Kölner Tatort "Bausünden"

Tatortdreh in Wachtberg

Tatort-Ermittlungen in Wachtberg-Pech: Klaus J. Behrendt bei einer Drehpause.

Tatort-Ermittlungen in Wachtberg-Pech: Klaus J. Behrendt bei einer Drehpause.

Wachtberg. Für den Kölner Tatort "Bausünden" dreht Schauspieler Klaus J. Behrendt in einer Villa in Pech. Die Huppenbergstraße in Wachtberg-Pech stand am Montag im Fokus von Ermittlungen der Kölner Mordkommission.

Es geht um einen Fall von Erpressung, bei der ein Architekt im Mittelpunkt steht, der in einer Villa in Pech lebt. Die Ermittlungen leiten die Kommissare Ballauf und Schenk. Krimi-Fans wissen nun: Hier entsteht eine neue Folge des Kölner Tatorts.

Seit den frühen Morgenstunden war eine Villa in der Huppenbergstraße Schauplatz für Dreharbeiten des 71. Falls der beiden Kommissare Klaus J. Behrendt und Dietmar Bär alias Max Ballauf und Freddy Schenk.

Die Episode wird voraussichtlich im Frühjahr 2018 in der ARD ausgestrahlt und trägt den Titel "Bausünden". Für Behrendt und Bär ist es zugleich ein runder Geburtstag: Seit nun 20 Jahren bilden sie das Kölner Ermittlerduo und gehören damit zu den dienstältesten Tatort-Kommissaren.

Allerdings ist Ballauf bei den Ermittlungen in der Villa auf sich allein gestellt, da Kollege Bär parallel an anderer Stelle nach Lösungen sucht. Die in Pech gedrehten Szenen werden ganz am Ende der Folge die Auflösung des Falls zeigen und bilden auch bei der Produktion den Abschluss: Bis Donnerstag werden nur noch ein paar Szenen am Kölner Rheinufer und der Innenstadt gedreht, dann ist ein weiterer Fall von Ballauf und Schenk im Kasten.

In dieser Villa an der Huppenbergstraße sucht Kommissar Max Ballauf nach einer Lösung in dem Fall.

In dieser Villa an der Huppenbergstraße sucht Kommissar Max Ballauf nach einer Lösung in dem Fall.

 

Im fertigen Film wird der in Pech gedrehte Teil gerade einmal 4:40 Minuten dauern, das vorhandene Material aber weitaus mehr sein. Was den weiteren Inhalt betrifft, herrschte am Filmset weitestgehend Schweigen. Auch Hauptdarsteller Klaus J. Behrendt hielt sich bezüglich der Abläufe in dem Fall bedeckt.

"Ich werde den Teufel tun und dem General-Anzeiger sagen, was alles passiert", meint er mit einem Augenzwinkern. "Das wäre für den Zuschauer schließlich schade." Zwar hat Behrendt schon einige Male in Bonn vor der Kamera gestanden, Wachtberg ist für ihn jedoch Neuland. Mit Bad Godesberg verbindet er dagegen ein Erlebnis aus seiner Jugend: "Als 17-Jähriger wollte ich vom Ruhrgebiet nach Frankreich trampen. In Bad Godesberg war dann Endstation, weil mich keiner mehr mitgenommen hat."

Ähnliches konnte ihm bei den Dreharbeiten nicht passieren: Nach einer Pause am Cateringwagen, der mit weiteren Lastwagen der Produktion an der unteren Huppenbergstraße stand, wurde Behrendt den Berg 'rauf zurück zum Drehort chauffiert.

"Die Villa ist eine sehr gute Location, sie bietet sich für das Motiv an", sagte der 57-jährige Schauspieler über das prachtvolle Gebäude. Im Vorfeld hatte die Produktionsfirma die Anwohner über eventuelle kurze Straßensperrungen informiert, die Auswirkungen der Dreharbeiten hielten sich aber in Grenzen. "Man bekommt kaum etwas mit", sagte eine Nachbarin am Montag.