Hallenbad

Neue Lüftungsanlage in Berkum kostet 700.000 Euro

Ein Schwimmmeister kontrolliert die Wassertemperatur des 25-Meter-Beckens im Wachtberger Hallenbad.

Ein Schwimmmeister kontrolliert die Wassertemperatur des 25-Meter-Beckens im Wachtberger Hallenbad.

Wachtberg-Berkum. Die Gemeinde Wachtberg sucht eine Fachfirma, die das Berkumer Hallenbad in den Sommerferien in Schuss bringen soll. Die neue Lüftungsanlage soll 700.000 Euro kosten.

Durchs Wachtberger Hallenbad in Berkum weht eigentlich ein frischer Wind. Denn es ist noch gar nicht so lange her, dass dort alles in Schuss gebracht worden ist. Trotzdem könnte die Luft besser sein, so dass der Tüv eine Frist gesetzt hat.

Probleme bereitet die Lüftungsanlage, die nach Angaben von Christian Pohl, bei der Gemeinde Wachtberg verantwortlich für die Infrastruktur, Mitte der 90er Jahre angeschafft wurde. Sie bekommt das mit der nötigen Raumlüftung nicht mehr so richtig hin. „Das Lüftungskanalnetz ist noch älter“, sagt der Fachbereichsleiter. Es stamme teilweise aus Ende der 70er Jahre. „Vom Tüv wurde für die Mängelbeseitigung der Altanlage eine Frist bis 2018 eingeräumt“, sagt Pohl.

Die Gemeinde hat die Arbeiten, die in den sechs Wochen der Sommerferien vom 16. Juli bis 26. August ausgeführt werden sollen, nun öffentlich ausgeschrieben. In der Zeit ist das Bad an der Oberdorfstraße 20 geschlossen. Die Gemeinde rechnet damit, dass die Sanierung ungefähr 700.000 Euro kosten wird, in denen die nötigen Zusatzarbeiten dann enthalten seien. Im Anschluss stehen laut Pohl noch Fliesen- und Malerarbeiten an, die Beleuchtung der Nebenräume und die Umkleiden würden erneuert – das alles sei in den Kosten enthalten.

Zuletzt wurde 2012 das Dach samt seiner Dämmung erneuert. Mineralfasern sorgen nun dafür, dass die Wärme nicht so leicht ins Freie treten kann. Bei den doppelt beschichteten Trapezblechen besteht kaum Rostgefahr. Vor sechs Jahren hatte man sich die nun fällige Lüftung noch nicht vorgenommen. „Die Mängel waren zu diesem Zeitpunkt wohl noch nicht gravierend“, vermutet Pohl.

Die Fachfirma, die den Zuschlag erhält, muss im Sommer nun die alte Lüftungsanlage in der Schwimmhalle und den Nebenräumen samt der zugehörigen Rohrnetze abbauen. Dann kommt die Neuinstallation, verbleibende Rohre müssen gereinigt werden.

Das von Schulen, Vereinen und Bürgern genutzte Bad hat ein 25 Meter langes Sportbecken mit vier Bahnen. Es gibt zusätzlich ein Nichtschwimmerbecken, einen Außenbereich mit Liegewiese und Kinderplanschbecken, Kursangebote sowie einen Eltern-Kind-Bereich, Spielzeug und einen Schiffchenkanal.

Das Bad ist montags Vereinen vorbehalten. Die Öffnungszeiten: Dienstag und Donnerstag von 6.30 bis 8 Uhr und 14 bis 21 Uhr, Mittwoch von 8 bis 18 Uhr, Freitag von 14 bis 19 Uhr sowie Samstag/Sonntag von 8 bis 14 Uhr. Der Einzeleintritt kostet 3,50, ermäßigt zwei Euro (Kinder/Jugendliche von sechs bis 18 Jahren).

Mehr: www.enewa.de/hallenbad