Hauptstraße und Grüner Weg

Weiterhin Ärger um Baustellen in Pech

Baustellen in Pech.

Baustellen in Pech.

Pech. Die Baustellen an der Hauptstraße und am Grünen Weg beschäftigen erneut die Ortsvertretung. Die Arbeiten stehen, es tut sich nichts. Warum? Bürgermeisterin Renate Offergeld klärt auf.

Was machen die Arbeiten an den beiden Brückenneubauten in Pech? Die Frage beschäftigte am Donnerstagabend einmal mehr die Pecher Ortsvertreter, die im Feuerwehrgerätehaus tagten. Fragen sind berechtigt, denn Fakt ist: An der Brücke Pecher Hauptstraße, über die seit November der Verkehr wieder rollen kann, gibt es immer noch etwas für die Bauarbeiter zu tun. Hingegen ruhen am Brückenneubau Grüner Weg, der ebenfalls Anfang November begann, augenscheinlich die Arbeiten. Warum das so ist und wann es weitergeht, erklärte Bürgermeisterin Renate Offergeld im Ortsausschuss.

Über den Stillstand der Arbeiten am Grünen Weg ärgerte sich vor allem Ortsvertreter Jürgen Kleikamp: „Angekündigt war, dass die ausführende Firma nach den Ferien anfängt zu bauen“, so Kleikamp: „Die Ferien sind lange vorbei, und es ist immer noch kein Schlag gemacht.“ Es könne nicht sein, dass die Firma 14 Tage lang die Arbeiten ruhen lasse. Kleikamp richtete daher die offizielle Bitte an die Bürgermeisterin, „denen ins Kreuz zu treten“.

Firmen sind nicht im Verzug

Doch davon hält Renate Offergeld allerdings nichts. Sie erklärte, dass die besagte Baufirma bis zum 21. Januar Betriebsferien habe: „Ich kann die Kritik zwar nachvollziehen, aber da sind uns als Gemeinde die Hände gebunden.“ Auch habe sich der Bau am Grünen Weg verzögert, weil es noch gelte, Restarbeiten an der Brücke Pecher Hauptstraße zu erledigen. Auch hier ist das kritisierte Unternehmen die Bau ausführenden Unternehmen. Zu tun gibt es laut Offergeld an der Pecher Hauptstraße beispielsweise noch Profilierungsarbeiten, wie auch die Errichtung von Geländern an den seitlichen Stützwänden. „Für diese Arbeiten wird noch die erste Jahreshälfte benötigt“, führte die Bürgermeisterin aus. Auf Nachfrage ergänzte Gemeindesprecherin Margrit Märtens, dass die Brücke Pecher Hauptstraße ist für den Verkehr freigegeben und auch gesichert sei.

Zudem führt Märtens aus, dass die beauftragten Firmen am Grünen Weg nicht im Verzug seien: „Aktuell werden die technischen Randbedingungen, angepasst an die Örtlichkeiten, erfasst und in einen Bauzeitenplan eingebunden. Dieser wird Anfang Februar vorliegen.“

Firmen am Grünen Weg nicht im Verzug

Ortsvertreter Jürgen Meinberg will trotzdem zeitnah über Verzögerungen informiert werden, „damit sich auch kein Unwille aufstauen kann“. Meinberg verweist dabei auf entsprechend schlechte Erfahrungen der Bevölkerung mit den Arbeiten auf der Baustelle Pecher Hauptstraße, wo oft wochentags schon „um 16.30 Uhr die Sägemaschine am Kran gehangen hatte“. Immer wieder war im vergangenen Jahr von Anliegern kritisiert worden, dass auf der Baustelle oft tagelang nicht gearbeitet worden sei und sich so der Brückenneubau verzögert habe.

Anlässlich dieser Diskussion brach Jutta Danylow, Vorsitzende der Ortsvertretung, allerdings eine Lanze für die so gescholtene Baufirma: „Die haben damals innerhalb einer wesentlich kürzeren Zeit als angekündigt eine Ersatzbrücke für Fußgänger am Grünen Weg gebaut.“ Im November war ein solcher Ersatzbau für einige Woche später avisiert, tatsächlich lag die Ersatzbrücke bereits wenige Tage später, nachdem das THW die Behelfsbrücke Anfang November wieder abgebaut hatte.

Auch Metzgermeister Adalbert Wolf, Anlieger der Pecher Hauptstraße, verteidigte die bauausführende Firma: „Die ganze Baubranche ruht noch derzeit“, so Wolf: „Das merke ich an meinem Frühstücksgeschäft und dem morgendlichen Brötchenverkauf.“ Er schlug vor, der Firma bis Montag Zeit zu gewähren: „Ich zähle darauf, dass die dann wieder anfangen.“