Regionalliga West

BSC-Coach Daniel Zillken denkt übers Aufhören nach

Bonn. Daniel Zillken denkt über den Abschied vom Trainer-Posten beim Bonner SC nach. Der Übungsleiter hatte seiner Frau versprochen, den Job mit 50 zu quittieren. Diese Saison bezeichnet der 50-Jährige schon als Zugabe. Nach Karneval soll es intensive Gespräche über seine Zukunft geben.

Uli Hoeneß und Dirk Mazurkiewicz können einem leidtun. Beide führen mit viel Herzblut einen Fußballverein, der eine an exponierter Stelle, der andere im Vergleich eher im Verborgenen. Für beide arbeiten die absoluten Wunschtrainer. Jupp Heynckes bei Bayern München, Daniel Zillken beim Viertligisten Bonner SC. Und beide Trainer denken zum Leidwesen ihrer Brötchengeber übers Aufhören nach.

Der noch 72-jährige Heynckes wohl einen Tick konsequenter als sein 50-jähriger Kollege. „Ich persönlich glaube, er wird nicht mehr allzu lange Trainer bleiben“, hatte Mazurkiewicz im GA-Interview am Samstag über die Absichten von Zillken gemutmaßt. Der 50-jährige wollte die Äußerung seines Vorstandsvorsitzenden zumindest nicht dementieren. „Ich fühle mich beim BSC sauwohl. Aber drei Jahre werde ich nicht mehr als Trainer arbeiten“, sagte Zillken.

Eigentlich sei sein Rücktritt sogar schon überfällig. „Meine Frau und ich waren uns einig, dass mit 50 Schluss ist“, berichtet der BSC-Trainer. „Diese Saison ist also schon eine Zugabe“, meint Zillken. Neben seinem Fulltimejob in Köln ist er laut eigener Aussage mindestens 30 Stunden für den Regionalligisten im Einsatz. „Wir wollen die Klasse halten. Dafür werden die Mannschaft und ich alles geben.“ Was danach kommt, sollen intensive Gespräche nach Karneval klären. Erster Ansprechpartner sei die Ehefrau. „Dann folgt der BSC“, sagt Zillken.