Kölner Lufthansa-Tochter

Germanwings kämpft mit neuem Konzept gegen Konkurrenten

Köln.  "Günstig, aber nicht billig". Das ist für Lufthansa-Chef Christoph Franz das Motto der neuen Germanwings, die im kommenden Jahr alle europäischen Direktverbindungen der Lufthansa außerhalb der Drehkreuze Frankfurt und München übernimmt.

Und dazu wird die Kölner Lufthansa-Tochter aufgewertet. Germanwings soll auch Geschäftsreisende zufrieden stellen. Wer den neuen Komforttarif "Best" bucht, sitzt in den ersten drei Reihen mit größerem Sitzabstand als in den hinteren Reihen.

Der Mittelsitz bleibt etwa frei, die Fluggäste dürfen bevorzugt Einchecken, an Bord gehen und flexibel umbuchen. Ein Hauch von Business-Class, der aber auch preislich mit Billigflug nichts mehr gemein hat. 199 bis 399 Euro kosten die Flugscheine für einen Hinflug, wie Germanwings-Chef Thomas Winkelmann gestern erklärte.

Es gibt aber auch einen "Basic" genannten Spartarif ab 33 Euro. Gepäck oder Verpflegung gibt es hier gegen Aufpreis. Dazwischen liegt der "Smart"-Tarif, etwa 20 bis 30 Euro teurer.

"Der Kunde bekommt mit dem neuen Produkt das Beste aus der Welt der Low-Cost-Carrier und der traditionellen Fluggesellschaften", verspricht Winkelmann. So will die Lufthansa gegen Konkurrenten wie Ryanair und Easyjet behaupten. Angeboten werden die neuen Tarife ab 1. Juli. Dann haben auch die Flugbegleiter neue Uniformen.

Germanwings übernimmt Flugzeuge der Lufthansa. Die Flotte wächst so von derzeit 32 auf 90 Maschinen. Entsprechend soll sich auch die Zahl der Passagiere fast verdreifachen.

Und die Zahl der Mitarbeiter klettert von 1353 derzeit auf 2500. 1100 statt derzeit 900 arbeiten dann in Köln. Gegenüber dem bisherigen Germanwingssitz am Flughafen soll eine neues Gebäude mit 6000 Quadratmetern Bürofläche entstehen.

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