Das GA-Torfieber grassiert wieder
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Die Bonner haben schwierige vier Wochen hinter sich, in denen sie gegen Spitzenmannschaften antreten mussten: zweimal gegen die Artland Dragons sowie gegen Alba Berlin und den Meister Brose Baskets Bamberg. Die Wunschausbeute haben die Baskets dabei zwar nicht erreicht - gehofft hatte man auf zwei Siege, am Ende war es nur einer -, dennoch haben sie noch genügend Chancen, Boden gutzumachen.
"Allerdings dürfen wir uns kaum noch einen Ausrutscher erlauben", weiß Trainer Michael Koch vor dem Heimspiel am morgigen Sonntag (17 Uhr, Telekom Dome) gegen den BBC Bayreuth. Es ist der Auftakt einer Serie von vier Heimspielen die nur durch die Aufgabe bei den EWE Baskets Oldenburg am Mittwoch nächster Woche unterbrochen wird. Nach Bayreuth kommen am 18. Februar die EnBW Ludwigsburg, am 4. März s.Oliver Würzburg und am 7. März Phoenix Hagen nach Bonn.
"Unser Anspruch muss sein, die Heimspiele zu gewinnen", blickt Mike Koch voraus. "Wenn wir das schaffen, sind wir im Kampf um die Play-offs wieder voll im Geschäft." Mit gestärktem Selbstvertrauen könnte der fünfmalige Vizemeister dann auch die sich anschließenden Aufgaben bei den Eisbären Bremerhaven und beim Tabellenzweiten ratiopharm Ulm angehen.
So weit will Koch aber noch nicht blicken. "Unsere ganze Aufmerksamkeit gilt derzeit nur Bayreuth", erklärte der 46-Jährige. Dabei kam ihm durchaus gelegen, dass seine Mannschaft in der EuroChallenge eine Pause hat und sich ihm dadurch die Möglichkeit bietet, sie in Angriff und Verteidigung intensiv auf den Gast aus Süddeutschland vorzubereiten.
Insbesondere konnte Spielmacher Jared Jordan, der bei der 66:97-Niederlage in Bamberg so schmerzlich vermisst wurde, seinen fiebrigen Infekt in Ruhe auskurieren. Koch: "Er ist wieder im Training."
Bayreuth bietet sich für die Rückkehr zu erfolgreicheren Zeiten geradezu an. In der Hinrunde verloren die Bonner dort mit 76:87. In diesem Spiel zog sich Benas Veikalas einen Muskelfaserriss zu. Der längerfristige Ausfall des Litauers war gleichbedeutend mit dem Beginn einer Krise. "Die Vorzeichen sind diesmal wesentlich besser. Wir werden in Bestbesetzung spielen und haben inzwischen Talor Battle dazu bekommen", sagte Koch.
Den Gegner zeichne vor allem eine sehr aggressive Abwehr aus, die versuchen werde, Jordan aus dem Spiel zu nehmen. Der Amerikaner ist der überragende Passgeber der BBL. Im Schnitt gab er bisher 7,9 Assists. Durch die Verpflichtung von Battle sind die Baskets im Spielaufbau variabler geworden. "Er erleichtert mir die Aufgabe und nimmt mir ein wenig den Druck", erklärte Jordan, zumal die beiden Guards auch sehr gut zusammen auf dem Feld agieren. Jordan: "Ich sehe da aber sogar noch Steigerungspotenzial."
Im Hinspiel in Bayreuth lagen die Baskets in der 32. Minute noch mit 60:59 in Führung, als Bayreuth angetrieben von seinen besten Werfern Danny Gibson (12 Punkte pro Spiel) und Osvaldo Jeanty (12 Punkte) für eine Vorentscheidung sorgte. Neben den beiden Guards setzt unter den Brettern Power Forward Ekenechukwu Ibekwe (11,7 Punkte, 5,8 Rebounds) entscheidende Akzente. Auf der Center-Position ist besonders auf den bulligen Brandon Hunter (7,8 Punkte, 5,6 Rebounds) zu achten.
Artikel vom 11.02.2012