1. FC Köln

Clemens mit viel Ballgefühl

HAMBURG.  Nach einem Kampf auf Biegen und Brechen hat der 1. FC Köln erstmals auch tabellarisch höhere Ansprüche in der Zweiten Liga angemeldet. Dank des 1:0-Erfolg am Montagabend beim FC St. Pauli rückte man vom neunten auf den fünften Platz vor.
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Der 1. FC Köln hat seine Aufholjagd in der 2. Fußball-Bundesliga fortgesetzt und den FC St. Pauli noch tiefer in Abstiegsnot gebracht. Gegen am Ende neun Hamburger behielt die Elf mit 1:0 (1:0) die Oberhand.Torschütze: Christian Clemens (Mitte).
											Foto: dpa

Der 1. FC Köln hat seine Aufholjagd in der 2. Fußball-Bundesliga fortgesetzt und den FC St. Pauli noch tiefer in Abstiegsnot gebracht. Gegen am Ende neun Hamburger behielt die Elf mit 1:0 (1:0) die Oberhand.Torschütze: Christian Clemens (Mitte). Foto: dpa

Das Tor des Abends erzielte dabei Christian Clemens bereits in der dritten Spielminute. "Das war Hektik pur. So kennt man die Stimmung auf St. Pauli. Allerdings haben wir auch unseren Teil dazu beigetragen, indem wir sie bis zum letzten Angriff haben leben lassen", meinte Matthias Lehmann nach dem Abpfiff.

Äußerst emotional war FC-Trainer Holger Stanislawski an seiner alten Wirkungsstätte empfangen worden. Als er vor der Partie zu einem Fernseh-Interview auf den Platz kam, erhoben sich die St. Pauli-Fans von ihren Sitzen, applaudierten und skandierten seinen Namen. Der Trainer nahm es mit feuchten Augen und zurückwinkend zur Kenntnis.

Wie so oft überraschte er auch am Montag mit seiner Aufstellung. Hatte man den ersten Einsatz in der Startaufstellung von Stefan Maierhofer noch erwarten können, so verwunderte die Herausnahme von Adam Matuschyk. Für ihn spielte neben Matthias Lehmann, der zuletzt auch nur eingewechselt wurde, Tobias Strobl. Der absolvierte noch keine Spielminute nach der Winterpause.

So umformiert erlebten die Kölner einen Start nach Maß. Denn nach nur 170 Sekunden schlug der Ball im Tor der Hausherren ein. Dabei bewies Christian Clemens einmal mehr sein feines Ballgefühl und seine Schlitzohrigkeit. Nach einem heftigen Foul von Markus Thorandt an Stefan Maierhofer, für das der Hamburger Gelb sah, erhielten die Gäste am rechten Strafraumeck einen Strafstoß.

FC St. Pauli - 1. FC Köln
Clemens deutete eine Flanke an, schoss aber außen an der Abwehrmauer vorbei, und vom Innenpfosten klatschte das Spielgerät ins hintere Tornetz. Die St. Paulianer steckten den Rückstand relativ schnell weg und versuchten über bedingungslosen Kampf an und in den FC-Strafraum und zu Torabschlüssen zu kommen. Doch die Kölner Hintermannschaft ging kompromisslos dazwischen, und Timo Horn zog mit Übersicht die Bälle an sich.

Je näher aber die Halbzeitpause heranrückte, umso vehementer wurden die Vorstöße der Gastgeber. Ein Kölner Konter dämpfte diesen Schwung, wusste sich Markus Thorandt doch nur durch ein erneutes Foul gegen Daniel Royer zu helfen. Schiedsrichter Manuel Gräfe zeigte ihm erneut Gelb und folglich die Rote Karte hinterher.

Nach dem Wechsel knüpften die Hamburger an ihre entfesselt vorgetragenen Angriffe der ersten Halbzeit an. Auf der anderen Seite boten sich den Kölnern vermehrt Konterchancen. Doch Lehmann, Maierhofer, Bigalke und wer auch immer zum Abschluss kam zielten vorbei oder in die Arme des Torwarts. "Da haben wir unfassbare Chancen liegen gelassen. Wir hätten locker zwei, drei Treffer mehr erzielen können, ja müssen", haderte der gute Timo Horn.

Die Partie steigerte sich von der Intensität noch weiter, wurde immer hitziger. In der Schlussminute sah auch noch St. Paulis Florian Mohr die Gelb-Rote Karte, und dennoch boten sich den Gastgebern in der Nachspielzeit noch Ausgleichsmöglichkeiten.

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