Spiel gegen SV Straelen

Bonner SC mit 0:0 gegen Team von Inka Grings

Bonn. Der Fußballregionalligist Bonner SC hat am Samsagnachmittag gegen den SV Straelen 0:0 gespielt. BSC-Trainer Markus Zschiesche setzte bei der Partie auf die gleiche Elf wie gegen Düsseldorf.

Unerklärlich, ja fast schon rätselhaft: Nach den durchaus ansehnlichen Spielen und halbwegs zufriedenstellenden Ergebnissen der letzten Wochen lief beim 0:0 des Fußballregionalligisten Bonner SC gegen den seit nunmehr sechs Spielen torlosen SV Straelen wenig bis gar nichts zusammen. Die 433 Zuschauer im Sportpark Nord wunderten sich und froren, hielten sich aber mit Unmutsäußerungen noch zurück.

In den 90 Minuten waren die Gäste dem 1:0 näher, als die diesmal mittellosen Hausherrn, bei denen Lauf- und Passwege häufig in die Irre führten. Für den BSC sprang während der gesamten Partie eine einzige Torchance durch Suheyel Najar in der 90. Minute heraus. „Wir nehmen den Punkt heute mit, sind aber nicht mit der Art und Weise, wie wir gespielt haben, nicht zufrieden“, meinte BSC-Trainer Markus Zschiesche. „Vielen Aktionen hat die Präzision und die Durchschlagskraft gefehlt“, sagte der 37-Jährige.

Dabei musste der Berliner erstmals keine Hand an die Anfangself legen. Die Mannschaft, die in Düsseldorf gut begann, aber die möglichen Punkte durch eigene Fehler wieder aus der Hand gab und am Ende mit 2:3 verlor, spielte auch gegen den Tabellen-14. Eine Premiere unter Zschiesche feierte Mario Weber. Nach überstandenem Innenbandriss im Knie saß der angestammte BSC-Kapitän zum ersten Mal nach der Winterpause wieder auf der Bank. Dass die Niederlage in Düsseldorf nicht zum Brustlöser gegen Straelen taugt, dürfte jedem der 433 Besucher im Sportpark Nord klar gewesen sein.

Darüber, wie schwer sich der BSC während der ersten 45 Minuten tatsächlich tat, wunderte sich der eine oder andere dann doch. Es war das alte Leid. Gefällig vorgetragene Angriffe gegen früh pressende Gäste scheiterten zu häufig am letzten Pass. Und in Straelener Strafraumnähe gerieten die Bemühungen der zunehmend nervös wirkenden Hausherrn oftmals viel zu kompliziert.

Auf der Bonner Habenseite fanden sich dann auch nur ein Schuss von Geburtstagskind David Bors (2.) und ein Fernschuss von Kapitän Kris Fillinger (22.), bei dem schon ein Hauch von Verzweiflung im Spiel war. Weitaus gefährlicher agierte die Elf von Inka Grings, der sich bei Ballgewinn gegen weit aufgerückte Gastgeber logischerweise mehr Räume boten. Nach dem ersten Torschuss von Shun Terada (11.) hielten die Bonner Fans in der 23. und 32. Minute nach Kontern der Gäste den Atem an. Nico Perrey und Cedric Mvondo retteten jeweils in letzter Sekunde gegen Terada und Ahmad Jafari. 

Auch die zweite Hälfte begann für den BSC mit einem Schreckmoment, als Björn Kluft in der 47. Minute einen Freistoß aus halbrechter Position an die Latte des Bonner Tores nagelte. Auf die nach wie vor fahrige Spielweise seiner Schützlinge reagierte Zschiesche mit einem Doppelwechsel. Ab der 58. Minute spielte Bernard Mwarome und Vojno Jesic für die diesmal wirkungslosen Vincent Stenzel und Hamza Salman. Die nächste Chance aber vergab Straelen. Kluft verpasste eine Rechtsflanke nur hauchdünn (59.).

Zudem tauchte immer wieder Terada vor Martin Michel auf. In der 63. Minute durfte sich der BSC-Schlussmann erneut bei Perrey bedanken, der noch den Fuß dazwischen bekam. Straelen wurde immer mutiger, der BSC immer unsicherer. Es roch förmlich nach der Führung für die Gäste, die den BSC fast immer in Überzahl erwarteten. Letztlich blieb es bei der schweren Kost, einem gefährlichen Torschuss durch Najar (90.) und einem 0:0, dass der Elf von Inka Grings deutlich besser zu Gesicht stand, als dem BSC. Der allerdings kann es bereits am Mittwoch gegen den nächsten Aufsteiger Lippstadt 08 viel besser machen.

Bonner SC: Michel, Omerbasic, Perrey, Mvondo, Hirsch, Fillinger, Brock, Najar, Stenzel (58. Jesic), Salman (56. Mwarome), Bors (76. Somuah).

SV Straelen: Buchholz, Kim, M´Bengue, Jafari (88. Schikowski), Stevens, Terada, Abdelkarim, Ellguth, Ribeiro, Kluft, Weggen. 

Tore: Fehlanzeige. Zuschauer: 433. Schiedsrichter: Laurent Kopriwa (Luxemburg).