Konzept für Spielflächen

Spielplatz Pech hat Priorität

Der einzige Spielplatz in Pech bietet wenig Möglichkeiten: Er wird neu gestaltet.

Der einzige Spielplatz in Pech bietet wenig Möglichkeiten: Er wird neu gestaltet.

Wachtberg-Pech. 180.000 Euro gehen in die Umgestaltung des Spielplatzes in Pech. Es folgt ein Konzept der Gemeinde für alle Spielflächen.

Die trostlosen Tage des Pecher Spielplatzes sind gezählt: Der Ausschuss für Infrastruktur und Bau hat einstimmig beschlossen, das Gelände für 180.000 Euro neu zu gestalten. Außerdem werden im Haushalt 2018 zusätzlich 15.000 Euro für ein Spielplatz- und Freiflächenkonzept für das gesamte Gemeindegebiet veranschlagt.

Warum das notwendig ist, erklärte Christian Pohl, Leiter des Fachbereichs Infrastruktur, in der Sitzung. „Wir möchten mit externer Hilfe den Zustand der Spielplätze analysieren und gemeinsam mit den Nutzern den künftigen Bedarf ermitteln“, so Pohl. Die Gemeinde betreibt insgesamt 27 öffentliche Spielplätze und elf weitere an Schulen und Kindergärten. Die Verwaltung hat bei einer ersten Bestandsaufnahme bereits festgestellt, dass die Spielplätze sehr ungleich über die Ortschaften verteilt sind. Manche kleineren Spielplätze sind außerdem nicht mehr attraktiv und die Nutzungsdauer vieler Spielgeräte ist nur noch begrenzt. Anhand eine Prioritätenliste sollen die Spielplätze erneuert und umgestaltet werden.

Der Spielplatz an der Pecher Turnhalle, die zurzeit saniert wird, steht schon jetzt ganz oben auf der Liste. Die Ortschaft Pech ist mit nur einem Spielplatz bei knapp 2700 Einwohnern laut Verwaltung „stark unterversorgt“. Erschwerend komme hinzu, dass sich das ohnehin relativ knapp bemessene Geräteangebot durch den Abbau des maroden Kletterpodestes verschärft habe. Unabhängig vom künftigen Spiel- und Freiflächenkonzept hat Pech deshalb erste Priorität.

Keine provisorische Lösung

Eine Initiative von Eltern hatte gemeinsam mit der Ortsvertretung eine schnelle, provisorische Lösung diskutiert. Doch wegen der hohen Sicherheitsanforderungen gibt es laut Jürgen Kleikamp (CDU) keine andere Lösung als die fachgerechte Sanierung mit neuen Spielgeräten, die den Standards genügen. Eltern und Kinder machten am Rande der Sitzung mit bunten Luftballons auf sich und ihr Anliegen aufmerksam.

Im Gremium herrschte schnell Einigkeit. Joachim Lengrüßer (Grüne) schlug noch vor, Geräte anzuschaffen, die nicht nur zum Spielen geeignet sind, sondern auch für den Schul- und Vereinssport zu nutzen sind. Einigen Ausschussmitgliedern ging die Sanierung des Pecher Spielplatzes, die laut Verwaltung frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2018 beginnen kann, nicht schnell genug. Doch das notwendige Geld für die Planung steht erst im kommenden Jahr zur Verfügung.

Ein Spielplatzkonzept, das den künftigen Investitionsbedarf für alle Ortsteile aufzeigt, hielten vor diesem Hintergrund alle Fraktionen für sinnvoll. „Das ist eine Riesenbaustelle. Früher hat man in den eigenen Gärten oder in der Nachbarschaft gespielt. das hat sich geändert“, sagte Volker Gütten (CDU).