Fußball-Regionalliga

Bonner SC zieht die Spendierhosen an

Eine stabile Abwehrleistung, wie hier in Wuppertal, ist auch am Samstag gegen die Viktoria die Basis für einen erfolgreichen Saisonabschluss des BSC um Kapitän Dario Schumacher (Zweiter von rechts).

Eine stabile Abwehrleistung, wie hier in Wuppertal, ist auch am Samstag gegen die Viktoria die Basis für einen erfolgreichen Saisonabschluss des BSC um Kapitän Dario Schumacher (Zweiter von rechts).

Bonn. Am Samstag bietet der BSC gegen Viktoria Köln verbilligte Tribünenkarten und Freibier an. Das Saison-Highlight folgt am kommenden Donnerstag mit dem Pokalfinale gegen Fortuna Köln.

100 Liter Freibier, Händeschütteln mit den Spielern und verbilligte Tribünentickets: Der Fußball-Regionalligist Bonner SC zieht die Spendierhosen an. Der Anlass könnte nicht besser passen. Denn am Samstag (14 Uhr, Sportpark Nord) steht das 34. und damit letzte Punktspiel einer für den Aufsteiger äußerst erfolgreichen Regionalligasaison an. Und auch der Gegner ist nicht irgendwer, sondern Viktoria Köln, der Meister höchstpersönlich. Und das allerbeste kommt ja noch. Das Pokalfinale „ze Hus“ am Vatertag, 25. Mai, um 17 Uhr gegen den Drittligisten Fortuna Köln.

Während also die BSC-Fans getrost mit dem Match gegen die Viktoria die BSC-Feiertage zum Saisonende einläuten können, sollten Spieler und Betreuer des Tabellenneunten tunlichst im Wettkampfmodus bleiben, ohne dabei im Hinblick auf das Pokalfinale allzu viel zu riskieren. „Wir wollen am Samstag im angemessenen Rahmen Gas geben und attraktiven Fußball zeigen“, sagt BSC-Trainer Daniel Zillken. „Zu verschenken haben wir nichts. Wir wollen den einstelligen Tabellenplatz behalten. Damit hätten wir die letzte Regionalligaplatzierung 2010 schon einmal getoppt“, sagt Zillken. Damals wurde der BSC zwar Zehnter, musste die Regionalliga aufgrund des eröffneten Insolvenzverfahrens aber wieder verlassen. „Und wer zu sehr darauf achtet, sich nicht zu verletzen, verletzt sich meistens“, sagt der BSC-Coach.

Training zurückgefahren

Zumindest das Training hat der 49-Jährige mit Blick auf das Saison-Highlight gegen die Fortuna zurückgefahren. Drei Einheiten sollen zur Vorbereitung auf das letzte Punktspiel reichen. Und auch vor dem Pokalknüller hat der BSC-Trainer drei Einheiten angesetzt. Zudem kündigte der BSC-Coach an, im Spiel gegen die Kölner, für die selbstredend das erste Aufstiegsspiel zur 3. Liga am 28. Mai gegen den FC Carl-Zeiss Jena im Fokus steht, ein wenig zu experimentieren. „Den einen oder anderen Wechsel wird es geben“, sagt Zillken. So dürfen sich Thiemo-Jerome Kialka und Kelvin Lunga Einsatzzeiten, vielleicht sogar einen Startelfeinsatz ausrechnen.

Dass die Saison ausgerechnet gegen den Meister zu Ende geht, passt dem BSC-Cheftrainer durchaus ins Konzept. „Was die Qualität anbetrifft, sind sich Viktoria und Fortuna sehr ähnlich“, meint Zillken. „Von daher ist das ein guter Test, auch wenn sich der sportliche Wert des Spiels in überschaubaren Grenzen hält.“ In Köln ist schon jetzt nur noch das erste Relegationsspiel im ausverkauften Höhenberg gegen Jena ein Thema. Freuen dürfen sich die BSC-Fans nach der Partie auf den obligatorischen Umtrunk und das Treffen mit den Spielern, das wie immer unterhalb der Haupttribüne nach der Partie stattfinden wird.

Vorverkauf lässt auf volles Haus schließen

Wer als Besucher an den Feierlichkeiten teilnehmen will, zahlt diesmal für die Haupttribüne lediglich zehn Euro (ermäßigt acht Euro). Die Gegengerade bleibt für das Spiel gegen den Meister aus Köln allerdings geschlossen. Dort herrscht am Samstag also gähnende Leere.

Ganz im Gegensatz zum 25. Mai. Der Vorverkauf lässt darauf schließen, dass die „Hütte“ zum Pokalfinale voll sein wird. Nachdem alle Sitzplatztickets für das Pokalfinale auf der Haupttribüne vergriffen sind, können BSC-Anhänger noch Stehplatzkarten für Block B und die Gegengerade kaufen.