DFB-Pokal

Ein Millionenspiel für den FC

KÖLN.  Im DFB-Pokal-Achtelfinale steht für die Kölner in Stuttgart viel auf dem Spiel. Über eine Million Euro würde der Einzug in die Pokal-Runde der letzten acht Teams garantiert in die Kassen der Kölner schwemmen, bei einer Fernsehübertragung noch weitaus mehr.
Wenn beim FC zur Zeit jemand das Tor trifft, dann Anthony Ujah (rechts). Foto: dpa

Der Schalter ist längst umgelegt. Das Thema 2. Fußball-Bundesliga bis zum Trainingsauftakt nach der kurzen Weihnachtspause abgehakt. Doch zum Ausruhen bleibt für die Verantwortlichen und Spieler des 1. FC Köln noch keine Zeit.

Schließlich müssen die Geißböcke morgen im Achtelfinale des DFB-Pokals um 20.30 Uhr in der Mercedes-Benz-Arena beim Erstligisten VfB Stuttgart antreten. Und da geht es nicht nur sportlich, sondern auch finanziell für den pekuniär klammen FC um sehr viel.

Über eine Million Euro würde der Einzug in die Pokal-Runde der letzten acht Teams garantiert in die Kassen der Kölner schwemmen, bei einer Fernsehübertragung noch weitaus mehr.

Um die Überraschung gegen den Tabellen-Neunten des Oberhauses mit Top-Torschütze Vedad Ibisevic (zehn Saisontreffer) zu schaffen, ist eine besondere Leistung erforderlich. Da Thomas Bröker auch gestern wegen einer Magen-Darm-Grippe erneut nicht mittrainieren konnte, wird der Routinier den Kölnern nicht helfen können.

Und auch der zwölfte Mann steht dem FC in dieser so wichtigen Partie größtenteils nicht zur Verfügung. Die Ultras haben in ihren Foren angekündigt, auch in Stuttgart zu schweigen und keine Fahnen zu schwenken. Und dies, obwohl der FC ja nach dem Mitgliedervotum auf der Jahreshauptversammlung am vergangenen Dienstag dem Sicherheitskonzept der Deutschen Fußball Liga in keinem der 16 Punkte zugestimmt hat.

Der Kampf der Ultras geht weiter, auch wenn es auf Kosten des eigenen, so geliebten Vereins geht. Aufrufe von Trainer Holger Stanislawski oder der Spieler, das Team in Stuttgart - zu der Partie werden insgesamt nur rund 25 000 Zuschauer erwartet - lautstark zu unterstützen und somit vielleicht die Überraschung zu schaffen, bleiben wohl ungehört.

"Da fehlt schon etwas, was uns zusätzlich motivieren könnte", hatte Abwehrspieler Dominic Maroh schon unmittelbar nach der Partie in Sandhausen bedauert.

Derweil bleibt Stanislawski seinem Prinzip treu und wird - wie schon zuletzt bei späteren Abend-Partien - erst am Spieltag anreisen. Heute trainiert die Mannschaft noch einmal um 15 Uhr am Geißbockheim.

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