ZweitenBasketballbundesliga Pro B

Rhöndorf Dragons beweisen derzeit große Stärke

Bad Honnef.  Wer am vergangenen Spieltag der zweiten Basketballbundesliga Pro B in der Sporthalle am Menzenberg weilte, der kam mal wieder voll auf seine Kosten.
Volles Haus: Nick Larsen (Nummer 5) und sein Team locken stets über 900 Zuschauer in die Menzenberger Halle.
								Foto: Horst Müller
Volles Haus: Nick Larsen (Nummer 5) und sein Team locken stets über 900 Zuschauer in die Menzenberger Halle. Foto: Horst Müller

Die Dragons Rhöndorf spielten zwar in der ersten Halbzeit alles andere als souverän, waren dafür aber im zweiten Abschnitt zur Stelle und bogen die Partie gegen die starken Bayer Giants Leverkusen nochmals zum 75:71 um - viel dramatischer und schöner kann ein Spielverlauf für einen Rhöndorfer Fan kaum sein.

Es passt momentan vieles zusammen beim ungeschlagenen Tabellenführer der Pro B, Gruppe Süd, der mit zehn Siegen in zehn Spielen einsam seine Kreise in der Liga zieht. Die neue Mannschaft und die Fans sind längst zu einer mächtigen Einheit zusammengewachsen. Insgesamt bleibt festzuhalten: "In Rhöndorf entsteht derzeit wieder etwas Großes."

Mit einem Zuschauerschnitt von über 900 Basketballfans pro Spiel, einem ideenreichen und unterhaltsamen Cheerleader-Team, einer professionellen Öffentlichkeitsarbeit samt Internet-Liveradio bei Auswärtsspielen und nicht zuletzt einem attraktiven VIP-Raum-Angebot mit Catering für Sponsoren sind alle Voraussetzungen bereits jetzt erfüllt, um im Entferntesten verstohlen einen Blick nach oben Richtung Pro A richten zu dürfen - wohlweislich, dass ein dafür "elementarer" Hauptsponsor noch fehlt.

Zurück zum Sportlichen: Ein Plus ist sicherlich, dass Rhöndorf in dieser Saison auswärts sportliche Stärke beweist. Exemplarisch dafür sind die Siege beim Tabellenzweiten Weißenhorn und dem Tabellendritten Hanau. Trainer Boris Kaminski setzt dabei auf die ganze Mannschaft und versucht allen Spielern Einsatzzeiten zu geben. Und dennoch ist ein Akteur Dreh- und Angelpunkt: Spielmacher Nick Larsen, der bisher eine drachenstarke Saison spielt.

Nick Larsen: "Ich habe eine gute Phase und hoffe, dass diese weiter andauert. Aber wichtig ist die kollektive Leistungsfähigkeit." Dass Larsen gegen Leverkusen sieben Dreier versenkte, relativiert der Regisseur: "Leverkusen hat viel Zone gespielt und wir haben viel Raum für freie Würfe bekommen. Das kann im nächsten Spiel wieder ganz anders aussehen."

Larsen schreibt den sportlichen Erfolg zu einem großen Anteil dem neuen Trainer Kaminski zu, der die gute Arbeit von Ex-Coach Eric Detlev nochmals um einen weiteren Schritt intensiviert habe. Insgesamt ist Larsen aber vorsichtig, die Rhöndorfer Entwicklung einzuschätzen: "Ich glaube, dass die Nord-Gruppe der Pro B ein wenig stärker ist. Da es Ende der Saison ja wieder Play-offs gibt, ist vieles noch in weiter Ferne. Und auch wenn wir es uns nicht wünschen, werden wir in dieser Saison bestimmt auch mal als Verlierer das Parkett verlassen."

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