Bonner SC

Bors wird zum Alleinunterhalter im BSC-Angriff

Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Shunya Hashimoto dürfte David Bors (vorn) im Angriff des Bonner SC wohl die Rolle des Alleinunterhalters zukommen.

Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Shunya Hashimoto dürfte David Bors (vorn) im Angriff des Bonner SC wohl die Rolle des Alleinunterhalters zukommen.

BONN. Hiobsbotschaft für den Bonner Fußball-Regionalligisten: Sturmpartner Hashimoto fällt mit einem Innenbandriss im Knie bis zur Winterpause aus.

Schon vor dem ersten Pflichtspiel des Fußball-Regionalligisten Bonner SC in der neuen Saison machte Shunya Hashimoto Schlagzeilen. „Kommt er? Kommt er nicht?“, fragten sich Journalisten und Fans. Aufenthalts- und Spielerlaubnis ließen auf sich warten. Der Japaner, der bei der U23 von Fortuna Düsseldorf eine starke Vorsaison gespielt hatte, galt als Hoffnungsträger für den BSC-Angriff.

Schließlich kam der 23-Jährige beim TV Herkenrath zu einem ersten Kurzeinsatz. Weitere folgten. Überzeugen konnte Hashimoto nicht. Ausgerechnet gegen seine ehemalige Mannschaft platzte jedoch der Knoten. Hashimoto traf zum 3:0 gegen Düsseldorf. Sein bestes Spiel machte der japanische Neuzugang beim 1:0-Erfolg gegen die U23 von Borussia Mönchengladbach. Mit einem überlegten Schlenzer erzielte er das Siegtor. Auch eine Woche später beim knappen 0:1 gegen den Wuppertaler SV wusste der Japaner wiederum zu überzeugen. „Er wird immer besser“, meinte Daniel Zillken.

Jetzt aber verkündete der BSC-Cheftrainer eine schlechte Nachricht. „Hashimoto hat sich in der Schlussphase des Spiels gegen den WSV einen Innenbandriss im rechten Knie zugezogen.“ Damit steht der Angreifer am Freitagabend (19.30 Uhr, Sportpark Nord) gegen Alemannia Aachen nicht zur Verfügung. „Wir rechnen damit, dass er bis zur Winterpause nicht mehr zurückkommen wird“, meinte Zillken.

Damit hat der BSC in der bislang ohnehin nicht sonderlich durchschlagskräftigen Offensivabteilung eine Option weniger. In bislang 15 Spielen der Hinrunde trafen die Spieler des BSC gerade 16-mal. Die Hälfte der Tore erzielte dabei David Bors, der jetzt mehr denn je den Alleinunterhalter zwischen den gegnerischen Abwehrspielern geben wird.

Zillken warnt vor Standards

Trainer Zillken bleibt trotz des Ausfalls von Hashimoto ziemlich gelassen. „Wir müssen und werden die Lücke füllen.“ Kandidaten sind laut dem BSC-Coach vorhanden. So dürfte der wieder genesene Vojno Jesic gegen die Kaiserstädter, die in der Regel von rund 400 Fans begleitet werden, in die Startelf zurückkehren. Auch Sebastian Hirsch kommt für einen Einsatz auf seiner angestammten Position als Rechtsverteidiger wieder infrage.

Auch wenn die Alemannia ebenfalls ihr letztes Punktspiel mit 1:2 bei der U23 von Borussia Mönchengladbach verlor, sind für den BSC-Trainer die Kräfteverhältnisse eindeutig. „Aachen ist klarer Favorit.“ Vor dem 1:2 schaffte die Alemannia eine Serie von elf Spielen ohne Niederlage.

Zwar sind die Gäste bekanntermaßen finanziell nicht auf Rosen gebettet, besitzen aber offensichtlich immer noch genügend Strahlkraft, um gute und talentierte Spieler an den Tivoli zu locken. „Der Kader hat eine große Qualität. Und wir müssen mindestens 100 Prozent auf den Platz bringen, um diesmal nicht wie gegen Wuppertal mit leeren Händen dazustehen“, sagt Zillken. „Wir freuen uns auf die Herausforderung.“

Wir schon gegen Wuppertal warnt Zillken ausdrücklich vor den Standards der Aachener. Vor allem vor der Abwehrreihe mit den Herrschaften Matti Fiedler, Alexander Heinze, Patrick Salata und Peter Hackenberg hat der BSC-Coach größten Respekt. „Eigentlich vier Innenverteidiger. Und alle über 1,90 Meter lang.“

Mit der Partie gegen Aachen hat der BSC noch zwei Spiele in der Hinrunde vor der Brust. Zum 17. Saisonspiel muss der BSC beim Aufsteiger Kaan-Marienborn antreten. In der letzten Spielzeit sammelte die Elf von Daniel Zillken in 17 Partien 18 Punkte. Aktuell stehen 15 Zähler zu Buche. Noch ist der BSC also im Soll.