Heimspiel gegen Düsseldorf am Samstag

Bonner SC will gegen Fortunas U23 nachlegen

Kehrt gegen Düsseldorf nach seiner Gelbsperre wieder in den Kader zurück: Adis Omerbasic (rechts).

Kehrt gegen Düsseldorf nach seiner Gelbsperre wieder in den Kader zurück: Adis Omerbasic (rechts).

BONN. Der 2:0-Sieg in Verl ist für den Bonner SC wie ein Befreiungsschlag. BSC-Trainer Daniel Zillken sagte: Wir sind konkurrenzfähig. Gegen die U23 von Fortuna Düsseldorf will Zillken in erster Linie auf defensive Stabilität setzen.

Freude und vor allem Erleichterung: Nach zuletzt eher bescheidenen Vorstellungen mit der entsprechend mageren Punkteausbeute von einem Zähler aus fünf Partien feierte Fußball-Regionalligist Bonner SC mit dem 2:0-Erfolg beim SC Verl, der bis dahin einzigen ungeschlagenen Mannschaft der Liga, einen Befreiungsschlag zur rechten Zeit. Im Tabellenkeller ging damit für die Elf von Trainer Daniel Zillken wieder das Licht an.

„Die Jungs haben eine Riesenmentalität gezeigt“, sagte Zillken unmittelbar nach dem zweiten Saisonsieg. Mittelstürmer David Bors sicherte in der 28. und 65. Minute mit seinen Toren die drei Punkte. „Der Sieg war verdient, weil die Mannschaft mit viel Biss und Engagement gespielt hat“, meinte der BSC-Trainer. Auf die beiden Schlusslichter, die U23 des 1. FC Köln und Aufsteiger 1. FC Kaan-Marienborn, erspielte sich der BSC ein Polster von vier Punkten.

Am Samstag (14 Uhr, Sportpark Nord) geht der Abstiegskampf für den BSC weiter. Dann macht die U23 von Fortuna Düsseldorf ihre Aufwartung. Die Fortuna gewann ihr Spiel unter der Woche beim SC Wiedenbrück mit tatkräftiger Unterstützung aus der Profiabteilung mit 2:1.

Defensive Stabilität

In Verl hatte Zillken mit der Nominierung von BSC-Kapitän Mario Weber, der erstmals in dieser Saison nach seiner Gesichtsverletzung mit einer Spezialmaske zum Einsatz kam, die Defensive gestärkt. Vor der Viererkette mit Weber, Nico Perrey, Marcus Wipperfürth und Dennis Engelman räumten mit Kris Fillinger, Nils Rütten und Bernard Mwarome gleich drei Sechser auf. Die Taktik ging auf. Die Anzahl der Verler Torchancen hielt sich in überschaubarem Rahmen.

„Wir haben engagiert verteidigt und so gut wie nichts zugelassen“, lobte Zillken. Hinzu kam diesmal auch das nötige Spielglück. In der 51. Minute jagte Ron Schallenberg einen Strafstoß in den Verler Abendhimmel. Noch gegen Wiedenbrück hatte Vojno Jesic einen Elfmeter verschossen. Glück hatte wohl auch BSC-Schlussmann Alexander Monath, der nach einem Gerangel mit Verls Mittelstürmer Daniel Hammel nur „Gelb“ sah.

Auch gegen die Fortuna will Zillken in erster Linie auf defensive Stabilität setzen. Nicht zuletzt deshalb ist der 51-Jährige über das Comeback von Mario Weber froh. „Er hat uns mehr Stabilität verliehen“, lobte der BSC-Trainer seinen Kapitän. Überzeugen konnte auch Fillinger, der gegen Wiedenbrück 90 Minuten auf der Bank saß. Da auch der in Verl gelbgesperrte Adis Omerbasic gegen Düsseldorf wieder zur Verfügung steht, hat Zillken nun die Qual der Wahl.

Denn auch Rechtsverteidiger Sebastian Hirsch könnte gegen die Fortuna in den Kader zurückkehren. „Er trainiert nach drei Wochen Pause wieder gut mit“, berichtet der BSC-Trainer. „Wie bei Weber werden wir kurzfristig gemeinsam entscheiden.“ Eine Erkenntnis aus dem Spiel in Verl ist Zillken besonders wichtig. „Die Partie hat gezeigt, dass wir konkurrenzfähig sind.“