Erste Runde im DFB-Pokal

Bonner SC will an einem Sonntag gegen Hannover spielen

Nach aktuellem Stand der Dinge kann der BSC den Bundesligisten Hannover 96 wohl in seinem Wohnzimmer im Sportpark Nord empfangen.

Nach aktuellem Stand der Dinge kann der BSC den Bundesligisten Hannover 96 wohl in seinem Wohnzimmer im Sportpark Nord empfangen.

BONN. Wann Fußball-Regionalligist Bonner SC in der ersten DFB-Pokalhauptrunde gegen Bundesliga-Aufsteiger Hannover 96 spielt, ist von vielen Faktoren abhängig. Die Bonner wünschen sich einen Sonntag.

Mit dem Bundesliga-Rückkehrer Hannover 96 steht der Gegner des Fußball-Regionalligisten Bonner SC für die erste Runde des DFB-Pokals fest. Ex-Profi Sebastian Kehl hatte unter dem wachsamen Auge von DFB-Präsident Reinhard Grindel im Rahmen der ARD-Sportschau am Sonntag diese Paarung gezogen – eines von insgesamt 32 Spielen in der ersten DFB-Pokalhauptrunde.

Das Echo bei den BSC-Verantwortlichen war einhellig: Hauptsache ein Bundesligist. Auch die sehr wahrscheinliche Aussicht, das Spiel im heimischen Sportpark austragen zu können, sorgte für gute Laune beim Viertligisten. Noch offen ist allerdings, wann das Spiel stattfinden wird. Bislang steht nur der Terminrahmen fest. Die erste Hauptrunde wird zwischen dem 11. und 14. August ausgespielt. Dabei finden am Freitag, 11. August, ab 20.45 Uhr drei Spiele statt. Am Samstag stehen 13 Spiele in drei Zeitfenstern auf dem Spielplan: 15.30 Uhr, 18.30 Uhr und 20.45 Uhr. Zwölf Begegnungen sind für 15.30 Uhr und 18.30 Uhr am Sonntag terminiert. Den Abschluss bilden am Montag vier Partien um 18.30 Uhr und 20.45 Uhr.

Wer partout die Partie gegen Hannover 96 nicht im Sportpark verfolgen kann, muss sich nicht grämen. Alle Spiele des DFB-Pokals werden live von Sky übertragen. Im Free-TV ist die Partie am Montagabend ab 20.45 Uhr live in der ARD zu sehen. Außerdem strahlt die ARD am Samstag, Sonntag und Montag eine umfassende Highlight-Berichterstattung aus. Bis zur zeitgenauen Ansetzungen der 1. Hauptrunde werden mindestens zehn bis zwölf Tage ins Land ziehen.

Einfluss des ZIS

„Am 22. Juni steht ein Lehrgang in Frankfurt an“, sagt BSC-Vorstandsmitglied Jürgen Harder. „Da geht es um die Sicherheit, Ticketing und Marketing.“ Denn erst wenn die Lose in der ARD-Sportschau gezogen sind und im Fernsehstudio die Lichter ausgehen, beginnt in der Abteilung Spielbetrieb des DFB die Arbeit. Zunächst klärt die beim Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste Nordrhein-Westfalens angesiedelte Zentrale Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) in Duisburg, welche Begegnungen aufgrund des zu hohen Sicherheitsrisikos auf keinen Fall am gleichen Tag angesetzt werden dürfen.

Wichtig in diesem Zusammenhang sind die so genannten Reiseverkehrsüberschneidungen. Dafür kontrolliert die ZIS, an welchen Bahnhöfen die Fans rivalisierender Clubs auf der Anreise zu den jeweiligen Spielen aufeinandertreffen könnten.

Wünsche von vielen Seiten

Zwischen DFB und der Deutschen Fußball Liga erfolgt dann die Feinabstimmung. Die Verantwortlichen prüfen, wie sich die DFB-Pokal-Begegnungen in den Bundesliga- und Europapokalspielplan einbinden lassen. In dieser Phase haben auch die Vereine die Möglichkeit, Wünsche zu äußern, sofern sich diese spiel- und sicherheitstechnisch umsetzen lassen. „Wir würden gerne am Sonntag um 18.30 Uhr spielen“, sagt Harder.

Auch die ARD reicht Wünsche für die Ansetzungen aller Spiele ein. So entsteht ein grobes Terminraster. Nach der Feinjustierung erhalten die Vereine die dann verbindlichen Ansetzungen. Erst danach beginnen die vorbereitende Arbeit der Spieltagsplanung und der Vorverkauf. Noch sind also keine Reservierungen möglich. Fest steht nur, dass der BSC Mitgliedern, Ehrenamtlern, Dauerkarteninhabern und Sponsoren ein Vorverkaufsrecht für das Jahres-Highlight einräumt.