Center aus Kanada

Colby Genoway verstärkt die Kölner Haie

Schon weit herumgekommen ist Colby Genoway. Der Kanadier spielte bisher in zehn Spielzeiten bei neun Vereinen in sechs verschiedenen Ländern Europas.

Schon weit herumgekommen ist Colby Genoway. Der Kanadier spielte bisher in zehn Spielzeiten bei neun Vereinen in sechs verschiedenen Ländern Europas.

KÖLN. Der erfahrene Center aus Kanada, der zuletzt in Bratislava unter Vertrag stand, soll das Kölner Offensivspiel beleben. Der 34-Jährige spielt seit zehn Jahren in Europa und stand dabei für neun Vereine in sechs Ländern auf dem Eis.

Die Kölner Haie sind beim Neuaufbau ihres Teams ein weiteres Stück vorangekommen. Colby Genoway soll die in der Vergangenheit oft lahmende Offensive des KEC beleben. Der 34 Jahre alte Routinier, der vom HC Slovan Bratislava dazustößt, ist bei den Kölnern in erster Linie für die als Schwachstelle ausgemachte Center-Position eingeplant. Der Rechtsschütze kann aber auch als Außenstürmer aufgeboten werden.

Für den Club aus der russischen KHL bestritt der Kanadier in der abgelaufenen Saison 56 Partien, in denen er 31 Scorerpunkte (neun Tore, 22 Vorlagen) sammelte. Er gilt als stark in punkto Übersicht und Technik. „Colby Genoway ist ein sehr erfahrener Center, der reichlich Spielzeit in der KHL absolviert hat. Er kann von uns auf dem Eis in jeder Situation gebracht werden“, erklärt Haie-Sportdirektor Mark Mahon, der vor der sehr ereignisreichen Vita Genoways nicht zurückschreckte.

Nach rund drei Profijahren in der American Hockey League (253 Spiele, 169 Scorerpunkte) wechselte der 1,85 Meter große und 90 Kilogramm schwere Stürmer zur Saison 2008/09 nach Europa, wo er es in zehn Spielzeiten auf neun Vereine in sechs verschiedenen Ländern brachte. Über die Stationen Mora IK (Schweden), HC Pardubice (Tschechien) und Ilves Tampere (Finnland) führte sein Weg in die Schweiz, wo er zunächst für den HC Lugano und später für den Lausanne HC aktiv war. Seit der Spielzeit 2015/16 verbrachte Genoway den Großteil seiner Zeit in der KHL. Von 2015 bis 2017 stand er bei Medvescak Zagreb unter Vertrag, kehrte zwischenzeitlich aber noch zweimal in die Schweiz zurück. Nach Engagements beim HC Fribourg-Gotteron und dem EHC Kloten verschlug es den Angreifer nach Bratislava.

Für die Defensive verpflichtete der KEC mit Christoph Eckl dagegen ein junges deutsches Talent, das zusätzlich für den Kooperationspartner Löwen Frankfurt spielberechtigt sein wird. Der 20-Jährige stand in der vergangenen Saison 51 Mal (ein Tor, zwei Vorlagen) für die Heilbronner Falken in der DEL2 auf dem Eis. Der gebürtige Regensburger stammt aus der Talentschmiede der Adler Mannheim. Zuvor hatten die Kölner bereits Torhüter Bastian Kucis (ESV Kaufbeuren), Verteidiger Morgan Ellis (Färjestad BK) sowie die Stürmer Alexander Oblinger (Straubing Tigers), Fabio Pfohl (Grizzlys Wolfsburg) und Marcel Müller (Leksands IF) verpflichtet. Letzterer fällt wegen einer schweren Knieverletzung aber mindestens bis Ende dieses Jahres aus.

Die ganz großen Transfers lassen also noch auf sich warten. Die Haie sind auf der Suche nach einem Verteidiger mit Offensivqualitäten und bis zu drei Stürmern. Sechs von elf verfügbaren Ausländerlizenzen hat der KEC bislang vergeben. „Wir haben Angebote abgegeben, warten auf Entscheidungen und hoffen, bis zur nächsten Woche einen Schritt weiter zu sein“, sagt Trainer Peter Draisaitl. Der Erfolg auf dem Transfermarkt entscheidet auch darüber, ob Flügelstürmer Justin Shugg einen neuen Kontrakt erhält. Die Zeichen stehen aber auf Abschied.