Die Telekom Baskets glauben beim Meister und Pokalsieger Bamberg an ihre Chance

BONN.  Es steht an zur Entscheidung - das Spiel beim Meister und Pokalsieger der vergangenen zwei Jahre. Das an sich reicht schon, um klarzumachen, wie schwer die Aufgabe ist, die die Telekom Baskets Bonn am Sonntag (16 Uhr) in der Basketball-Bundesliga bei den Brose Baskets Bamberg erwartet. Doch es geht noch Furcht einflößender.

Mit einem herzlichen Empfang darf Chris Ensminger in Bamberg rechnen, wo er lang Jahre gespielt hat. Foto: Norbert Ittermann

Denn die Mannschaft von Trainer Chris Fleming kann vor dem eigenen fanatischen Publikum in der Stechert-Arena auf eine imposante Siegesserie verweisen. Seit gut eineinhalb Jahren sind sie in der sogenannten "Frankenhölle" in 41 Spielen gegen Bundesligakonkurrenten ungeschlagen.

"Hinfahren und sehen, was geht", macht sich allerdings Baskets-Spieler Andrej Mangold keine großen Gedanken. Und Trainer Michael Koch ist weit davon entfernt, die Partie schon als verloren abzuhaken. "Wir haben keine Angst", sagt er.

Zu verlieren habe sein Team in Bamberg nichts. Man werde versuchen, alle Register zu ziehen, um vielleicht doch eine Überraschung zu schaffen. "Sicher ist, dass wir offensiv wie defensiv 40 Minuten auf einem hohen Level spielen müssen", erklärte Mike Koch.

Die Leistung, die die Bonner am Mittwoch in der EuroChallenge gegen Okapi Aalstar vor allem defensiv gezeigt haben, kann da nur ein Anfang sein. Koch: "Bamberg ist eine Klasse besser. Die können sich leisten, Spieler wie Anton Gavel, Predrag Suput und Tibor Pleiß von der Bank kommen zu lassen. Sie haben acht, neun Spieler von hoher Qualität." Wenn der eine außer Form spiele, springe der nächste in die Bresche.

Um das scheinbar Unmögliche möglich zu machen, komme es darauf an, den Gegner mental ständig zu beschäftigen. Wie das aussehen könnte, zeigten die Bonner gegen Aalst, als sie die Belgier durch wechselnde Verteidigungssituationen immer wieder vor neue Aufgaben stellten. "Wenn man Bamberg immer das Gleiche anbietet, wird man auseinandergenommen", sagte Koch.

Zu allererst wollen die Baskets die Räume in der Zone eng machen, um dem Gegner die leichten Körbe wegzunehmen. "Das ist angesichts der Distanzstärke Bambergs sicher eine Gratwanderung", so Koch. Wenn es nicht funktioniere, müsse man umdenken. Auch offensiv gelte es, den Gegner zu beschäftigen und die Angriffe nicht zu schnell abzuschließen, sondern ruhig auszuspielen.

Das Hinspiel in Bonn ging mit 73:85 verloren. Da waren die Baskets Ende des dritten Viertels beim Stand von 59:59 noch auf Augenhöhe gewesen.

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