Bonner SC

BSC-Trainer Zillken kritisiert seine Mannschaft

Richtungweisend: BSC-Trainer Daniel Zillken betont, wie wichtig die Partie am Sonntag gegen die U23 des FC ist.

Richtungweisend: BSC-Trainer Daniel Zillken betont, wie wichtig die Partie am Sonntag gegen die U23 des FC ist.

Bonn. Nach dem Pokal-Aus in Euskirchen geht der Trainer mit seiner Mannschaft hart ins Gericht. Am Sonntag gegen Köln wird es Änderungen geben.

Daniel Zillken kann mit Niederlagen umgehen. Neunmal stellte sich der Cheftrainer des Fußball-Regionalligisten Bonner SC mehr oder weniger schützend vor seine Mannschaft. „Die Jungs haben alles versucht“, pflegt der 50-Jährige dann zu sagen. Nach dem Pokal-Aus beim TSC Euskirchen nach Verlängerung und Elfmeterschießen am Dienstag und vor dem so wichtigen letzten Heimspiel des Jahres am Sonntag (14 Uhr, Sportpark Nord) gegen die U23 des 1. FC Köln ging Zillken mit seiner Mannschaft dagegen hart ins Gericht.

„Das war zu wenig und hatte nichts mit Regionalligafußball zu tun“, meinte der BSC-Trainer, dem die Enttäuschung über das Ausscheiden im Pokal, in dem der BSC in der abgelaufenen Saison seine spektakulärsten Siege gefeiert und es bis in die erste Hauptrunde des DFB-Pokals geschafft hatte, deutlich anzumerken war. „Der Stachel sitzt noch immer tief“, meinte Zillken. „Ich muss mich bei den mitgereisten Fans im Namen der Mannschaft entschuldigen. Statt sich gemütlich auf der Couch das Spiel Bayern gegen Paris anzusehen, sind sie nach Euskirchen gefahren, um am Ende bitter enttäuscht zu werden.“

Um ein Haar wäre der pomadig agierende Regionalligist ja noch mit einem blauen Auge davongekommen. Daniel Somuah hatte die Gäste kurz vor dem Pausenpfiff mit 1:0 in Führung geschossen. Euskirchen glich erst in der Nachspielzeit durch Jan Euenheim aus. Nach torloser Verlängerung verschossen Nico Perrey und Jannick Stoffels ihre Elfmeter – der BSC war draußen.

Bis auf Innenverteidiger Mario Weber und Somuah, der – anders als geplant – schließlich 120 Minuten durchspielen musste, ließ der BSC-Coach an seinen Akteuren kein gutes Haar. „Ich werde in der Kabine selten laut. Diesmal aber ging es nicht anders. Doch genützt hat es trotzdem nichts. Und wenn es spielerisch nicht läuft, erwarte ich zumindest die Bereitschaft, so richtig Kilometer zu machen. Auch das hat in Euskirchen komplett gefehlt.“

Wetteraussichten am Wochenende durchwachsen

Am Sonntag erwartet Zillken einen ganz anderen Auftritt. „Die Spieler sind gefordert. Nicht nur, weil es gegen einen Mitkonkurrenten im Abstiegskampf geht. Nach einem solchen Auftritt erwarte ich eine Reaktion.“ Hinsichtlich der Aufstellung will und muss der BSC-Trainer reagieren. Daniel Bors und Aleksandar Pranjes schieden in Euskirchen verletzt aus. Beide dürften gegen den FC nicht zur Verfügung stehen. Wie Daniel Somuah die Strapazen überstanden hat, muss sich noch zeigen. Bis zum Sonntag will Zillken den Rückkehrer nach langer Leidenszeit jedenfalls mit Samthandschuhen anfassen. Perrey, der erst in der Verlängerung zum Einsatz kam, und Günter Mabanza, den Zillken gegen Euskirchen komplett schonte, sind für Sonntag wohl gesetzt.

Auch wenn in Köln derzeit vieles drunter und drüber geht, warnte der BSC-Trainer ausdrücklich vor dem nächsten Gegner. „Der FC gehört sicherlich nicht in diese Tabellenregion und wird alles versuchen, so schnell wie möglich da unten wieder rauszukommen. Wenn wir so spielen wie im Pokal, dürfte ihnen das am Sonntag bereits gelingen.“

Ob der Ball im Sportpark Nord überhaupt rollen kann, will die Platzkommission der Stadt am Freitag entscheiden. Die Wetteraussichten für das Wochenende sind wie die Laune des BSC-Trainers – eher durchwachsen.