Hans-Dietrich-Genscher-Schule in Wachtberg

Zukunft der Gemeinschaftshauptschule Berkum verunsichert

Setzt sich für die Zukunft der Hans-Dietrich-Genscher-Schule ein: Leiter Hendrik Heimbach.

Setzt sich für die Zukunft der Hans-Dietrich-Genscher-Schule ein: Leiter Hendrik Heimbach.

Wachtberg. Die Diskussionen über das Profil und die Zukunft der Gemeinschaftshauptschule in Berkum hat Eltern verunsichert. Nach GA-Informationen wissen viele nicht, ob sie ihr Kind nun dort anmelden sollen oder nicht.

Bürgermeisterin Renate Offergeld will die Wogen nun glätten und wirbt für das Konzept der einzigen weiterführenden Schule im Ländchen, das langfristig Bestand habe. Wie berichtet, begann alles mit der Unabhängigen Wählergemeinschaft Wachtberg (UWG), die das Angebot der Hans-Dietrich-Genscher-Schule als „eingeschränkt und unflexibel“ bezeichnet hatte. Wachtberg habe „kein attraktives weiterführendes Schulangebot“. Das ließ Schulleiter Hendrik Heimbach nicht auf sich sitzen und schrieb einen offenen Brief an die Fraktionen im Gemeinderat.

„Die Hans-Dietrich-Genscher-Schule in Wachtberg ist keine Einbahnstraße“, stand darin. Er wehrte sich gegen den „Abgesang auf bestimmte Schulen“, die nicht dem politischen Zeitgeist entsprächen. Zuletzt konkretisierte die UWG ihrer Forderung nach einem Schulmodell „mit allen Möglichkeiten bis hin zum Abitur“ und plädierte für eine Gesamtschule in Wachtberg. Die Gemeinde Wachtberg ist Schulträgerin von fünf Grundschulen und der weiterführenden profilierten Gemeinschaftshauptschule, die den Namen des gestorbenen Ehrenbürgers Hans-Dietrich Genscher aus Pech trägt. Rund 350 Schüler besuchen sie, auch viele aus Bad Godesberg.

„Aus dem im vergangenen Jahr vorgelegten und in den politischen Gremien diskutierten Schulentwicklungsplan haben sich Akzente herauskristallisiert, die in die Zukunft gerichtet sind“, teilt Offergeld mit. „Neben der Lösung der bestehenden Raumsituation in den Grundschulen betrifft dies vor allem die Weiterentwicklung unserer einzigen weiterführenden Schule. Als Schulträger sind wir verpflichtet, regelmäßig unser Schulangebot zu überprüfen und fortzuentwickeln.

Das tun wir zurzeit.“ Die Gemeinde betont nun: „Wir in Wachtberg haben eine Gemeinschaftshauptschule mit einem hervorragenden Kollegium und einem hervorragenden pädagogischen Konzept, um das uns Nachbarkommunen beneiden.“ Das gelte es zu bewahren, aber auch weiterzuentwickeln, so Offergeld. Schritt für Schritt trete man gemeinsam mit allen Beteiligten in die Überlegungen für die nächsten Jahre ein.

Die Bürgermeisterin verspricht allen Eltern, die für ihre Kinder für das kommende Schuljahr die Genscher-Schule ausgewählt haben, „dass sie eine gute Entscheidung getroffen haben und dass ihre Kinder ihre Schullaufbahn auch an dieser Schule voll durchlaufen werden“. Im Sommer soll es wieder zwei fünfte Klassen geben, eine Basisklasse und eine Erweiterungsklasse für Kinder mit Realschulempfehlung. In den siebten Klassen kann es dann auch dreizügig werden, weil es Kinder gibt, die vom Gymnasium in die Erweiterungsklasse wechseln. Umgekehrt werden aber auch begabte Schüler auf die Godesberger Gymnasien geschickt.