Niederlage

Bonner SC verliert gegen Oberhausen

Der Höhenflug der bislang besten Rückrundenmannschaft in der Fußballregionalliga West ist vorerst gestoppt.

Der Höhenflug der bislang besten Rückrundenmannschaft in der Fußballregionalliga West ist vorerst gestoppt.

Bonn. Der Höhenflug der bislang besten Rückrundenmannschaft in der Fußballregionalliga West ist vorerst gestoppt. Und erneut erwies sich dabei das Oberhausener Niederrheinstadion für den Bonner SC nach der 0:4 (0:1)-Niederlage nicht gerade als gutes Pflaster.

Unter teilweise heftigen Hagelschauern besiegelten Philipp Gödde, der in der 18. Minute per Foulelfmeter und in der 61. Minute nach einem Konter traf, sowie Philipp Eggersglüß mit seinen Toren in der 67. und 89. Minute die erste Niederlage für Markus Zschiesche, Trainer des Bonner SC. In der 31. Minute war BSC-Neuzugang Vincent Stenzel mit einem Foulelfmeter an RWO-Schlussmann Daniel Davari gescheitert. „Oberhausen hat uns nicht auseinander gespielt, auch wenn das Ergebnis das suggeriert“, meinte Zschiesche. „Aber wir haben heute zu viele Fehler gemacht. Das war letztlich ausschlaggebend für die klare Niederlage.“

Vor der Partie musste der Berliner zur Kenntnis nehmen, dass nach Karneval die Krankenstände gerne einmal in die Höhe schnellen. In Oberhausen fehlten deshalb Schlussmann Martin Michel und Rechtsverteidiger Adis Omerbasic.

Beide hatte ein Erkältungsvirus erwischt. Im Tor stand dafür Alexander Monath, der unter Ex-BSC-Trainer Daniel Zillken noch die unumstrittene Nummer eins gewesen war. Auf der rechten Abwehrseite vertrat Dennis Engelman den unpässlichen Omerbasic. Auch für Innenverteidiger Nico Perrey, der unter der Woche von einer Studienreise zurückgekehrt war, reichte es noch nicht für eine Kadernominierung. Dafür spielte erneut Wael Karim neben Cedric Mvondo. Das zweite Wiedersehen mit Ex-BSC-Spieler Dario Schumacher nach dem beachtlichen 1:1 im Hinspiel begann dann für die Gäste mit einer Schrecksekunde. In der 5. Spielminute unterlief Bernhard Mwarome genau dort ein Foulspiel, wo es gerade gegen RWO besonders weh tut. 18 Meter Torentfernung halblinks – eine Position wie gemalt für den Freistoß-Kunstschützen Dario Schumacher.

Vom Innenpfosten ins Feld

Und der Ex-Bonner wäre seinem exzellenten Ruf beinahe gerecht geworden. Aber der Ball sprang vom Innenpfosten zurück ins Feld. In der 9. Minute hatte Vincent Stenzel die Führung für den BSC auf dem Fuß, scheiterte aber aus rund elf Metern halblinke Position an Davari. In der 18. Minute blieb Kris Fillinger nicht viel übrig, als den durchgelaufenen Philipp Gödde im eigenen Strafraum regelwidrig zu stoppen. Eine Aktion, die der Unparteiische mit Gelb und Elfmeter doppelt bestrafte. Für Zschiesche hatte sich der Sechser falsch aufgedreht und so das Foul provoziert. Gödde selbst trat an und verwandelte mit einer gehörigen Portion Dusel zum 1:0 für RWO.

Monath war mit den Fingerspitzen noch am Ball, konnte den Einschlag aber nicht verhindern. Die Gäste blieben dennoch im Spiel, verzeichneten für einen Auswärtsauftritt viel Ballbesitz und hätten in der 31. Minute ausgleichen müssen. Diesmal leistete sich Tim Hermes in der verbotenen Zone ein Foulspiel an Stenzel, dass der Schiedsrichter erneut mit einem Strafstoß quittierte. Wie schon eine Viertelstunde zuvor lief auch diesmal der Gefoulte an. Allerdings mit anderem Ausgang, denn Davari ahnte die Ecke und wehrte ab. In der Folge musste BSC-Schlussmann Monath noch zweimal gegen Christian März (33.) und Schumacher (38.) eingreifen, um das 2:0 für die Hausherrn zu verhindern. In der 42. Minute rettete Wipperfürth vor der Linie, nachdem Francis Ubabuike Monath bereits umkurvt hatte.

Die zweite Halbzeit

Auch die zweite Halbzeit begann mit einer Oberhausener Großchance. Dabei kratzte Monath den Kopfball von RWO-Kapitän Jannik Löhden noch so gerade aus dem Torwinkel (49.). In der 61. Minute schien der BSC-Schlussmann erneut der Sieger zu sein – diesmal gegen Gödde. Aber den Nachschuss des RWO-Stürmers zum 2:0 konnte Monath nicht halten. Nur vier Minuten später liefen die Gäste erneut in einen Konter. Diesmal traf der von RWO-Trainer Mike Terranova eingewechselte Philipp Eggersglüß zum 3:0 und damit zur Entscheidung. In der 89. Minute erhöhte Eggersglüß ebenfalls nach einem schnellen Gegenstoß sogar noch auf 4:0. „Diese Szene war typisch für heute“, sagte Zschiesche. „Statt den Ball zu blockieren, lassen wir zu, dass RWO den Freistoß schnell ausführt.“

Statistik

Rot-Weiß Oberhausen: Davari, März, Gödde (69. Kurt), Reinert, Schumacher, Odenthal, Hermes (46. Eggersglüß), Nakowitsch, Ubabuike (56. Steinmetz), Ben Balla, Löhden.  

Bonner SC: Monath, Engelman, Karim, Mvondo, Wipperfürth, Fillinger, Mwarome (46. Salman), Brock, Jesic (62. Najar), Stenzel, Schmidt (62. Somuah).  

Tore: 1:0 Gödde (15./FE), 2:0 Gödde (61.), 3:0 Eggersglüß (65.), 4:0 Eggersglüß.
Zuschauer: 2173.
Schiedsrichter: Fabian Maibaum (Hagen).