Bonner SC Das ist das Ziel von Daniel Zillken gegen Viktoria Köln

Vier Punkte aus den ersten drei Spielen will Daniel Zillken. Drei hat der BSC, der vierte soll gegen Viktoria Köln folgen.

Bonn. Der Bonner SC erwartet am Freitagabend Viktoria Köln im heimischen Sportpark Nord. Cheftrainer Daniel Zillken muss gegen die Kölner weiter auf Daniel Somuah verzichten.

Wenn es ums Jubeln geht, steht Daniel Zillken nicht gerne im Mittelpunkt. Aber Ausnahmen bestätigen auch beim Cheftrainer des Fußball-Regionalligisten Bonner SC die Regel. Unmittelbar nach dem 2:1-Siegtreffer in der zweiten Minute der Nachspielzeit durch Nils Rütten am vergangenen Samstag bei der U23 des 1. FC Köln sprintete Zillken freudestrahlend in Richtung seines Neuzugangs, um mit seinen Spielern den Dreier gebührend zu feiern.

„Das ist sonst nicht meine Art“, sagt der BSC-Trainer. „Aber diese drei Punkte sind angesichts unseres schweren Auftaktprogramms enorm wichtig.“ Zillken übertreibt nicht, denn nach dem Auftaktspiel gegen die U23 von Borussia Dortmund und der Auswärtspartie beim FC erwartet der BSC nun am Freitagabend (19.30 Uhr, Sportpark Nord) keinen Geringeren als Viktoria Köln, den Topfavoriten auf den Drittligaaufstieg, der ja bekanntlich nach dieser Saison ohne lästige Relegation zu bewerkstelligen ist.

Hochzufrieden mit den Ergänzungsspielern

„Mein Wunsch war es, aus diesen drei Spielen mindestens vier Punkte zu holen. Und das ist nach dem Sieg in Köln wieder möglich“, sagt Zillken, der mit dem Auftritt seiner Mannschaft im Franz-Kremer-Stadion in Köln rundum zufrieden war. „Gegen den Ball sind wir sowieso gut strukturiert“, meint der 51-Jährige. „Das war auch gegen den BVB schon so. Nun haben wir in Köln auch im Umschaltspiel nach vorne entschlossener und präziser gespielt und folglich die besseren Chancen kreiert“, sagt Zillken. „Auch deshalb war der Dreier verdient.“

Hochzufrieden äußerte sich der BSC-Coach auch über den Auftritt seiner Ergänzungsspieler. „Vojno Jesic war immer anspielbar. Robin Schmidt sorgte im Kölner Strafraum gleich für Unruhe. Und Gordon Addai brachte mit seiner Routine Ruhe ins Spiel.“

Dass Zillken gegen die Viktoria personell noch mehr Optionen zur Verfügung hat, ist indes nicht zu erwarten. Nach wie vor wartet der BSC auf die Spielgenehmigung für Shunya Hashimoto. Die wiederum ist abhängig vom Aufenthaltsstatus des Japaners. „Wie und wann die zuständigen Behörden entscheiden, ist völlig offen“, sagt BSC-Sportdirektor Thomas Schmitz. Im Training gibt der 22-Jährige jedenfalls Vollgas. „Hashimoto ist zweifellos ein belebendes Element und würde uns sicherlich weiterhelfen“, sagt Zillken. „Aber leider sind uns in seinem Fall die Hände gebunden.“ Auch für Daniel Somuah dürfte nach überstandenem Muskelfaserriss ein Einsatz am Freitag noch zu früh kommen. „Wir werden mit dem Spieler reden. Aber beide Seiten brauchen ein gutes Gefühl. Und ich will nicht langfristig auf ihn verzichten müssen“, sagt Zillken.

Martin Michel ist die klare Nummer eins

Keinerlei Zweifel gibt es hinsichtlich der Frage, wer künftig als Nummer eins das Tor des BSC hütet. Zwar ist Alexander Monath, der in der abgelaufenen Saison alle 34 Spiele absolvierte, seit einer Woche wieder im Mannschaftstraining dabei, verpasste aber zuvor aufgrund seines Urlaubs den Auftakt gegen Dortmund. „Wir gehen mit Martin Michel als klare Nummer eins in die Saison“, sagt der BSC-Trainer. „Alexander Monath weiß das und muss sich wie alle anderen auch durch gute Trainingsleistungen anbieten.“ Dass die Viktoria, die am Samstag nach einer 2:0-Führung beim BVB am Ende nur 2:2 spielte, ohne die verletzten Mike Wunderlich, Sascha Eichmeier, Nicolas Hebisch und Simon Handle entscheidend an Qualität eingebüßt hat, glaubt der BSC-Trainer nicht. „Viktorias Kader hat enormes Potenzial. Die werden das kompensieren können.“

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