somuah, der in der abgelaufenen Saison als unermüdlicher Antreiber in der Liga acht Tore erzielte.

Der Mann des Tages aus Sicht des BSC: Daniel Somuah.

Der Mann des Tages aus Sicht des BSC: Daniel Somuah.

 

„Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit Daniel“, meinte BSC-Sportdirektor Thomas Schmitz. „Seine Entwicklung innerhalb der Mannschaft ist beachtlich. In vielen Spielen war er unser Antreiber. Es ist schön, dass wir auch in Zukunft auf ihn bauen können.“

Abdelkader Maouel hat seinen Vertrag für ein weiteres Jahr beim BSC verlängert. Aktuell kann der offensive Mittelfeldspieler nach seinem Kreuzbandriss wieder unter voller Belastung trainieren.

Kapitän Abdelkader Maouel (m) und Tim Lünenbach (r).

Kapitän Abdelkader Maouel (m) und Tim Lünenbach (r).

 

"Abdelkader hat der Mannschaft mit seiner Erfahrung zum Aufstieg in die Regionalliga geführt und in den letzten Monaten hart für sein Comeback gearbeitet. Er bringt viel Erfahrung auf höchstem Niveau mit. Auch diese Verlängerung zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind", so der zufriedene sportliche Leiter, Thomas Schmitz.

Außerdem haben bereits Ugur Dündar und Mario Weber verkündet bei den Rheinlöwen aus Bonn zu bleiben.

Verhandlungen

Aleksandar Pranjes vom KFC Uerdingen käme als Ersatz für Kelvin Lunga infrage. „Wir sind in guten Gesprächen, aber noch ist nichts unterschrieben“, verriet Schmitz. Denkbar sei laut Schmitz aber auch eine interne Lösung. „Marcel Kaiser hat sich fußballerisch weiterentwickelt, in den letzten Wochen sehr gut gespielt und Kelvin Lunga zumindest in diesen Partien vergessen lassen.“

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