1. FC Köln

Unterstützung für Ujah, Thiel kommt für Bröker

KÖLN.  Die Erwartungen im Umfeld und bei den Fans sind ebenso hoch wie in den eigenen Reihen: Alles andere als der erste Kölner Zweitliga-Punktspielsieg heute (13 Uhr/live bei Sky) in Paderborn wäre eine große Enttäuschung.
Torjubel à la Ujah: Der Trainer kritisiert, dass insgesamt zu wenig gejubelt wird. Foto: dpa

Um die zu vermeiden, fordert Peter Stöger von seinen Spielern mehr Effektivität. "Wenn wir die in Dresden und gegen Düsseldorf gezeigt hätten, könnten wir mehr als die zwei Punkte besitzen", ärgerte sich der Trainer vor der gestrigen Fahrt ins Ostwestfälische.

Damit seine Spieler das von ihm nicht nur zu hören bekamen, sondern auch lesen konnten, verschickte er es gestern noch via Facebook. Er habe das einmal nachhaltig ansprechen wollen, begründete der Wiener.

Die zu geringe Chancenverwertung ist auch bei dem neuen Trainer das alte FC-Leid. Wie in der Vorsaison haperte es in den Auftaktspielen an der Trefferquote. Lediglich Tony Ujah traf jeweils ein Mal, womit er zumindest seine Torjägerqualitäten unterstrich. Was jedoch noch völlig fehlte, war das Nachrücken der übrigen Offensivkräfte vors gegnerische Tor.

"Die Mittelfeldspieler müssen unbedingt mehr zum Torabschluss kommen. Wir benötigen dringend weitere Leute, die Torgefahr ausstrahlen. Auf Dauer können wir uns nicht allein auf Tony Ujah verlassen", nahm Peter Stöger gestern seine Spieler in die Pflicht.

Einer, der sich nicht vor dem Torschuss scheut, der ihn geradezu sucht, ist Maxi Thiel - und er wird heute erstmals in der Kölner Startelf stehen. "Sobald ich an den Ball komme, gibt's für mich nur eins: Nach vorne! Wenn ich in Außenposition in Ballbesitz komme, nehme ich Tempo auf, ziehe nach innen, weil da das Tor steht, und suche den Abschluss", beschreibt der Linksaußen das, was er im Spiel am liebsten macht.

Gegen Paderborn erhält Maxi Thiel aus zwei Gründen eine Chance von Beginn an: Zum einen zeigte er nach seiner Einwechslung beim Pokalsieg in Trier gute Ansätze und erzielte per Freistoß den Treffer zum 2:0-Endstand. Zum anderen fällt der zuvor am linken Flügel gesetzte Thomas Bröker aus. Wegen Muskelproblemen hatte er am Wochenanfang pausiert und am Donnerstag schließlich das Training abgebrochen.

So kann des einen Leid des anderen Freud werden. Maxi Thiel war jedenfalls voller Zuversicht hinsichtlich seines Zweitligadebüts. Sein Trainer bezifferte die Chancen darauf gestern mit "ganz gut". Nicht zuletzt auch deshalb, weil der bislang unbekümmert auftretende Oberbayer im Training und bei Testspieleinsätzen so handelte, wie sich Stöger das vorstellt. Thiel beschrieb es so: "Ich fackele nicht lange, sondern schieße. Wenn man nicht schießt, kann man auch nicht treffen."

Das ist es, was der FC-Trainer fordert: Zug zum Tor. Dazu gehöre ebenfalls die Vorbereitung über die Flügel. Schnell müsse da gespielt und präzise geflankt werden. In der Vorsaison wurde fast jeder vierte Treffer in der 2. Liga per Kopf nach einer Hereingabe oder Standardsituation erzielt. Sogar jeder dritte Torerfolg resultierte aus Ecken, Frei- oder Strafstößen. Auch darauf schwor Peter Stöger seine Spieler nochmals ein, nachdem es im Pokalspiel eben solche Situationen waren, die zu den Toren führten.

Abo-Bestellung
Folgen Sie uns auf Google+

Anfahrt zum RheinEnergieStadion


Größere Kartenansicht