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"Region kann in sechs Branchen punkten"
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SANKT AUGUSTIN. Christina Pakusch gewinnt mit Bachelorarbeit zur Wirtschaft Förderpreis der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg
Sechs Wirtschaftszweige sind im Bonner Raum überdurchschnittlich stark vertreten. Mit ihnen kann die Region auch im internationalen Wettbewerb punkten. Und Wissenschaftseinrichtungen können sie dabei unterstützen. Das sind Ergebnisse der Bachelorarbeit von Christina Pakusch an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. Für ihre Untersuchung gewinnt die Studentin jetzt als Jahrgangsbeste im Studiengang Wirtschaft den Förderpreis der Hochschule.
"Wir wollten einmal genau wissen, wovon die Region lebt, und ob das Angebot unserer Hochschule auch dazu passt", sagen Pakusch und Reiner Clement, Wirtschaftsprofessor und Vizepräsident der Hochschule, der die Bachelorarbeit betreut hat. Dass die Informations- und Telekommunikationsbranche, die Kunststoffbranche und die Gesundheitsbranche für die Region prägend sind, wie Pakusch in ihrer Arbeit feststellt, mag Kenner des Wirtschaftsraums nicht überraschen. Doch die 25-Jährige, die selbst in Lohmar aufgewachsen ist, hat für ihre Arbeit nicht nur Statistiken ausgewertet, sondern auch mit vielen Experten gesprochen. Überdurchschnittlich stark sind ihr zufolge in der Region auch die erneuerbaren Energien, die Nahrungsmittelindustrie und Sicherheitsdienstleister vertreten. Dabei richtet Pakusch ihren Fokus nicht nur auf Aushängeschilder wie Solarworld oder Haribo: "Wichtig war mir, die tatsächliche Zahl der Betriebe zu ermitteln. Die einzelnen Branchen haben dann sehr viele Facetten". Bei den Nahrungsmitteln tummeln sich in der Region beispielsweise so unterschiedliche Akteure wie die Bauern, Tee Gschwendner und der Fleischhof Rasting, zum Branchennetzwerk zählt Pakusch aber auch wissenschaftliche Einrichtungen wie die landwirtschaftliche Forschungsstation der Universität Bonn am Campus Klein Altendorf bei Meckenheim.
"Für unser geplantes neues Zentrum für anwendungsorientierte Forschung gibt uns die Bachelorarbeit wichtige Hinweise", betont Clement den Nutzen der Untersuchung für die Hochschule selbst. In dem Neubau will die Hochschule gemeinsam mit mittelständischen Firmen neue Produkte entwickeln. Da stelle sich dann zum Beispiel die Frage, was für Labore dort eingerichtet werden.
Pakusch, die vor ihrem Studium eine Banklehre abgeschlossen hat, strebt nach dem Bachelor jetzt den Masterabschluss an. Dazu wird sie die Wirtschaftsregion aber erst einmal verlassen und nach Düsseldorf gehen.
Artikel vom 20.11.2012
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