Neues Sicherheitskonzept im deutschen Fußball

15 Mal enthalten - 1. FC Köln beugt sich dem Votum

KÖLN.  Es war die einzige kontroverse Diskussion eines langen Abends. Als die Jahreshauptversammlung des 1. FC Köln am Dienstagabend in der Lanxess-Arena schon weit über drei Stunden andauerte, stand als letzter Tagesordnungspunkt eine Aussprache über das Sicherungskonzept der DFL zur Diskussion.

Während sich Präsident Werner Spinner vor der Abstimmung für die Zustimmung zu diesem Papier einsetzte, allerdings Stehplatzverbote und die Reduzierung von Auswärtstickets bei Risikospielen ablehnte, waren die Wortmeldungen der Mitglieder eindeutig.

Aus Sicht der Fans, so die unter Applaus mehrfach vorgetragenen Wortmeldungen, sei dieses Konzept nicht tragbar. Während sich einige Mitglieder längst auf den Heimweg gemacht hatten, reichten bei der elektronischen Abstimmung 370 Stimmen, um mit 53,94 Prozent das Sicherheitskonzept abzulehnen und dem Vorstand damit zu empfehlen, in Frankfurt dementsprechend zu handeln.

Unmittelbar nach Abschluss der Versammlung diskutierte Spinner mit Hauptgeschäftsführer Claus Horstmann darüber, wie man sich nun verhalten solle.

Das Ergebnis teilte der Club gestern in einer Pressemitteilung mit. Darin heißt es: "Der 1. FC Köln hat sich auf der heutigen Mitgliederversammlung des Ligaverbandes bei 15 von 16 Anträgen zur Stadionsicherheit der Stimme enthalten. Den Antrag zur Reduzierung der Ticketkontingente für die Gästefans bei sogenannten Risikospielen hat der FC abgelehnt."

"Wir haben in Frankfurt für die Fortsetzung und Vertiefung der auch von Seiten des DFB und der DFL angestoßenen Gespräche mit der aktiven Fanszene geworben und begrüßen den Beginn eines intensiven und stetigen Dialogs", erklärte Werner Spinner. "Aus Respekt vor dem Votum der FC-Mitgliederversammlung bezüglich des DFL-Antragspakets haben wir uns zunächst für eine Vertagung der Abstimmung eingesetzt und nach Ablehnung des Verfahrensantrags keinem der 16 Anträge zugestimmt.

Zudem sagte der FC-Präsident: "Die aktive Fanszene in ganz Deutschland hat in den vergangenen Wochen durch ihre kreativen Protestformen gezeigt, dass sie sich in die Diskussionen nicht ausreichend einbezogen fühlt. Das wollen alle Beteiligten nun ändern."

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