Das GA-Torfieber grassiert wieder
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Es war diesmal alles ein bisschen anders bei den Telekom Baskets. Am Karnevalssamstag hatte das Spiel gegen Ludwigsburg nicht nur auf den Tribünen einen närrischen Anstrich. 5600 Zuschauer waren traditionsgemäß verkleidet in den Telekom Dome geströmt, in der frohen Erwartung, dass die Baskets ihre Feierlaune durch einen Sieg noch befeuern.
Aber auch auf dem Feld regierte zunächst der Frohsinn, wenn auch bei einer ernsten Angelegenheit. Denn vor dem Sprungball fungierte Prinz Reiner als „Glücksfee“ bei der Auslosung der Pokal-Halbfinalpaarungen des Top-Four-Turniers, das am 24./25. März in Bonn stattfindet. Er tat dies in Vertretung der erkrankten Bonna Victoria I. und hatte dabei eine glückliche Hand.
Nicht nur, dass er mit der ersten Kugel die Telekom Baskets aus der Schüssel zog, sondern als zweite Mannschaft und damit als Bonner Gegner die New Yorker Phantoms Braunschweig. Riesenjubel in der Halle, gelten doch die Braunschweiger als der vermeintlich leichteste Gegner. So gingen die Bonner nicht nur dem Pokalverteidiger Brose Baskets Bamberg aus dem Weg, sondern auch ratiopharm Ulm, der aktuelle Tabellenzweite der BBL. Beide Teams werden sich im zweiten Halbfinale gegenüberstehen.
Ludwigsburg blieb bissig
Nach dem glanzvollen Sieg in Oldenburg, wo die Baskets beim 99:75-Sieg ein wahres Basketball-Feuerwerk abgebrannt hatten, hofften die Fans gegen Ludwigsburg auf eine ähnliche Glanzvorstellung. Zu der kam es nicht ganz, weil sich die Ludwigsburger Verteidigung sehr gut vorbereitet zeigte und im Bonner Spiel nicht der rechte Spielfluss aufkommen wollte.
Das änderte allerdings nichts an der Überlegenheit der Hausherren, die nach 5:9-, 9:10- und 10:11-Rückständen bis zum Viertelende auf 23:15 davonzogen. Als Tony Gaffney eingangs des zweiten Viertels mit fünf Punkten in Folge das 28:15 besorgte und Zvonko Buljan per Dreier auf 31:15 erhöhte, schien Bonn heiß zu laufen. Doch es lief nicht alles nach Wunsch. Nicht aufsteckende und konzentriert weiter spielende Ludwigsburger verkürzten auf sechs Punkte: 33:27 (16.). Postwendend wurden die Gäste aber von den Baskets gestoppt, die zur Pause mit 43:30 in Führung lagen.
Ludwigsburg blieb bissig und ließ sich nicht abschütteln, verkürzte sogar noch einmal auf neun Punkte Differenz: 59:48 (27.). Die Gäste profitierten aber auch davon, dass die Bonner des Öfteren einen Schnörkel zuviel machten und für die Galerie spielen wollten. Je mehr es aber aufs Ende zuging, desto konzentrierter spielten die Baskets.
Der Phase bis zum 81:61 (26.) drückten Benas Veikalas mit drei Dreiern, Talor Battle und Tony Gaffney ihren Stempel auf. Unter dem Korb setzte sich Chris Ensminger ein ums andere Mal durch. Gut fürs Spiel, dass die Gäste nach wie vor alles versuchten und immer mal wieder verkürzten. Am letztendlich verdienten und klaren Erfolg der Baskets änderte das aber nichts. Der Boden war bereitet für die größe Karnevalsparty in Bonn, die zünftig mit einer Polonaise eingeleitet wurde.
Artikel vom 18.02.2012