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Saisonabschlussfeier
Fans feierten mit den Telekom Baskets
Von Gerhard Mertens
BONN. Die Gretchenfrage konnte oder wollte keiner beantworten: Welche Spieler werden außer Chris Ensminger, Benas Veikalas, Jared Jordan, Fabian Thülig, Jonas Wohlfarth-Bottermann und Florian Koch auch in der kommenden Saison für die Telekom Baskets Bonn spielen? Bei der Abschiedsparty des Basketball-Bundesligisten Freitag im Foyer des Telekom Dome wollten die Fans zumindest einen Hauptverdächtigen ausgemacht haben: Andrej Mangold.
Großartig, hier gewesen zu sein oder immer noch zu sein", sage der 25-Jährige ein wenig missverständlich. Doch hatte er schon am Dienstag nach dem letzten Viertelfinalspiel gegen die Brose Baskets Bamberg klar zum Ausdruck gebracht, dass er gerne weiter für die Bonner spielen würde. "Mir gefällt es supergut in Bonn. Die Rahmenbedingungen stimmen. Aber es ist halt auch mein Job, von dem ich lebe", hatte er gesagt und damit zum Ausdruck gebracht, dass er sich auch die Aufstockung seines Gehalts erhofft. Doch er betonte: "Geld alleine spielt nicht die Hauptrolle."
Dass bei Tony Gaffney Geld eine entscheidende Rolle spielen wird, brachte Trainer Michael Koch scherzhaft zum Ausdruck. Jeder solle einen Euro für Gaffney geben, dann könne man sich es vielleicht leisten, ihn zu halten. "Wenn es nur um Basketball ginge, und ich käme nach Europa zurück, würde ich liebend gerne für die Telekom Baskets spielen", sagte Gaffney.Geld sei zwar nicht alles, "aber der geschäftliche Teil spielt immer eine Rolle. Es geht auch darum, für die Zukunft vorzusorgen. Als Basketballer hat man nur einen begrenzten Zeitraum, das zu tun. Und da muss man manchmal harte Entscheidungen fällen und seine Gefühle beiseite schieben."
Mike Koch hob rückblickend den vorbildlichen Geist in seiner Mannschaft hervor. "Wir hatten schwierige Phasen zu überstehen, aber die Mannschaft hat nie aufgegeben und dann Bamberg alles abverlangt", stellte er unter dem Beifall der Fans fest. Die Planungen für die kommende Saison haben für ihn aber schon begonnen. Koch: "Ich kann sehr froh sein, dass ich mit Chris Ensminger, Jared Jordan und Benas Veikalas schon drei Eckpfeiler habe."
Bereits nach dem letzten Spiel gegen Bamberg habe es in seinem Email-Fach "gerasselt" und hätten Agenten ihre Spieler angeboten. Die Spielersuche sei in vollem Gange. Kontakte müssten geknüpft und Videos studiert werden. "Zwar werde ich einige Tage Urlaub machen können, aber Smartphone und Laptop sind immer dabei."
Mitte August wird er die neue Mannschaft zum ersten Training bitten. Bis dahin machen die, die in Bonn bleiben, auch erst einmal Urlaub, trainieren individuell weiter oder arbeiten fürs Studium, wie Fabian Thülig. Die Saison 2012/2013 beginnt Anfang Oktober.
Artikel vom 19.05.2012
Basketball
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