Fachwerkhof Kemp in Wachtberg

Kunsthandwerk in historischem Ambiente

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Villip. Bärbel und Josef Kemp laden zur 15 "HofArt" ein. Am Muttertagswochenende trifft sich die Kunsthandwerk- und Künstlerszene. Künstler John Gerard zeigt etwa seine ungewöhnlichen Papierobjekte, Jürgen Heinz Metallskulpturen.

„Alltag raus, Kunst rein“, benennt Josef Kemp das Motto seiner Ausstellung „HofArt“, die er jedes Jahr organisiert. Die normale Einrichtung verschwindet dann für drei Tage aus dem über hundert Jahre alten Fachwerkhof Kemp in der Holzemer Straße 4 und wird durch Gemälde, Skulpturen und künstlerisches Handwerk ersetzt. Zur 15. Auflage der „HofArt“ hat das Ehepaar Kemp „richtige Koryphäen aus der Kunsthandwerkszene“ eingeladen, kündigt Kemp an. Er sei „mächtig stolz“, am Wochenende vom 12. bis 14. Mai acht regionale und überregionale Künstler begrüßen zu dürfen.

Während des Muttertagswochenendes werden Hof, Garten und Stallungen in ein großes Ausstellungsgelände verwandelt. Im vergangenen Jahr wurde dieses durch den rund 80 Quadratmeter großen, ehemaligen Heuboden ergänzt, der zuletzt als Holzlager genutzt wurde. Der Innenhof erinnert immer noch an die Zeit, als das Gehöft Tiere beherbergte: Pferdegeschirre und Hufeisen hängen an den Wänden, und die Stallungen inklusive Futtertrögen sind noch vorhanden.

Die Aussteller stehen den Besuchern an allen drei Tagen Rede und Antwort. Der Rheinbacher John Gerard, gebürtig aus dem US-Bundesstaat Michigan, bringt seine außergewöhnlichen Arbeiten aus handgeschöpftem Papier mit, die zeigen: Papier ist nicht immer Träger eines Bildes, sondern kann das Bild selbst sein. Der freischaffende Metallbildhauer Jürgen Heinz aus Lorsch beweist mit seinen „Moving Sculptures“, dass harter Stahl und sanfte Bewegungen in Einklang gebracht werden können.

Die Bonnerin Larissa Laë beleuchtet mit Skulpturen und Gemälden die Themen Wandel und Metamorphose, die Geheimnisse von Bewegung und Energie. Bildhauerin Beate Meffert-Schmengler aus Meckenheim, die auch Kunstpreisträgerin der Stadt ist, bereichert mit einigen wenigen ausgesuchten Bronzearbeiten und gerahmten Drucken die Ausstellung.

Weber Andreas Möller aus Hamburg entwickelte einen eigenen Webstuhl, den „Flying-8“, den die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) wegen seiner Einfachheit in der Entwicklungshilfe verwendet. Frank Schillo, Keramiker aus Köln, verbrachte 2016 einen Monat im finnischen Künstlerdorf Fiskars. Die dort entwickelten Formen, Plastiken und Gefäße aus grobem Ton bringt er zur „HofArt“ mit. Der Kölner Markus Schürmeyer hat seine Stein-Kunst im Gepäck, Steinschalen, die den Kontrast des urigen Materials und feiner Millimeterarbeit in sich vereinen. Noch filigraner geht es bei Tam Uekermann zu. In ihrem Atelier in der Kölner Südstadt fertigt sie aus Gold, Silber, farbigen Metallen und Steinen Unikatschmuck nach eigenen Entwürfen an.

Gastgeber Josef Kemp ist Holzkünstler und präsentiert seine Drechselarbeiten. Atelier und Werkstatt befinden sich auf dem Gelände und bieten einen Einblick in den Schaffensprozess.

Eröffnet wird die Ausstellung am Freitag, 12. Mai, um 19 Uhr durch Kunsthistorikerin Barbara Hausmanns. Im Anschluss spielt die Band Vintage Klassiker aus den 1940er, 50er und 60er Jahren. Am Samstag öffnet die Hofanlage von 14 bis 19 Uhr ihre Tore, am Sonntag von 11 bis 18 Uhr.