Die Neuzugänge und ihre Chancen

Das sind die sieben neuen Spieler beim Bonner SC

Die Winterzugänge des BSC (von links): Jukiya Fujishima, Hamza Salman, Suheyel Najar, Cedrik Mvondo, Wael Karim, Vincent Stenzel und Koray Kacinoglu.

Die Winterzugänge des BSC (von links): Jukiya Fujishima, Hamza Salman, Suheyel Najar, Cedrik Mvondo, Wael Karim, Vincent Stenzel und Koray Kacinoglu.

BONN. Wer muss sich gedulden, wer steht in der Startelf? Die GA-Prognose zu den BSC-Neuzugängen.

Markus Zschiesche, der neue Trainer des Fußball-Regionalligisten Bonner SC, kann nicht meckern. Thomas Schmitz, Sportdirektor des BSC, spendierte seinem wohl wichtigsten Angestellten gleich sieben Neue. Von Abwehr bis Angriff ist alles dabei. Mehr Optionen zu haben, ist das mindeste, was sich Zschiesche für die am Samstag bei der SG Wattenscheid 09 beginnende Restrunde von den Neuzugängen verspricht. Idealerweise schlägt der eine oder andere gleich ein und hilft entscheidend mit, den Klassenerhalt des aktuell Tabellen-14. so schnell wie möglich einzutüten. Markus Zschiesche verrät, wie er seine sieben Neuen einschätzt. Über die Startelfchancen spekuliert der GA.

Jukya Fujishima: Für Zschiesche könnte der quirlige Japaner zum belebenden Element werden. „Ein schneller Spieler, der vorne alle Positionen besetzen kann“, sagt der BSC-Trainer. Beeindruckend ist für Zschiesche das taktische Verständnis des Japaners, das hilft, die Sprachbarriere zu kompensieren. An die Trainingsintensität muss sich Fujishima laut BSC-Trainer allerdings noch gewöhnen.

Prognose: Fujishima wird zunächst als Ergänzungsspieler infrage kommen.

Koray Kacinoglu: Eigentlich ein Abwehrspieler, den Zschiesche aber eher im zentralen, defensiven Mittelfeld sieht. Kacinoglu hat bereits 118 Regionalligaspiele unter anderem für Wattenscheid und Rödinghausen auf dem Buckel. „Er verfügt über ein solides taktisches Verständnis und eine gute Technik“, sagt der BSC-Trainer. Aber auch für ihn heißt es, körperlich noch nachzulegen.

Prognose: Auch Kacinoglu muss zunächst mit der Bank vorlieb nehmen.

Wael Karim: Der gelernte Innenverteidiger, der wie Zschiesche aus Berlin stammt, ist laut BSC-Coach aggressiv im Zweikampf und verfügt über ein gutes Aufbauspiel. Allerdings sei der 22-Jährige, der zuletzt für den BFC Dynamo Berlin spielte, körperlich noch nicht soweit. Eine Oberschenkelverletzung hatte Karim zuletzt aus dem Tritt gebracht.

Prognose: Auch für Karim kommt ein Startelfeinsatz noch zu früh.

Cedrik Mvondo: Gegenüber seinen neuen Kollegen hat der 1,92 m- Hüne einen Vorteil: Er spielte bereits in der Regionalliga Nordost für den Berliner AK unter Zschiesche. „Er kennt unsere Anforderungen schon ziemlich genau“, sagt dann auch der BSC-Trainer. Für Zschiesche verfügt der Innenverteidiger über ein gutes Aufbau- und Kopfballspiel. In den Testspielen wusste Mvondo , der in der B- und A-Jugend bereits für den BSC spielte, zu überzeugen.

Prognose: Mvondo wird den verletzten BSC-Kapitän Mario Weber in Wattenscheid in der Startelf vertreten.

Suheyel Najar: Hinter dem 23-Jährigen war Thomas Schmitz schon vor dieser Saison her. Damals aber entschied sich der als hochtalentiert eingestufte Najar für den TV Herkenrath. Für Zschiesche besticht Najar vor allem durch Schnelligkeit und Dribbelstärke. Hinzu kommt ein präziser Schuss. „Ab und zu denkt er zu viel nach“, sagt Zschiesche, der außerdem an Najar schätzt, dass er in der Offensive vielseitig einsetzbar ist.

Prognose: Wenn keine Verletzung dazwischenkommt, steht Najar gegen Wattenscheid in der Startelf.

Hamza Salman: Sehr jung, aber trotzdem erfahren: 19 Mal spielte der 20-Jährige in der Regionalliga West, ehe er in der Winterpause zum BSC wechselte. Erstmals richtig überzeugen konnte der gebürtige Bonner im letzten Test gegen die U23 des BVB, wo ihm per Elfmeter auch ein Tor gelang. „Er verfügt über Potenzial, ist läuferisch stark“, findet Zschiesche, der Salman auf der Achterposition sieht. Eine Woche intensiven Trainings müsse Salman allerdings noch draufpacken, meint Zschiesche.

Prognose: Auch für Salman kommt der Startelfeinsatz in Wattenscheid einen Ticken zu früh.

Vincent-Louis Stenzel: U15, U16, U17: Stenzel spielte in der Jugend achtmal für Deutschland. Der aus Lünen stammende Außenstürmer kickte in den U-Mannschaften für den BVB, als U19-Spieler für die U23 der Schwarz-Gelben und zuletzt für Carl-Zeiss Jena neunmal in der 3. Liga. Vor der Saison 2016/2017 warf Stenzel, damals beim Halleschen FC, eine schwere Knieverletzung zurück. „Er ist sehr schnell und hat einen guten Zug zum Tor, arbeitet aber auch gut gegen den Ball“, meint Zschiesche.

Prognose: Ein gesunder Stenzel hat Chancen auf die Startelf.